Apple hat die Profis doch noch lieb und kündigt einen iMac Pro an

Apple stand wegen seiner Produktpolitik zuletzt zum Teil stark in der Kritik. Dass sich das Unternehmen vor allem auf die lukrativen Lifestyle-Produkte iPhone und iPad konzentrierte aber die Produktpalette rund um die Macs vernachlässigte, sorgte bei professionellen Anwendern für Kritik. Zumal das MacBook Pro 2016 vielen bei weitem nicht „Pro“ genug ist. Nun hat Apple reagiert und geliefert: Mit dem iMac Pro erscheint erstmals ein Desktop-Rechner mit diesem Namenszusatz. Bei Specs der Workstation klotzt Apple statt zu kleckern.

iMac Pro als Auftakt für Workstation-Produktreihe

Mit dem Hardware-Neuzugang will Apple eine neue Produktreihe für Anwender mit Bedarf für besonders hohe Rechenleistung etablieren. Das 27-Zoll-Gerät kommt mit einem 5K-Display, einem Intel-Xeon-Prozessor mit bis zu 18 Kernen sowie einer Grafikkarte, die bis zu 22 Terraflops berechnen kann. Auch bei den Speicherkapazitäten knapst Apple nicht. Bis zu 4 TB SSD-Festplatten und bis zu 128 GB RAM sind möglich. Dank vier Ports mit Thunderbolt 3 können Anwender gleichzeitig zwei RAID-Arrays und zwei externe 5K-Displays anschließen.  Dies soll vor allem mehr Performance beim Erstellen von Inhalten für Virtual Reality und dem 3D-Rendering in Echtzeit ermöglichen.

iMac Pro
Image by Apple

Der neue iMac Pro soll ab Dezember 2017 erhältlich sein. Apple nimmt dafür 4.999 US-Dollar. Alle Details zum Gerät verrät die Produktseite. Zwar gab Apple auch bekannt, dass das Unternehmen an einem komplett überarbeiteten Mac Pro sowie einem Profi-Monitor arbeite. Wann diese marktreif seien, teilte Apple aber nicht mit. Auf dem iMac Pro wird das neue macOS High Sierra laufen, das Apple ebenfalls auf der WWDC 2017 vorgestellt hat.

Upgrades für MacBook (Pro) und iMac

Neben dem ersten iMac Pro hat Apple auch ein überarbeitetes Lineup bei den iMacs und MacBooks vorgestellt. Die neuen Geräte können ab sofort bestellt werden.

In den neuen iMacs rechnen nun Intel-Prozessoren der aktuellen Kaby-Lake-Generation mit bis zu 4,2 GHz (bei Turbo Boost bis zu 4,5 GHz). Zudem unterstützen die All-in-One-Rechner doppelt so viel Festplattenspeicher wie die Vorgängergeneration. Bei allen 27-Zoll-Versionen und den 21-Zoll-Versionen in Top-Konfiguration ist Fusion Drive nun standardmäßig an Board. Zudem können Nutzer an jedem Gerät nun Thunderbolt 3 erwarten. Auch die Grafikleistung wurde aufgebohrt. So kommen die Modelle der Radeon-Pro-500-Serie mit bis zu 8 GB vRAM zu Einsatz. Mit 500 Nits bietet das Display 43 Prozent mehr Helligkeit als zuvor. Weitere Infos findet ihr auf der Produktseite.

iMac 2017
Image by Apple

Das aktualisierte MacBook und MacBook Pro werden nun ebenfalls von Kaby-Lake-Prozessoren angetrieben. Das MacBook Pro als 13-Zoll-Version taktet mit bis zu 3,5 GHz (Turbo Boost 4,0 GHz), das MacBook Pro in 15 Zoll bis zu 3,1 GHz (Turbo Boost bis zu 4,1 GHz). Die Pro-Geräte können jetzt mit einer bis zu 2 TB großen Festplatte konfiguriert werden. Das ist doppelt so viel wie bisher. Der Arbeitsspeicher ist jedoch weiterhin auf 16 GB begrenzt. Wer sich das 15-Zoll große MacBook Pro in Bestausstattung gönnt, könnte zumindest preislich fast schon zum neuen iMac Pro greifen. Mit 4.959 Euro im Apple Store fehlt nicht mehr viel zur Desktop-Workstation. Weitere Infos findet ihr auf der Produktseite.

MacBook Pro 2017 / MacBook 2017
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Neben neuen Desktop- und Laptop-Computern hat Apple auf der WWDC 2017 ein neues iPad Pro, aktualisierte Betriebssysteme sowie einen vernetzten Lautsprecher namens HomePod vorgestellt.


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Berti Kolbow-Lehradt

Berti ist ein pragmatischer Tech-Nerd, der gern Dinge testet, die das Leben komfortabler gestalten und vor allem Spaß bereiten. Er liebt smarte Unterhaltungstechnik sowie digitale Fotografie – und gibt gern Ratschläge dazu. Daher auch der Spitzname „RatgeBerti“. Wäre er nicht Technik-Journalist geworden, dann in einem anderen Leben vielleicht Superheld mit Technik-Overkill (Batman?) oder menschlicher Side-Kick bei den Transformers.

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