Nice To Miet You: Technik-Mietangebote von Otto Now und Grover im Check

Das menschliche Konsumverhalten ändert sich stetig. Galt früher Besitz als wichtig, so legt die Generation Y heutzutage besonderen Wert auf Verfügbarkeit und preiswerte Lösungen. Mit Otto Now und Grover sind nun zwei neue Dienste an den Start gegangen, die Elektronik vermieten – darunter auch Apple-Produkte und Peripherie. Doch für wen rechnen sich solche Mietangebote und was passiert im Schadensfall? Wir haben dies am Beispiel der Sonos Speaker Play:1 und Play:5 bei Otto Now und des iPhone 7 bei Grover durchgerechnet.

Sonos: Vernetzter Raumklang für alle

Immer mehr Anwender funktionieren ihre eigenen vier Wände in ein Smart Home um, in dem der Großteil der Elektronikprodukte vernetzt ist. Ganz oben auf der Liste und besonders beliebt sind Audiolösungen. Einer der Marktführer ist hierbei der Hersteller Sonos, dessen Smart Speaker kinderleicht mit dem Heimnetzwerk verbunden und festliche Klänge abgespielt werden können. Einen Haken hat das System allerdings: Kommen mehrere Lautsprecher zum Einsatz, summiert sich der Anschaffungspreis ins Unermessliche.

Der neue Dienst Ottao Now bietet ab sofort die Möglichkeit die Speaker zu mieten und in den eigenen vier Wänden auszuprobieren. Dabei fällt eine monatliche Gebühr an, die selbst nach einem längeren Mietzeitraum unter dem Kaufpreis liegt. Wir haben für den Einsteiger-Speaker Play:1 und High-End-Speaker Play:5 nachgerechnet.

Selbst über zwei Jahre ist Mieten die günstigere Alternative. Danach wird's teurer.
Selbst über zwei Jahre ist Mieten die günstigere Alternative. Danach wird’s teurer.

iPhone 7: Apple-Power für schmale Geldbeutel

Immer das neueste iPhone zur Hand haben: Dieser Wunsch wird beim Konkurrenten Grover möglich. Der Mietservice hat sich besonders auf Apple-Produkte spezialisiert und bietet ein breites Spektrum der populären Elektronikartikel aus Kalifornien. Zwar beträgt die Mindestmietdauer lediglich ein Monat, allerdings müssen Interessenten deutlich tiefer in die Tasche greifen. Pluspunkt: Wird die unverbindliche Preisempfehlung des Produktes erreicht, müssen lediglich drei weitere Monate weiter voll bezahlt werden und das Gerät gehört dem Leiher. Wir haben für die beiden aktuellen Modelle iPhone 7 und 7 Plus nachgerechnet.

Die Gebühren bei Grover sind deutlich höher, allerdings kann das Produkt nach erreichen der UVP erworben werden.
Die Gebühren bei Grover sind deutlich höher, allerdings kann das Produkt nach Erreichen der UVP erworben werden.

Was ist, wenn was schief läuft?

Sollte es zum unverschuldeten Schadensfall kommen, versprechen die Portale für Mietangebote eine schnelle, kostenlose Reparatur. Geht der Defekt vom Nutzer aus, springen immer öfter die Haftpflichtversicherungen ein und begleichen die entstandenen Kosten. Hierzu lohnt ein Blick in die eigene Police, ob Mietgegenstände abgedeckt sind.

Fazit: Ein Paradies für Technik-Nerds

Welcher Technik-Nerd träumt nicht davon, immer die neueste (Apple-)Hardware testen und nutzen zu können. Mit den beiden neuen Portalen für Mietangebote von Otto Now und Grover wird dieser Wunsch relativ kostengünstig wahr. Es ist denkbar, dass man alle paar Monate die Geräte tauscht und sich so durch das Line-up der Elektronikbranche funkt. Ein weiterer Vorteil gegenüber zweijährigen Mobilfunkverträgen mit Smartphone-Ratenkauf ist die kurze Mindestlaufzeit. Über kurzfristige Zeiträume lohnt sich der Service finanziell vor allem für Nutzer, die knapp bei Kasse sind. Bei längeren Mietfristen von über zwei Jahren schwindet der Preisvorteil. All jene, die nicht jedes Jahr ein neues Endgerät benötigen, sollten daher einen Blick in die diversen Onlineshops werfen. Dort sind viele Produkte einige Monate nach dem Erscheinen billiger als zum Marktstart.


Images by Apple, Sonos; edited by Berti Kolbow-Lehradt; Charts by Jonas Haller


 

 

Jonas Haller

Jonas ist technikbegeisterter Leichtbaustudent an der Technischen Universität in Chemnitz. Er sammelt gern Erfahrungen mit neuer Hardware sowie innovativen Technologien und lässt andere daran teilhaben. Durch den Techblog „HTC Inside“ ist er zum Bloggen gekommen. Zwischendurch war er auch für das „Android Magazin“ aktiv. Privat schreibt er auf jonas-haller.de über die Dinge und Geschichten in seinem Leben, die er berichtenswert findet.

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