iPhone-Streit: Tim Cook sucht das Gespräch mit Barack Obama

Die Kraftprobe zwischen Apple und den US-Behörden geht weiter. Apple-CEO Tim Cook will sich nun sogar an US-Präsident Barack Obama wenden.

Bezüglich der Auseinandersetzung mit der amerikanischen Regierung, möchte Apple-CEO Tim Cook nun mit Präsident Barack Obama höchst persönlich über die Entsperrung von iPhones sprechen. In einem 30-minütigen Interview mit dem TV-Sender ABC, betonte Cook, dass es nicht um das eine Telefon ginge sondern um die Zukunft.“ Außerdem verglich er die Software-Lösung die das FBI forderte als ein „Software-Äquivalent zu Krebs“. Laut Medienberichten zufolge, arbeitet Apple währenddessen daran, das Aufknacken seiner Geräte und Systeme noch weiter zu erschweren.

Tim Cook gibt außerdem zu bedenken, dass wenn ein Gericht eine solche Forderung verlangen kann, was in Zukunft noch verlangt werden könnte, beispielsweise ein Betriebssystem für Überwachung oder die Möglichkeit die Kamera einzuschalten. Außerdem könnten neben Apple noch andere Anbieter betroffen sein. „Wir wissen nicht, wo das endet“, so Cook.

Ein Punkt der Apple übel aufstößt ist der, dass die rechtliche Grundlage für die Anweisung ein Gesetz aus dem 18. Jahrhundert ist, welches die Befugnis erteilt, alle Maßnahmen anzuordnen die nötig sind. Laut Cook bestehe die Chance wenn es einen solche Präzedenzfall gebe, dass ihn Gerichte eventuell auch auf Scheidungs- oder Steuerfälle anwenden. Er warnt vor einem “Trampeln auf Bürgerrechten.“

Nach eigenen Aussagen sei der Konzern jedenfalls bereit, den Fall bis hin zum Obersten Gericht der USA durchzufechten.

Teaser & Image „Apple Store – Scottsdale Road“ (adapted) by Dru Bloomfield (CC BY 2.0)

Patrick Kiurina

Patrick Kiurina war 2015 bis Ende 2016 für die Netzpiloten aktiv und studierte vorher Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien. Neben Technik interessiert er sich gleichermaßen auch für Sport und Musik.

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