Kontaktfreudig: Mit der tragbaren Dockingstation DoBox sollen iPhone, iPad und MacBook überall schnell Anschluss finden

Man kann vieles an Apple-Geräten mögen. Die Kontaktfreudigkeit gehört nicht dazu. Mobile Apple-Hardware mit Peripherie-Geräten zu verbinden ist oft nicht komfortabel. Wer möchte schon immer einen Adapter mitnehmen, um einen Kartenleser ans iPad oder ein LAN-Kabel ans neue MacBook anzuschließen. Abhilfe schaffen will das Kickstarter-Projekt namens DoBox – eine Mischung aus Docking-Station, Router, Media-Receiver und Akku-Pack für iOS und OS X. Passend zum Look vieler Apple-Devices umfasst den aktuellen Prototyp der DoBox ein Aluminium-Gehäuse, das wie eine Mischung aus Apple TV und Apple Time Capsule aussieht.

Wenn die Kickstarter-Kampagne am 30. April 2016 endet, wollen die Entwickler genug Geld gesammelt haben, um einen wahrhaftigen Tausendsassa zu produzieren. Das Ziel: Nutzer von iPhone und iPad sollen so flexibel arbeiten können, wie es sonst nur mit einem MacBook Pro möglich ist.

Tausendsassa: Das soll die DoBox können
DoBox Ports(Image by Berti Kolbow-Lehradt)

Kommen 60.000 US-Dollar zusammen, wird die Basis-Variante realisiert. Sie kann bereits einiges. Integriertes WiFi dient dazu, die DoBox mit dem iDevice zu verbinden und per Router-Funktion andere Geräte mit Internet zu versorgen. An zwei USB-Steckplätzen lassen sich Speicher-Sticks, Festplatten oder Drucker verbinden. Ein LAN-Anschluss nimmt Kontakt zum lokalen Netzwerk auf. MicroSD-Karten akzeptiert die DoBox über einen entsprechenden Slot.

Der interne Speicher in nicht genannter Größe kann unterwegs als Backup für Fotos, Filme und andere Dateien dienen. Per HDMI überträgt die DoBox Signale an ein TV-Gerät oder einen Beamer. Da die DoBox AirPlay für Audio und Video unterstützt, kann sie einen Apple TV als Streaming-Empfänger ersetzen. Geht mal einem iPhone oder iPad der Saft aus, dient die DoBox zudem als Akku-Pack. Die geplante Ladekapazität wird allerdings nicht genannt.

Sind Kickstarter-Teilnehmer bereit, zusammen bis zu 500.000 US-Dollar in das Produkt zu investieren, soll die DoBox um diverse Extras erweitert werden: darunter Bluetooth, Remote-Steuerung, größerer Speicher mit 64 GB und ein induktives Lademodul, das den Akku der Apple Watch mit neuer Energie versorgt. Angesichts des Kampagnenstands kurz vor Schluss, scheinen diese Pläne unrealistisch.

Gesteuert wird die DoBox per App. Auf diesem Wege sollen auch neue Anwendungen auf der DoBox selbst installiert werden können.

Für nur 149 US-Dollar? Haben wollen!
DoBox Connectivity (Image by Berti Kolbow-Lehradt)

Die Spendenbeträge starten mit 5 US-Dollar. Ab 149 US-Dollar erhält der Spender eine DoBox in einer von drei Farben frei Haus. Ist jemand bereit 2.999 US-Dollar hinzublättern, erhält er sogar eine Limited Edition mit 24-karätiger Vergoldung. Da die Preise in GBP berechnet werden, kann sich durch Wechselkursschwankungen der tatsächliche Endbetrag ändern. Geliefert wird frühestens im März 2017.

Ich finde, die DoBox klingt nach einem super-praktischen Device, dass viele andere Geräte auf einen Streich ersetzen und mein Reisegepäck deutlich verschlanken kann. Aktuell haben die Entwickler ihr Mindestziel noch nicht erreicht, viel fehlt aber nicht mehr. Ich hoffe sehr, dass die DoBox Realität wird. Die Funktionsvielfalt klingt derart verlockend, dass die Dockingstation das Zeug zum Traum-Accessoire hat. Ob diese „eierlegende Wollmilchsau“ dann auch tatsächlich in jeder Teilfunktion überzeugen kann und sich softwareseitig intuitiv bedienen lässt, muss ein Praxistest zeigen.

Berti Kolbow-Lehradt

Berti ist ein pragmatischer Tech-Nerd, der gern Dinge testet, die das Leben komfortabler gestalten und vor allem Spaß bereiten. Er liebt smarte Unterhaltungstechnik sowie digitale Fotografie – und gibt gern Ratschläge dazu. Daher auch der Spitzname „RatgeBerti“. Wäre er nicht Technik-Journalist geworden, dann in einem anderen Leben vielleicht Superheld mit Technik-Overkill (Batman?) oder menschlicher Side-Kick bei den Transformers.

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