iPhone-Vergleich: Das sind die Unterschiede zwischen dem iPhone X, iPhone 8 und 8 Plus

Gleich drei neue iPhone-Modelle wurden im Rahmen der Keynote 2017 im Steve Jobs Theatre von Apple präsentiert. Dabei unterscheidet sich das Premium-Modell iPhone X deutlich von den beiden iPhone-8-Modellen. Um Licht ins Dunkel zu bringen, präsentiere ich euch die großen und kleinen Unterscheide zwischen den drei neuen Smartphones im iPhone-Vergleich.

Größte Unterschiede bei Display-Design und Auflösung

Optisch könnte das neue iPhone-Portfolio nicht unterschiedlicher sein. Denn das iPhone X verfügt über ein großes Fullscreen-Display, das beinahe die gesamte Front des Jubiläums-Modells einnimmt. Apple nennt den Bildschirm Super-Retina-HD-Display. Dabei handelt es sich um ein 5,8 Zoll großes OLED-Multitouch-Display, das bei einer Pixeldichte von 458 ppi auf eine Auflösung von 1.125 x 2.436 Pixeln kommt.

Zum Vergleich: Das iPhone 8 bietet hier einen deutlich kleineren 4,7-Zoll-Retina-HD-Bildschirm mit einer Auflösung von 750 x 1.334 bei einer Pixeldichte von 326 ppi. Das größere iPhone 8 Plus kommt, wie sein Vorgänger, mit einem 5,5-Zoll-Retina-HD-Display, das mit 1.080 x 1.920 Pixeln auflöst und eine Pixeldichte von 401 ppi bietet.

Unterschiedlicher Material-Mix aus Glas und Metall

Designtechnisch unterscheidet sich das iPhone X außerdem bei den verbauten Materialen von der neuen 8-er-Reihe. So erhält das iPhone X einen Rahmen aus Edelstahl, während das iPhone 8 und 8 Plus von Aluminium eingefasst werden. Allen drei Modellen gemein ist eine Deckschicht aus Glas auf der Front- und Rückseite. Nähere Details zum verwendeten Display-Glas gibt Apple bislang nicht bekannt. Es soll sich allerdings um das „robusteste Glas, das je in einem Smartphone verwendet wurde“, handeln.

iPhone-Vergleich: Drei unterschiedliche Kameras

Dreht man die drei neuen iPhone-Modelle um, fallen drei unterschiedlich designte Kameras ins Auge. Während das iPhone X und das iPhone 8 Plus mit einer Dual-Kamera ausgestattet sind, verzichtet Apple beim iPhone 8 auf zwei Objektive. Hier kommt eine einfache 12-Megapixel-Kamera zum Einsatz. Während das iPhone 8 Plus eine horizontal ausgerichtete Dual-Kamera mit 12-Megapixel-Auflösung bietet, hat Apple beim Premium-Modell iPhone X die Kamera um 180 Grad gekippt.

Beide Dual-Kameras bieten gleichermaßen eine 12-Megapixel-Auflösung, sind jedoch unterschiedlich lichtstark. Das Teleobjektiv des iPhone X bietet mit einem Wert von f/2.4 eine marginal bessere Blende als das Teleobjektiv im iPhone 8 Plus mit f/2.8-Blende. Das Weitwinkelobjektiv bietet im iPhone X sowie im iPhone 8 Plus eine f/1.8-Blende.

Zudem verfügen die Hauptkameras des iPhone X und das 8 Plus über einen zusätzlichen Software-Effekt, der beim iPhone 8 fehlt. Dabei handelt es sich um den sogenannten Porträtlicht-Effekt. Er ermöglicht nachträglich, das Gesicht der porträtierten Person in verschiedenen Lichtsettings zu positionieren, sodass die Gesichtszüge anders betont werden.

iPhone-Vergleich
Image by Apple

Im Gegensatz zu seinen großen Geschwistern, kommt das iPhone 8 gänzlich ohne diese hübsche Spielerei aus, da für diesen Effekt eine Dual-Kamera nötig ist. Während das iPhone 8 darüber hinaus nur über einen 5-fach-Digitalzoom verfügt, wurden dem iPhone X und iPhone 8 Plus ein optischer Zoom sowie ein bis zu 10-facher-Digitalzoom spendiert, wie der iPhone-Vergleich zeigt.

iPhone X mit Bokeh-Effekt in der Selfie-Kamera

An der Front der drei Geräte wird es nicht nur aufgrund der Display-Unterschiede interessant. Apple hat dem neuen iPhone X eine komplett überarbeitete Selfie-Kamera spendiert, die Apple TrueDepth-, und nicht mehr FaceTime-HD-Kamera nennt. Der feine Unterschied befindet sich auf den ersten Blick nicht in den technischen Daten. Denn der direkte iPhone-Verlgeich zeigt, dass alle Modelle eine 7-Megapixel-Auflösung, eine f/2.2-Blende sowie einen Retinablitz (Display-Blitz beim Auslösen) an Bord haben. Auch die Videoaufnahmen der drei Frontkameras ermöglichen einheitlich eine Auflösung von 1.080p, also das Aufnehmen von Videos in HD-Qualität.

Allerdings wird die neue TrueDepth-Kamera erst durch die zahlreichen neuen Sensoren, die Apple für seine neue Entsperrmethode Face ID entwickelt hat, richtig spannend. Die Sensoren ermöglichen nun auch einen frontseitigen Bokeh-Modus beim iPhone X. Sogar die Beta des Porträtlicht-Modus‘ ist beim iPhone X vorn verfügbar. Da die Sensoren das Gesicht des Nutzers ausführlich analysieren, lassen sich mit der TrueDepth-Kamera zudem die neuen Animojis über iMessage versenden.

Da beim iPhone X kein Home-Button mehr verbaut wurde, und Apple sich augenscheinlich gegen einen rückseitigen Fingerabdrucksensor entschieden hat, wurde das iPhone X mit einer neuen biometrischen Entsperrmethode ausgestattet: Face ID. Während das iPhone 8 und iPhone 8 Plus per Fingerabdrucksensor entsperrt werden können, will das iPhone X das Gesicht des Besitzers erkennen können. Beeindruckend ist hier, dass auch das nachträgliche Tragen einer Brille oder das Wachsen eines Bartes nicht hinderlich für Face ID ist. Dennoch soll Face ID um ein vielfaches sicherer sein, als Apples Touch ID im iPhone 8 und 8 Plus.

iPhone-Vergleich
Image by Apple

Neue Power dank A11 Bionic Chip

Leistungstechnisch unterscheiden sich das iPhone X, iPhone 8 und 8 Plus nicht wesentlich voneinander. Alle drei Modelle werden mit dem nagelneuen Apple A11-Bionic-Prozessor mit 64-Bit-Architektur ausgeliefert. Ihm zur Seite steht ein M11-Motion-Coprozessor, der hier vor allem für das neue AR-Vergnügen sorgen soll. Alle drei Geräte sind nach IP67-Standard gegen Staub und Spritzwasser geschützt und nur noch in zwei unterschiedlichen Speichervarianten verfügbar. Ein markanter Unterschied im iPhone-Vergleich findet sich jedoch noch in den Preisen:

iPhone X

  • 64 GB: 1.149 Euro
  • 256 GB: 1.319 Euro

iPhone 8

  • 64 GB 799 Euro
  • 256 GB 969 Euro

iPhone 8 Plus

  • 64 GB 909 Euro
  • 256 GB 1.079 Euro

iPhone-Vergleich Fazit: Apple-Jünger werden das iPhone X wohl kaufen

Das Jubiläums-iPhone mit der römischen Ziffer für Zehn ist das erste völlig überholte Apple-Smartphone, seit der legendären Präsentation des ersten iPhones im Jahr 2007. Diese Revolution lässt sich Apple einiges kosten, was nicht nur Apple-Gegner bitter aufstoßen lässt. Auch iPhone-Besitzer werden sich zweimal überlegen, ob ein Smartphone mit 64 GB Speicher und ohne Möglichkeit der Speicherweiterung weit über 1.000 Euro wert ist. Bei eingefleischten Apple-Fans dürfte die Neugier auf die neuen Features überwiegen, sodass sie dennoch zuschlagen.

Für alle anderen ist das iPhone 8 beziehungsweise 8 Plus meiner Meinung nach eine deutlich empfehlenswertere Alternative. Die Modelle haben zwar kein Fullscreen-Display, dafür aber auch den neuen A11-Bionic-Chip und im Plus-Modell auch den neuen Porträtlicht-Modus. Die biometrische Entsperrmethode FaceID wird wohl, trotz Apples akribischer Arbeit daran, nicht wirklich ausschlaggebend für eine Kaufentscheidung sein. Schließlich hat Apple hier nicht das Rad neu erfunden.


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Julia Froolyks

Technikjournalistin und leidenschaftlicher Fan von Marktneuheiten. Hat vieles ausprobiert, ist aber am Ende immer wieder bei Apple-Produkten gelandet. Neben neuen Gadgets testet sie gerne Smartwatches und Kopfhörer.

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