Apple iCloud voll: Mit diesen Tipps schafft ihr wieder Platz

Standardgemäß habt ihr in eurer Apple iCloud 5 GB Speicherplatz kostenlos zur Verfügung. Apple ist hier nur auf den ersten Blick großzügig, denn besonders mit der Einführung von iCloud Drive mussten Nutzer von iPad, iPhone und Mac feststellen, dass 5 GB iCloud-Speicher lange nicht ausreichen. Ich gebe euch Tipps, wie ihr eure volle iCloud aufräumen könnt, richtig viel Speicherplatz gewinnt und welche Abo-Möglichkeiten Apple bietet, sollte nach dem Ausmisten die iCloud voll bleiben.

iCloud voll – Erst mal einen Überblick verschaffen

In Apples iCloud können nahezu alle Daten gesichert werden, die sich auf dem Mac, dem iPhone oder iPad und iPod Touch befinden. Hier kann man schon mal leicht den Überblick verlieren, welche Dateien wirklich gesichert werden und warum die iCloud voll ist. Um zu überprüfen, welche Apps auf eurem Mac Dateien in die iCloud legen, müsst ihr auf dem iMac oder MacBook die Systemeinstellungen öffnen. Hier befindet sich das iCloud-Menü, wo ihr detailliert sehen könnt, welche Dateien sich in der iCloud befinden.

Welche Dateien vom Mac in der iCloud gesichert werden, könnt ihr hier mit einem Klick bestimmten. Diese Möglichkeiten habt ihr:

  • iCloud Drive
  • Fotos
  • Mail
  • Kontakte
  • Kalender
  • Erinnerungen
  • Safari
  • Notizen
  • Schlüsselbund
  • Zugang zu meinem Mac
  • Meinen Mac suchen

Die beiden Reiter iCloud Drive und Fotos zeigen euch mit einem Klick auf den „Optionen“-Button noch mehr Möglichkeiten. Bei iCloud Drive könnt ihr zudem detailliert bestimmen, welche Apps die Dokumente über iCloud Drive auf all euren anderen Apple-Geräten verfügbar machen.

Fotos und Dokumente machen die iCloud voll

Die Ordner „Schreibtisch“ und „Dokumente“ nehmen hier besonders viel iCloud-Speicherplatz ein. Aber auch iMovie, QuickTime Player und Mail rauben euch hier wertvollen Speicherplatz in der Cloud. Wenn ihr nicht mit allen Geräten auf eure iMovie-Projekte oder Quick-Time-Videos zugreifen müsst, könnt ihr die Kategorien getrost abwählen. Entsprechend weniger voll ist die iCloud.

Auch der zweite Reiter Fotos bietet innerhalb der Mac-iCloud-Einstellungen ein weiterführendes Menü an. Dort reinzuschauen lohnt sich, denn oft ist die iCloud voll, weil Fotos vom iPhone, iPad oder iPod in der iCloud-Fotomediathek landen. Hier kommen schon mal mehrere GB an Daten zusammen.

Wenn ihr viel mit euren mobilen Apple-Geräten fotografiert, lohnt es sich, die Fotos regelmäßig lokal auf eurem Computer zu sichern, ansonsten ist sehr schnell die iCloud voll. Klickt ihr in den iCloud-Einstellungen auf dem Mac auf „Fotos“ könnt ihr hier auswählen, ob Bilder in der iCloud-Fotomediathek gesichert werden sollen oder ob „Mein Fotostream“ aktiv ist. Den Unterschied zwischen Apples Fotomediathek und Fotostream erkläre ich euch ausführlich im Vergleichsartikel.

Backups löschen und richtig einstellen

Habt ihr euch auf dem Mac einen Überblick verschafft, welche Daten sich im iCloud-Speicher befinden, klickt ihr im Übersichtsfenster unten auf den „Verwalten“-Button. Anschließend wird euch detailliert aufgelistet, welche Dateien von allen anderen Geräten in die iCloud geschoben werden. Hier findet ihr genau heraus, warum eure iCloud voll ist. Was ganz oben steht, nimmt den meisten iCloud-Speicher ein. In meinem Fall sind das Backups von vier Apple-Geräten. Die Sicherungen nehmen in meinem Fall knapp 40 GB Speicher in Anspruch. Gleich darauf folgt iCloud Drive mit 22 GB und meine Foto-Mediathek mit 8 GB.

iCloud voll - Speicher aufräumen leicht gemacht
Screenshot by Julia Froolyks

Ihr könnt besonders mit einer anderen Speicherverwaltung eurer Backups richtig viel iCloud-Speicher frei machen. Löscht ältere Backups und legt in den iCloud-Backup-Einstellungen eures iPhones, iPads und iPod Touch fest, welche Daten ihr überhaupt innerhalb des Backups sichern wollt. Zudem könnt ihr euch auch dazu entscheiden, nach Oldschool-Manier Backups über iTunes an eurem Computer zu erstellen. So bleibt der iCloud-Speicherplatz von riesigen Datensicherungen gänzlich unberührt. Denkt dann nur daran, dass ihr mindestens einmal im Monat das Backup manuell am Computer durchführt.

iCloud Drive: iCloud voll

iCloud Drive ist ein weiterer Speicherfresser. So sehr mich diese Möglichkeit nach der Vorstellung begeistert hat, so schnell musste ich feststellen, dass Apple hier nicht ganz uneigennützig gehandelt hat. Ich kann mir vorstellen, dass die Anzahl der iCloud-Speicher-Abos einige Wochen nach Rollout von iCloud Drive in die Höhe geschossen ist. Auch ich habe mein Speicher-Abo in iCloud von 50 GB auf 200 GB erweitert. iCloud Drive ist einfach richtig praktisch, da ich auf all meinen Geräten auf meine wichtigsten Dokumente zugreifen kann.

Mittlerweile habe ich mich dazu entschieden in den iCloud-Drive-Optionen (Mac: Systemeinstellungen – iCloud – iCloud Drive – „Optionen“) sämtliche Programme zu deaktivieren und nur die Ordner „Dokumente und Schreibtisch“ zu synchronisieren. Das müsst ihr ganz individuell nach euren Bedürfnissen entscheiden.

Bis zu 2 TB im iCloud-Abo

Habt ihr auf all euren Apple-Geräten eure iCloud begutachtet und unwichtige Daten aus der Cloud entfernt, werdet ihr sehen, dass viel Speicher frei geworden ist. Wenn euch das immer noch nicht reicht, bietet Apple unterschiedliche iCloud-Upgrades an, wenn auch danach noch die iCloud voll ist:

  • 50 GB für 99 Cent pro Monat
  • 200 GB für 2,99 Euro pro Monat
  • 2 TB für 9,99 Euro pro Monat

Ich persönlich habe mich mittlerweile für das 200-GB-Abo entschieden. Damit komme ich auf vier Geräten sehr gut aus, trotz aktivierter Foto-Mediathek, Backups aller Geräte und iCloud Drive. Möchtet ihr euch für eine andere Cloud-Lösung zum Sichern eurer Daten entscheiden, haben wir euch Alternativen zur iCloud aufgelistet.


Image (adapted) by FirmBee / Pixabay (CC0 Creative Commons); Screenshots by Julia Froolyks


Julia Froolyks

Technikjournalistin und leidenschaftlicher Fan von Marktneuheiten. Hat vieles ausprobiert, ist aber am Ende immer wieder bei Apple-Produkten gelandet - damit können Medienschaffende einfach am besten arbeiten. Neben Mobilfunk und Smartphones hegt sie eine innige Beziehungen zu Datenschutz und Cyber Security.

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