Moshi VersaCover im Test: Vielseitige Hülle für‘s iPad Pro

Wir haben in den vergangenen Wochen bereits das eine oder andere Keyboard-Cover für das iPad Pro getestet. Sie machten eine gute Figur, hatten allerdings einen großen Nachteil: Das Tablet wurde dadurch dicker und damit deutlich schwerer. Wer auf die Tastatur verzichten kann, sollte deshalb einen Blick auf die verfügbaren Hüllen werfen. Ich habe mit dem Moshi VersaCover eine gelungene Alternative zum originalen Cover gefunden. Doch wie schlägt sich das Zubehörteil im Alltagstest?

Passgenaue Hülle aus Kunststoff-Materialmix

Moshi ist für seine Smartphone-Hüllen mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt. Und auch das Moshi VersaCover für das iPad Pro 10.5 bietet Qualität und Vielseitigkeit für einen fairen Kurs. Das passgenaue, 183 Gramm schwere Case besteht aus einem Materialmix aus Silikon und Polycarbonat und schützt vor Stößen. Damit das Display frei von Kratzern bleibt, spendiert der Hersteller ein multifunktionales Cover. Zum einen hält es das Retina-Panel durch eine Mikrofaserunterseite sauber, zum anderen ermöglicht es verschiedene Aufstellmöglichkeiten. Dazu aber gleich mehr.

Moshi VersaCover für iPad Pro 10.5
Die Perforierungen des Moshi VersaCover verursachen unschöne Streifen. Image by Jonas Haller

Durch die perforierte Fronthülle bilden sich allerdings schon nach kurzer Zeit unschöne Streifen auf dem Display. Hervorgerufen wird das Ganze durch die ungünstige Kombination aus Fingerabdrücken und Reibung. Denn während ein Teil des Touch-Panels gesäubert wird, bleiben die freien Stellen verschmiert. Das nervt noch mehr als ein komplett mit Fingerabdrücken übersätes iPad Pro. Apropos verschmiert: Leider fehlt eine Aufnahme zum Transport des Apple Pencil. Er muss separat in der Tasche verstaut werden.

Cover lässt das iPad Pro Männchen machen

Den wohl größten Mehrwert des Moshi VersaCover stellt die Frontabdeckung mit X-Perforierung dar. Mit ihrer Hilfe lässt sich das Apple-Tablet in verschiedene Standpositionen bringen. Dafür ist allerdings erst etwas Übung nötig – vor allem für Menschen, die der Kunst des Origami nicht mächtig sind. Hat man den Dreh erst einmal raus, funktioniert das Aufstellen wortwörtlich im Handumdrehen.

Moshi VersaCover für iPad Pro 10.5
Das Moshi VersaCover bietet etwa einen Movie-Modus. Image by Jonas Haller

Moshi spendiert drei Standwinkel. Für die Schreibfunktion lässt sich das iPad Pro flach um 40 Grad neigen. Streaming-Fans greifen auf die 60-Grad-Position zurück. Im Hochformat ermöglicht das Moshi VersaCover ebenfalls eine nahezu senkrechte Ausrichtung. Zumindest bei der Benutzung auf dem Schreibtisch oder anderen festen Oberflächen steht das Gerät sicher und wippt beim Tippen nicht nach. Anders sieht es unterwegs aus. Ist der Untergrund uneben rutscht das Gerät unangenehm hin und her.

Moshi verspricht zudem einen einfachen Zugriff auf alle Tasten. Zwar lassen sich die Buttons zur Lautstärke-Regelung und der Power-Knopf gut erfühlen. Allerdings ist für das Drücken enormer Kraftaufwand nötig. Das resultiert aus dem festen Silikon-Material, das der Hersteller rings um das Cover verwendet. Es lässt kaum Tasten-Hub zu. Zumindest beim Power-Button ist das verschmerzbar, denn das schicke Case unterstützt die Auto-Wake/Sleep-Funktion des iPad Pro.

Moshi VersaCover für iPad Pro 10.5
Für’s komfortable Tippen gibt es einen Keyboard-Modus. Image by Jonas Haller

Fazit: Moshi VersaCover ist ein schlichtes Cover mit ausgeklügelter Standfunktion

Wer sich ein iPad kauft, ordert meist das Standard-Cover von Apple gleich mit. Doch wie das VersaCover von Moshi zeigt, lohnt sich ein Blick bei den Drittanbietern. Das getestete Case ist ebenso schlicht, aber nicht minder hochwertig. Die clevere Origami-Standfunktion ist vielseitig und lässt das Apple-Tablet in verschiedenen Winkeln erstrahlen.

Doch es gibt auch Kritikpunkte: Trotz Mikrofaser-Unterseite verschmiert das Display unschön. Buttons lassen sich nur Kraftaufwand betätigen. Mit einem Straßenpreis von unter 50 Euro ist das Case trotz allem eine Empfehlung wert. Neben einer schwarzen steht auch eine rosa Farbvarianten zur Verfügung. Das Case ist für das iPad Pro 10.5 auf der Hersteller-Seite für 54,95 Euro erhältlich. Moshi hat auch Größen für alle anderen gängigen iPad-Varianten zu abweichenden Preisen im Programm.

Moshi VersaCover für iPad Pro 10.5
Die Rückseite des Moshi VersaCover ist transparent. Image by Jonas Haller

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Jonas Haller

Jonas ist technikbegeisterter Leichtbaustudent an der Technischen Universität in Chemnitz. Er sammelt gern Erfahrungen mit neuer Hardware sowie innovativen Technologien und lässt andere daran teilhaben. Durch den Techblog „HTC Inside“ ist er zum Bloggen gekommen. Zwischendurch war er auch für das „Android Magazin“ aktiv. Privat schreibt er auf jonas-haller.de über die Dinge und Geschichten in seinem Leben, die er berichtenswert findet.

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