Foto-Updates von Adobe: Lightroom-Profile für Mac und Geometrie-Korrektur für iOS

Nutzer der Foto-Software von Adobe können ihre Bilder künftig etwas bequemer und präziser bearbeiten. So ergänzt eine Preset-Funktion den vor kurzem runderneuerten Raw-Entwickler und Bildverwalter Lightroom CC auf Mac- und Windows-Rechnern. Anhand dieser Lightroom-Profile nehmen Nutzer mit nur einem Mausklick eine Farbkorrektur vor. Außerdem erhält die iOS-Version von Lightroom CC einen Geometrie-Reiter, mithilfe dessen Nutzer verzerrte horizontale und vertikale Linien korrigieren können. Die Updates können alle Abonnenten eines kostenpflichtigen Creative-Cloud-Abos einspielen.

Lightroom-Profile erleichtern Raw-Entwicklung

Effekt-Filter sind bei Foto-Apps zwar gang und gäbe. Beispielsweise bei der Classic-Variante von Lightroom heißen sie Presets oder Vorlagen. Aber dem neuen Ableger dieser Programmfamilie namens Lightroom CC fehlte diese Funktion bislang. Jedoch im Rahmen der für das Frühjahr üblichen Update-Runde liefert Adobe dies nun nach. Einige Kreativ-Profile sind bereits ab Werk installiert, andere können von Drittanbietern ergänzt werden. Zum Start könnt ihr euch kostenlose Filter von Brian Matiash, Contrastly, DVLOP, Kevin Kubota, Matt Kloskowski, Nicolesy und RNI herunterladen.

Die neue Sammlung der Lightroom-Profile umfasst aber nicht nur künstlerische Looks. Stattdessen sollen sie im Kern Nutzern die Abstimmung der Farbwiedergabe bei Fotos erleichtern, die in Rohdatenformaten eingespielt werden. Wird das Bild nicht als JPG- oder TIF-Datei von der Kamera ausgegeben, bleibt viel Interpretationsspielraum bei der Darstellung. Mit verschiedenen Ein-Klick-Vorlagen können Fotografen die Farbgebung auf dem Monitor so nah wie möglich an die Anzeige im Sucher oder auf dem Display der Kamera anpassen. Die neuen Raw-Profile heißen Adobe Standard, Adobe Neutral, Adobe Farbe, Adobe Monochrom, Adobe Kräftig, Adobe Landschaft und Adobe Porträt.

Lightroom CC Profile
Raw-Profile erleichtern die Anpassung der Farbwiedergabe bei Rohdaten in Lightroom CC. Image by Adobe

In den Lightroom-CC-Versionen für Mac, Windows, iOS, Android und ChromeOS verfügen die Lightroom-Profile über einen eigenen Eintrag in der Bearbeitungsleiste. In Lightroom Classic CC sind die Profile in den Grundeinstellungen des Entwickeln-Moduls verfügbar. Wer Adobe Camera Raw im Zusammenspiel mit Photoshop CC nutzt, findet die Profile nun im Hauptbedienfeld.

Stürzende Linien in Lightroom CC für iOS korrigieren

Die mobile Lightroom-Version für iPhone und iPad erhält mit dem Frühjahrs-Update ebenfalls frische Funktionen nachgeschoben. Die wichtigste ist die Geometrie-Korrektur, die Desktop-Nutzer von Lightroom bereits sehr zu schätzen wissen. Insbesondere bei Aufnahmen mit Weitwinkel-Objektiven, wie sie bei Smartphones typisch sind, kommt es zu Verzeichnungen. Linien, die gerade sein sollten, wirken dann schief oder gekrümmt. Mit den automatischen Vorgaben und Reglern im Geometrie-Bereich könnt ihr diese fehlerhaften Abbildungen korrigieren. Vor allem bei Aufnahmen von Gebäuden wertet das die Bilder enorm auf. Mobile Lightroom-Nutzer mussten dafür bisher zusätzliche Apps wie SKRWT verwenden. Nun ist der Switch zwischen Programmfenstern nicht mehr nötig.

Lightroom CC für iOS Geometrie-Korrektur
Sehr hilfreiche Funktion, um stürzende Linien zu korrigieren: Der neue Geometrie-Bereich in Lightroom CC für iPhone und iPad. Image by Adobe

Außerdem können linkshändige iPad-Nutzer die Bearbeitungsleiste auf die von ihnen bevorzugte Seite einblenden. Ferner hat Adobe das Lightroom-Layout für den Bildschirm des iPhone X optimiert.

Das Update für die iOS-Version installiert ihr über den Apple App Store, die Desktop-Varianten lassen sich über die Creative-Cloud-Anwendung aktualisieren. Alle Details zu den Foto-Updates listet Adobe in diesem Blog-Post auf.

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Images by Adobe

Berti Kolbow-Lehradt

Berti ist ein pragmatischer Tech-Nerd, der gern Dinge testet, die das Leben komfortabler gestalten und vor allem Spaß bereiten. Er liebt smarte Unterhaltungstechnik sowie digitale Fotografie – und gibt gern Ratschläge dazu. Daher auch der Spitzname „RatgeBerti“. Wäre er nicht Technik-Journalist geworden, dann in einem anderen Leben vielleicht Superheld mit Technik-Overkill (Batman?) oder menschlicher Side-Kick bei den Transformers.

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