Fripito: Nützliche Fotoguide-App für iPhone und iPad im Check

Fripito ist eine Reiseführer-App für Hobby-Fotografen, die weltweit sehenswerte Spots anzeigt und eine Hilfestellung für gute Fotos bietet. Die einzelnen kostenpflichtigen Guides werden von Foto-Profis erstellt, die sich als Reiseführer bei Fripito bewerben können. In unserem Praxistest fanden sich in den einzelnen Städteführern oft bis zu 50 Sehenswürdigkeiten wieder, die von den Autoren teilweise mit wissenswerten Infos und idealen Kamera-Einstellungen bestückt wurden. Über eine Karten-Ansicht lotst die Fotoguide-App die Reisenden zu den einzelnen Orten, die der Reiseführer als besonders sehenswert für Fotografen eingestuft hat.

Reiseführer ab drei Euro

Der Download der Universal-App für iPhone und iPad selbst ist kostenlos, die Inhalte werden dann per In-App-Kauf freigeschaltet Beim ersten Start der App soll der Nutzer ein Konto erstellen, um auf die Inhalte innerhalb von Fripito zugreifen zu können. Daraufhin kann ein Abonnement ausgewählt werden: Ein Monat Vollzugriff kostet knapp zehn Euro. Für 24 Euro kann der Premium-Zugang gleich drei Monate genutzt werden. Wer nur ein bestimmtes Reiseziel im Auge hat, kann dieses bei Verfügbarkeit für einmalig drei Euro erwerben. Ein Abo lohnt sich erst dann, wenn eine längere Reise in verschiedene Städte ansteht.

Weltweite Foto-Touren entdecken

fripito-screenshot-applepiloten2Die einzelnen Reiseführer sind in der App in bestimmte Kategorien eingeordnet. Das bietet den Reisenden einen schnellen Überblick. So erscheinen die Guides mit kleinen Vermerken wie „Populär“, „Neu“, „Bestseller“ oder „Tipp der Woche“. Für manche Führungen existieren außerdem Rabatte. Diese sind mit dem entsprechenden Rabatt-Wert gekennzeichnet.

Eine weitere Möglichkeit, die Reiseführer zu filtern, ist die Ansicht der Weltkarte innerhalb der App. Ein Klick auf die Karte zeigt alle vorhandenen Guides weltweit an, so lassen sich zahlreiche Führungen für bestimmte Länder oder Städte sehr schnell anzeigen. Ein Tipp auf die Stecknadeln zeigt den genauen Ort und den Autor der Führung an.

Im Praxistest fanden sich viele sehenswerte Orte weltweit wieder. Für europäische Länder stehen beispielsweise Führungen in Paris, London, Rotterdam und Tschechien zur Verfügung. Guides in Deutschland waren in unserem Test noch nicht eingetragen. Das kann sich jedoch ändern, sobald sich ein Reiseführer für deutsche Foto-Spots anmeldet.

Texte sind gut zu lesen, die Menüs eher nicht

Gewöhnungsbedürftig ist die schlechte App-Übersetzung ins Deutsche. Wer sich mit einwandfreier Sprache durch die App navigieren will, kann in den App-Einstellungen auf Englisch umstellen. Anders sieht es bei den einzelnen Reiseführern aus. Diese sind oft auf mehreren Sprachen erhältlich und wurden von den einzelnen Autoren selbst geschrieben. Das Resultat sind gut zu lesende Beschreibungen.

Das bietet die Fotoguide-App

fripito-screenshot-applepilotenDie Reiseführer bestehen immer aus mehreren Fotos, die besonders schöne Spots in den einzelnen Städten oder Regionen zeigen. Auf einer Karte werden die Bilder zudem mit Stecknadeln angezeigt. So können sich Foto-Begeisterte direkt zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten navigieren lassen.

Die Reiseführer in Fripito zeigen nicht nur tolle Motive in Städten, sondern bieten viele Hintergrundinformationen zu den Sehenswürdigkeiten und Insider-Tipps für Restaurants oder lokale Besonderheiten. Hier finden sich mal mehr und mal weniger Hintergrund-Infos zu den Städten und Foto-Spots wieder, da die Autoren selbst entscheiden können, wie viel Text und wie viel Bild sie in ihrem Guide verarbeiten.

Gute Tipps zu Kamera-Einstellungen

fripito-screenshot-applepiloten3Besonders positiv fällt auf, dass die Reiseführer die einzelnen Kamera-Einstellungen und die verwendete Kamera in den Bildinformationen eingetragen haben. So lässt sich auf den ersten Blick erkennen, in welchem Betriebsmodus die Kamera bei der Aufnahme verwendet wurde.

Weitere Informationen über die Belichtungskorrektur, Verschlusszeit, den Blendenwert und die Brennweite können in der Fotoinformation eingesehen werden. Jedes Foto ist zudem mit Datum und Uhrzeit versehen, sodass der Leser Rückschlüsse auf den Sonnenstand schließen kann, den ihn während seine Reise erwarten dürfte.

Als Autor bei Fripito bewerben

Wer als Fotograf selbst zum Autor werden und einen Guide für Fripito verfassen möchte, kontaktiert das Team direkt über die App unter „Profil“ / „Ich will Autor sein“. Überzeugen Bewerber mit Arbeitsproben, schickt ihnen Fripito alle nötigen Anweisungen und Templates zur Erstellung des Guides zu. Nach der Freischaltung erscheint der Guide in der Fripito-App. Der Autor erhält von jedem Kauf seiner Tour einen prozentualen Anteil der Einnahmen. Die Höhe ist vermutlich Verhandlungssache. Auf der eigenen Webseite nennt Fripito keine Details dazu.

Fazit

Die App Fripito ist ein echter Geheimtipp für Hobby-Fotografen, die nicht zu viel Zeit mit dem Entdecken von sehenswerten Spots aufwenden möchten. Im Praxistest überzeugt Fripito mit hochwertigen Bildern und sehr guten Hilfestellungen, wie die einzelnen Motive am besten aufgenommen werden können.

Die einzelnen Guides beinhalten beeindruckende Bilder, die richtig Lust auf einen Besuch des Motivs machen und gleichzeitig dazu ermutigen, eigene eindrucksvolle Bilder zu realisieren. Für drei Euro pro Guide erhalten die Reisenden sehr gute Geheimtipps und Anweisungen für das perfekte Foto an die Hand. Für das Geld erhalten die Käufer mindestens 50 Spots mit Foto und den passenden Kamera-Einstellungen. Sehr schön sind die ergänzenden Infos über die Stadt oder die Sehenswürdigkeit.

In diesem Video erklärt Fripito-Gründer Jan Brezina, warum er die Idee für diese App hatte und was sie bietet.


Screenshots: Fripito; Julia Froolyks


 

Julia Froolyks

Technikjournalistin und leidenschaftlicher Fan von Marktneuheiten. Hat vieles ausprobiert, ist aber am Ende immer wieder bei Apple-Produkten gelandet - damit können Medienschaffende einfach am besten arbeiten. Neben Mobilfunk und Smartphones hegt sie eine innige Beziehungen zu Datenschutz und Cyber Security.

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