Angeblicher Erfinder des iPhones fordert Schadensersatz in Milliardenhöhe

Ein US-Amerikaner fordert von Apple Schadensersatz in Form einer milliardenschweren Zahlung. Der Grund: Angeblich will er das iPhone lange vor dem Kultkonzern aus Cupertino erfunden haben. Der Beginn eines kuriosen Rechtsstreits.

Im Jahr 2000 bereits, soll dem verstorbenen Apple-Mitbegründer Steve Jobs die Idee für ein Handy gekommen sein, welches sieben Jahre später als iPhone auf den Markt kam. Seit jeher gilt Steve Jobs weltweit als Erfinder des iPhones. Eine Person ist da allerdings anderer Meinung. Thomas S. Ross, so der Name des angeblichen Erfinders des iPhones, ist davon überzeugt, dass Apples Idee für das iPhone von ihm stammt. Bereits 1992 will Ross das Gerät erfunden haben. Das Problem dabei: Das Patent auf dem die Klage beruht, scheint seit mittlerweile 21 Jahren nicht mehr zu existieren.

Das Patent auf das sich der Kläger beruft, wurde ihm 1992 vom US-Patentamt zugesprochen. Da Ross aber nicht die Patentgebühren beglich, wurde das Patent drei Jahre später wieder gelöscht. In seiner Anklageschrift legt Ross sogar Zeichnungen vor, die seine Idee darstellen. Die Skizze des Geräts kommt den Smartphones von heute tatsächlich sehr nahe. Den Angaben zufolge handelt es sich dabei um ein zusammenklappbares Gerät, welches aus zwei Teilen besteht. Während der eine Teil aus einem Bildschirm besteht, ist auf der gegenüberliegenden Seite eine physische Tastatur verbaut. Als Betriebssystem sollte MS-DOS fungieren. Allerdings stellt sich hier die Frage, warum Ross Apple erst neun Jahre nach dem Verkaufsstart des iPhones verklagt.

Insgesamt fordert Thomas S. Ross eine Entschädigung von stolzen 21 Millarden US-Dollar. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus zehn Milliarden US-Dollar Schadensersatz, sowie aus einer Umsatzbeteiligung in Höhe von 1,5 Prozent pro verkauftem Gerät.

Da das Patent von Ross bereits zwölf Jahre vor der Veröffentlichung des ersten iPhones nicht mehr existierte, stehen die Chancen für den Kläger alles andere als gut. Ein Fehler der ihm vor Gericht wohl jegliche Erfolgschance verdorben haben dürfte.

Image „Free Apple Desktop“ (adapted) by „CAVE CANEM“ (CC BY-SA 2.0)

Patrick Kiurina

Patrick Kiurina war 2015 bis Ende 2016 für die Netzpiloten aktiv und studierte vorher Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien. Neben Technik interessiert er sich gleichermaßen auch für Sport und Musik.

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