Das Runde muss ins Eckige: FIFA Mobile im Test

Endlich ist es soweit: Electronic Arts hat vor einigen Tagen die iOS-Version des Fußball-Klassikers FIFA im App Store veröffentlicht. Wie auch in den vergangenen Jahren ist die Anwendung an sich kostenlos, kann aber über In-App-Käufe aufgebohrt werden. Das ist allerdings nicht nötig, denn bereits von Haus aus bietet FIFA Mobile einen tollen Umfang – wie wir im Test herausfinden konnten.

In den letzten Jahren ist das Smartphone dank preiswerterer und leistungsstärkerer Technik zu einem wichtigen Markt der Spieleentwickler avanciert. Laut comScore nutzen rund 42% der Deutschen das Mobiltelefon auch zum Spielen. Natürlich darf da eine entsprechende Simulation des hierzulande besonders populären Breitensports Fußball nicht fehlen. Electronic Arts hat nun mit „FIFA Mobile“ die aktuelle Version veröffentlicht und wir haben uns die Funktionen etwas näher angeschaut.

Neuer Angriffsmodus in FIFA Mobile macht Spaß

Nach der Anmeldung und einem optionalem Tutorial findet man sich auf einer Weltkarte wieder, in der die sogenannten Live-Events angezeigt werden. Das sind kleine Aufgaben, die Objekte und Fähigkeiten freischalten. Je nach Absolvierung erhält man zudem Punkte, neue Spieler und damit meist einen Levelaufstieg. Wer die zu Beginn spärlichen Aufgaben erfüllt hat, kann sich direkt am neuen Angriffsmodus probieren. Hier geht es darum gegen eine KI möglichst viele Tore zu erzielen und damit Fans zu gewinnen. Im Vorfeld kann die Mannschaftstaktik und -formation gewählt werden. Wer sich hier unsicher fühlt, kann aber auch die Empfehlung wählen.

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Dann wird auch direkt angestoßen. Der Spieler befindet sich immer im Angriff und versucht durch clevere Kombinationen Tore zu erzielen. Bekommt der Gegner den Ball und stürmt in die eigene Hälfte spult der Algorithmus um einige Sekunden vor, sodass man sich im Angriff wieder findet und sein Glück aufs Neue versucht. Hin und wieder startet man aus einer Freistoß-Situation, wobei man oft nicht nachvollziehen kann wodurch diese hervorgerufen wurde. Im Anschluss an die Halbzeit gibt man den Ball quasi an einen Online-Gegner weiter, der versucht den eben erzielten Wert zu knacken. Man spielt also indirekt online, weiß allerdings nicht wie viele Tore der Gegner in der Halbzeit geschossen hat. Ein interessanter Modus im Stile des „Quizduell“, das für Langzeitmotivation sorgen dürfte.

Vielfältiger Liga-Modus

Die Königsdisziplin der neuen FIFA Mobile App ist der Liga-Modus, der allerdings erst am Level 8 freigeschalten wird. Darin kann man sich mit bis zu 31 anderen Spielern messen. Man kann einer Liga beitreten oder eine eigene erstellen. Wurde die Anfrage bestätigt, stehen nochmals verschiedene Spielmodi zur Verfügung. Unter anderem kann man sich innerhalb der Liga im Angriffsmodus duellieren und so im Ranking auf- und absteigen. Der Modus Championship liefert einen Turnierablauf, in dem die Liga-Spieler zeitversetzt gegeneinander antreten und den besten untereinander ausmachen. Auf Teamwork kommt es im Modus „32 gegen 32“ an: Dort wird gegen eine andere Liga angetreten.

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Ganz Old-School kann über den Modus Saison auch ein komplettes Ligajahr simuliert werden. Dabei kratzt die Mobil-Version jedoch nur an der Taktikoberfläche; der Spieler spielt sozusagen seine Saison im Einzelspielermodus stupide runter. Dabei kann die Anwendung wie auch die „ausgewachsenen“ Brüder für PC und Konsole mit den vollständigen Lizenzen punkten – 30 Ligen, 650 Clubs mit insgesamt 16.000 Fußballern sind an Bord. Leider fehlen die Frauenmannschaften. Zudem bietet die Schnittstelle „Live-Service“ eine Integration von wahren Begebenheiten in die virtuelle Umgebung.

Steuerung bei FIFA Mobile deutlich verbessert

Insgesamt ist bei FIFA Mobile die Steuerung verbessert worden. Bei Displaygrößen ab 5 Zoll lassen sich die Spieler angenehm manövrieren, auch wenn die Steuerung nicht mit einem Gamepad zu vergleichen ist. Dafür gibt es eine vollständig hybride Gesten- und Touchsteuerung, die auch blutigen Anfängern Freude am Zocken bietet. Vor allem die Wischgesten, mit deren Hilfe ihr den Ball zentimetergenau dirigieren könnt, sind eine willkommene, intuitive Abwechslung zum herkömmlichen Controller-Geschiebe. Alles in allem bietet Electronic Arts ein umfangreiches Gaming-Paket mit Suchtfaktor, an dem nicht zuletzt die neuen Modi Schuld sind.

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Jonas Haller

Jonas ist technikbegeisterter Leichtbaustudent an der Technischen Universität in Chemnitz. Er sammelt gern Erfahrungen mit neuer Hardware sowie innovativen Technologien und lässt andere daran teilhaben. Durch den Techblog „HTC Inside“ ist er zum Bloggen gekommen. Zwischendurch war er auch für das „Android Magazin“ aktiv. Privat schreibt er auf jonas-haller.de über die Dinge und Geschichten in seinem Leben, die er berichtenswert findet.

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