Der HomePod wildert im Revier von Sonos Play und Amazon Echo

Wenn alle an einem vernetzten Lautsprecher arbeiten, will Apple nicht zurückstecken. Auf der Hausmesse WWDC hat das Unternehmen nicht nur einen iMac Pro, das iPadPro 2 und jede Menge Software-Updates vorgestellt. Auch ein eigenes Lautsprecher-Modell präsentierte Apple. Das HomePod genannte Audiosystem soll ein ebenso feiner Musik-Lautsprecher wir ein zuvorkommender, digitaler Assistent sein. Anders gesagt präsentiert Apple mit dem Hardware-Neuzugang eine Mischung aus dem Features von Sonos Play und Amazon Echo. Angesichts eines sehr hohen Preises von 350 US-Dollar sollte der HomePod aber auch lieber die gesamte Konkurrenz in die Tasche stecken, wenn er kein Flop werden soll.

HomePod will das Haus rocken

So wie der iPod den Markt für MP3-Player umgekrempelt hat, will Apple mit dem HomePod in der relativ jungen Produktkategorie der vernetzten Lautsprecher durchstarten. Vorrausetzung dafür soll ein richtig guter Klang sein. Dafür werden in dem knapp 18 Zentimeter hohen Gehäuse ein nach oben gerichteten Sub-Woofer und sieben Hochtöner stecken. Diese Kombination soll für eine breite Klangbühne mit knackigem Bass und klaren Höhen sorgen.

Apple HomePod
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Ein besonderes Merkmal ist die Fähigkeit, den Klangpegel gemäß dem Standpunkt im Raum anzupassen. Dazu misst der HomePod mithilfe integrierter Mikrofone seine Position und optimiert daraufhin das Klanggerüst. Dadurch soll der HomePod stets gut klingen, unabhängig davon, ob er im Regal, in einer Ecke oder mitten auf dem Tisch steht. Auf diese Form des Tunings setzt auch das Trueplay-Verfahren von Sonos.

Siri soll den HomePod zum digitalen Assistenten machen

Die integrierten Mikrofone dienen für eine weitere Funktion. Ähnlich wie Amazon Echo oder Google Home wird der HomePod auf Sprachkommandos reagieren und auf diese Weise als digitaler Assistent dienen. So können Nutzer via Apples Sprachdienst Siri mit dem hauseigenen Musikdienst Apple Music interagieren sowie Wetter, Nachrichten und Sportergebnisse abfragen.

Apple HomePod
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Ferner soll der HomePod als Hub für Apples Smart-Home-Plattform Homekit dienen. Nutzer können dann über den Lautsprecher das Licht ein- und ausschalten oder bestimmte Szenen, also zuvor programmierte Routinen, im vernetzen Heim aktivieren. Für die nötige Rechenpower im Hintergrund wird Apples A8-Chip sorgen. Er treibt auch das iPhone 6 und iPhone 6 Plus an.

Für 350 US-Dollar ab Dezember erhältlich

Ich bin schon richtig heiß auf einen Test, muss mich aber noch gedulden. Apples Internet-Lautsprecher erscheint im Dezember 2017, und dann auch zunächst erst einmal in den USA, Großbritannien und Australien. Im nächsten Jahr soll der Lautsprecher dann den Weg in andere Länder gehen.

Erwartungsgemäß setzt Apple den Preis sehr hoch an. Rund 350 US-Dollar werden für ein Exemplar fällig. Zum Vergleich: der Amazon Echo kostet 160 Euro, der Sonos Play 1 rund 200 Euro.


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Berti Kolbow-Lehradt

Berti ist ein pragmatischer Tech-Nerd, der gern Dinge testet, die das Leben komfortabler gestalten und vor allem Spaß bereiten. Er liebt smarte Unterhaltungstechnik sowie digitale Fotografie – und gibt gern Ratschläge dazu. Daher auch der Spitzname „RatgeBerti“. Wäre er nicht Technik-Journalist geworden, dann in einem anderen Leben vielleicht Superheld mit Technik-Overkill (Batman?) oder menschlicher Side-Kick bei den Transformers.

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