Test: Daten retten mit Stellar Phoenix Mac Data Recovery Professional 8

Die neue Version des Datenrettungstools Stellar Phoenix Mac Data Recovery Professional 8 ist mit macOS High Sierra kompatibel und rettet laut Hersteller bis zu doppelt so viele Dateien wie die Vorversion – und das um ein Drittel schneller als bisher. Ich habe mir die neue Version, die hierzulande von Avanquest vertrieben wird, einmal genauer angeschaut.

Daten retten wie die Profis

Das Geschäft mit Datenverlusten floriert offenbar. Das Angebot an Datenrettungssoftware scheint jedenfalls schier unendlich und nicht immer machen die Hersteller dabei einen so seriösen Eindruck wie der international aufgestellte Softwareanbieter Stellar Data Recovery. Das Unternehmen aus Indien ist seit Anfang der 1990er Jahre auf Datenwiederherstellung, Datenlöschung und Datenmigration spezialisiert und hat gerade eine neue Version seiner Flaggschiff-Software auf den Markt gebracht.

Stellar Phoenix Mac Data Recovery Professional 8 stellt gelöschte Daten von iMac, MacBook Pro, MacBook Air, Mac Mini und Mac Pro wieder her. Normalerweise lassen sich mit der Software Daten von Festplatten mit fehlerhaften Sektoren wiederherstellen. Die neue Version kann zudem gelöschte Volumen durchsuchen und dann Daten von diesen Volumen wiederherstellen.

Spannende Datenschatzsuche

Für den kleinen Test habe ich also einfach einen fast leeren, recht alten USB-Stick im MS-DOS-Dateisystem (FAT32) benutzt, den mir eine frühere Kollegin vermacht hat. Datenwiederherstellung von USB Flash Drives soll angeblich schwieriger sein, als die Wiederherstellung von der internen Festplatte. Trotz dieser erschwerten Bedingungen konnte mich die Software aber von ihren Fähigkeiten überzeugen und überraschende Ergebnisse liefern.

Dank der neuen Bedienoberfläche erwies sich der gesamte Wiederherstellungs-Vorgang darüber hinaus als wirklich simple. Zunächst lässt sich auswählen, ob man alle Dateien wieder herstellen möchte oder nur ein bestimmtes Format. Anschließend wählt man eines der verschiedenen Volumen aus, das die Software scannen soll. Der einfache Suchlauf dauert nur ein paar Minuten.

Wer sicher gehen möchte oder im ersten Anlauf die vermissten Daten nicht wiederfindet, kann einen sogenannten Deep-Scan starten. Hierbei tauchen gegebenenfalls noch weitere Dateien auf. Ich war durchaus überrascht, wie viele Dateien die Software auf dem USB-Stick findet, die dort lange vor meiner Zeit einmal abgelegt und inzwischen längst gelöscht waren.

Aus der Liste der gefundenen Dateien ließen sich nun einzelne Dateien gezielt auswählen und an einem zugewiesenen Speicherort wiederherstellen. Dabei leistete die Software in einigen Bereichen einwandfreie Arbeit, etwa was .docs .pdf, .jpg, oder .mp3 anging. Mit .pptx-Dateien konnte ich zwar keine so guten, bei .raw-Daten dafür wiederum sehr gute Ergebnisse erzielen, was eindeutig für die Software spricht. Zudem ließen sich die Scan-Informationen speichern und zum späteren Wiederherstellen von Daten verwenden.

Test-Fazit: Stellar Phoenix Mac Data Recovery

Alles in Allem leistet die Stellar Phoenix Mac Data Recovery Professional also sehr gute Arbeit. Die Anwendung ist zwar mit einem einmaligen Preis von 99 Euro nicht gerade ein Schnäppchen. Aber alle anderen Anbieter lassen sich die Datenrettung ebenfalls teuer bezahlen. Insofern lohnt sich die Investition, gerade wenn es um wirklich wertvolle Daten geht.

Die Stellar Phoenix Mac Datenrettung Professional ist außerdem als Try-Before-Buy-Software erhältlich. Mit dieser kostenlose Version könnt ihr im Fall der Fälle den Scanvorgang starten und euch einen Eindruck von allen wiederherstellbaren Dateien machen. Ob die Ergebnisse dann auch den Hoffnungen entsprechen, entscheidet sich wohl erst in einer echten Notsituation.

Generell gilt aber: So gut die Datenrettung mitunter auch funktioniert, solltet ihr euch nicht darauf verlassen. Stattdessen solltet ihr eine sinnvolle Backup-Strategie für euren Mac aufbauen, damit ihr im Bedarfsfall bzw. wenn ihr euren Mac neu einrichtet Daten gar nicht erst aufwendig retten müsst.

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Images by Lena Simonis; Avanquest

Lena Simonis

ist Fachjournalistin für Interactive Design, Technologie, eCommerce, digitale Wirtschaft und Bildung. Lebt seit 2003 in Hamburg und arbeitete dort unter anderem als Redakteurin für einen Kulturverein, verschiedene Fachverlage, Agenturen und Start-Ups.

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