2016 war doch gar nicht so schlecht – für Apple und Entwickler im App Store

Brexit, Trump, Promi-Tode, Terror und Ausländerfeindlichkeit – die globalgalaktische Großwetterlage war in 2016 gefühlt nicht so pralle. Individuell mögen das manche anders sehen. Für Entwickler, die Software über den Apple App Store und Mac App Store vertreiben, liefen die vergangenen zwölf Monate gar nicht so schlecht. Findet jedenfalls Apple selbst. Wie das Unternehmen jetzt bekannt gab, reichte es im Jahr 2016 so viel Geld wie nie zuvor in einem Jahr an Anbieter von Apps für iPhone, iPad, Apple Watch, Apple TV und Mac weiter.

Rund 20 Milliarden US-Dollar erhielten App-Anbieter demnach. Das sind 40 Prozent mehr als in 2015. Seit dem Start von Apples Vertriebsplattform verdienten App-Anbieter insgesamt etwa 60 Milliarden US-Dollar. Somit wurde jeder dritte US-Dollar davon allein im Jahr 2016 eingenommen.

Das Jahr 2017 ging für Apple und seine App-Partner ebenfalls ziemlich gut los. Laut Apple war der Neujahrstag der bisher umsatzstärkste Tag überhaupt. Am 1. Januar 2017 gaben Nutzer für Apps und In-App-Käufe 240 Millionen US-Dollar aus. Offenbar haben sie sich in einen winterlichen Kaufrausch getoucht. Denn mit drei Milliarden US-Dollar Umsatz im Dezember 2016 jubelt Apple über die lukrativste Weihnachtszeit ever.

Die am häufigsten heruntergeladene App zu Weihnachten und Neujahr war Super Mario Run, Nintendos erstes eigenes Smartphone-Game (hier geht es zum ausführlichen Test). Am 15. Dezember erstmals verfügbar, wurde das Spiel innerhalb von vier Tagen rund 40 Millionen Mal heruntergeladen. Auf Jahressicht gehört Super Mario Run Apple zufolge in die Top 10 der weltweiten Download-Charts. An der Spitze: Pokémon Go. Obwohl es sich um ein Franchise von Nintendo handelt, wurde die App selbst von Niantic entwickelt.

Zu den weiteren besonders erfolgreichen Apps 2016 gehören Prisma, Reigns, Procreate, Lumino City, Sweat with Kayla und djay Pro. Insgesamt bieten Entwickler im App Store rund 2,2 Millionen Anwendungen an, 20 Prozent mehr als noch 2015.

Mit der Einführung von iMessage-Apps und erweiterten Abo-Möglichkeiten im Herbst 2016 hat Apple das Geschäft nochmals beträchtlich angekurbelt. So haben seit der Einführung in iOS 10 Entwickler bereits 21.000 iMessage-Apps veröffentlicht. Die Umsätze mit Abos für Netflix und andere Dienste stiegen in 2016 um 74 Prozent auf 2,7 Milliarden US-Dollar.


Image by Apple


 

Berti Kolbow-Lehradt

Berti ist ein pragmatischer Tech-Nerd, der gern Dinge testet, die das Leben komfortabler gestalten und vor allem Spaß bereiten. Er liebt smarte Unterhaltungstechnik sowie digitale Fotografie – und gibt gern Ratschläge dazu. Daher auch der Spitzname „RatgeBerti“. Wäre er nicht Technik-Journalist geworden, dann in einem anderen Leben vielleicht Superheld mit Technik-Overkill (Batman?) oder menschlicher Side-Kick bei den Transformers.

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