Apple Music: Künstler erhalten 0,2 Cent pro Song in der kostenlosen Testphase

Ursprünglich wollte Apple Künstler nicht für Songs entlohnen, die ein Nutzer in der kostenlosen Probephase hört. Nachdem sich der Konzern damit den Zorn von Taylor Swift auf sich gezogen hat, änderte man den Kurs und bezahlt nun 0,2 US-Cent pro gespieltem Song.

Apple bietet für den Musik-Streaming-Dienst Apple Music eine Probephase an, in der Nutzer für 90 Tage kostenlos den Dienst nutzen und Musik streamen können. Eigentlich ein tolles Angebot, zumindest aus Sicht der Nutzer. Für die Künstler sah das dagegen nicht so rosig aus, da Apple für gespielte Musik in der Phase kein Geld bezahlen wollte. Dann hat sich Taylor Swift als Retterin der Musiker gegeben und den Riesen Apple in die Knie gezwungen, was sogar die Indie-Labels versöhnt und zum Unterzeichnen des Deals mit Apple bewogen hat. Nun sind weitere Details zu diesem Last-Minute-Deal bekannt geworden.

Aus einem Bericht der New York Times geht hervor, dass Apple in dieser kostenlosen Probephase für jeden gespielten Song 0,002 US-Dollar, also 0,2 US-Cent zahlen will. Billboard hat zudem in Erfahrung gebracht, dass Apple in der 90 tägigen Probephase zudem 0,0047 US-Cent pro gespieltem Song an die Musikverlage und Rechteinhaber zahlt. Damit bewegt man sich auf dem gleichen Niveau, wie der Erzrivale Spotify, der laut eigenen Angaben den gleichen Betrag pro gespieltem Song ausschüttet. Obwohl Spotify für diese geringen Beträge massiv in der Kritik der Künstler und besonders Taylor Swift steht, scheint man mit der gleichen Praxis seitens Apple kein Problem zu haben. Dies könnte daran liegen, dass Apple für gespielte Songs von zahlenden Nutzern deutlich mehr ausschüttet – hierzu liegen allerdings bisher keine näheren Details vor.

Quelle: New York Times und Billboard

Image „iTunes Card“ by Toshiyuki IMAI (CC BY-SA 2.0)

Daniel Kuhn

Daniel Kuhn leitet seit Juni 2015 die Blogs Appleunity.de und Android4you.de. Ansonsten schreibt Wahl-Berliner mit Leib und Seele als freier Journalist für Netzpiloten.de und Androidmag.de.

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