FBI vs Apple: US-Regierung knackt iPhone ohne Hilfe von Apple

Der seit einiger Zeit anhaltende Rechtsstreit zwischen Apple und der US-Regierung, bezüglich der Entsperrung des iPhones eines toten Attentäters, hat nun ein Ende gefunden. So hat die US-Regierung nach eigenen Angaben, auch ohne die Hilfe von Apple das iPhone geknackt. Die Debatte bezüglich Verschlüsselung dürfte damit allerdings noch lange nicht vom Tisch sein.

Laut den Gerichtsunterlagen vom Montag, sei es den Ermittlern gelungen, auch ohne die Hilfe von Apple an die Daten des iPhones zu kommen. Dieser Ausgang hatte sich bereits in der vergangenen Woche angekündigt, da die US-Behörden verkündete, dass ihnen ein Weg zur Entschlüsselung vorgeschlagen worden sei und sie daher womöglich doch nicht mehr auf Apple angewiesen sind. So sei dem FBI von außerhalb eine Methode zur Entsperrung des iPhones zugetragen worden. Wer allerdings der Helfer ist und wie genau die Methode funktioniert, ist bislang nicht bekannt. Das geplante Justizverfahren hat sich somit vorerst erledigt.

Die Spekulationen von Seiten der Experten sind sehr verstreut. So gehen einige von einer Schwachstelle in Apples Software aus, während andere an ein komplexes Verfahren glauben, wodurch der Speicherinhalt des Geräts auf einen anderen Datenträger kopiert wird. Einem Bericht der Zeitung “Yedioth Ahronoth“ zu urteilen, handelt es sich bei dem Helfer um das israelische Unternehmen “Cellebrite“, welches darauf spezialisiert ist, Daten aus mobilen Geräten herauszuholen. Allerdings ist der Bericht bislang unbestätigt.

Als Reaktion darauf, möchte Apple in Zukunft die Sicherheit seiner Produkte weiter erhöhen. Wie Apple am Montag mitteilte, bleibe der Konzern dabei, dass die Forderung der US-Regierung nach einer Entschlüsselung falsch sei. Laut Apple hätte der Fall nie vor Gericht landen dürfen.

Teaser & Image “iPhone 5S” (adapted) by Kārlis Dambrāns (CC BY 2.0)

Patrick Kiurina

Patrick Kiurina ist seit 2015 für die Netzpiloten aktiv und studierte vorher Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien. Neben Technik interessiert er sich gleichermaßen auch für Sport und Musik.

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