Osmo verbindet analoge Gegenstände mit einem digitalen Spiel

Osmo ist eine Spiele- und Lernplattform von Tangible Play, die das iPad mithilfe interaktiver Apps mit physikalischen Objekten, wie Formen und Buchstaben, in Verbindung setzt. Osmo wurde zwar vor allem für Kinder im Alter von sechs oder mehr Jahren entwickelt, die Knobelspiele können ab einem bestimmen Level jedoch auch Erwachsene vor mentale Herausforderungen stellen.

Das Starterset kostet auf der zugehörigen Internetseite 89,95 US-Dollar und enthält eine Docking-Station mit einem Adapter für das iPad (2, 3 und 4), das iPad Air und alle Generationen des iPad mini; einen Reflektor für die Kamera, der das Bild um 90 Grad ablenkt; sowie hölzerne Formen und Buchstaben.

Um zu spielen, stellt man das iPad auf die Station, befestigt den Relefktor vor der Kamera und lädt die kostenlosen Apps herunter. Der Platz vor der Docking-Station wird „Playing Field“ genannte – alles, was in diesem Feld passiert, wird von der Kamera gesehen.

Im Augenblick sind vier Spiele für Osmo verfügbar:

  • Masterpiece: Mit dieser App lernt man Zeichnen, indem man Bilder nachzeichnet. Man kann sich dabei entweder ein Motiv aus einer Reihe von Vorlagen aussuchen oder man nimmt ein Foto auf, das in eine Zeichnung umgewandelt wird, die sich da abzeichen lässt.
  • Newton: Hier handelt es sich ebenfalls um ein Zeichenspiel bei dem alles, was man auf ein Papier vor dem iPad zeichnet, digitalisiert wird – sogar die Hände des Zeichners. Mit den Linien und Formen, die man zeichnet, versucht man vom oberen Bildrand herabfallende Kugeln zu lenken. Der Spaß bei dem Spiel liegt vor allem darin, dass man unglaublich kreativ sein kann und zahlreiche Möglichkeiten hat sich auszutoben.
  • Tangram: Um bei diese App das nächste Level zu erreichen, müssen die Formen auf dem „Playing Field“ mit den Formen auf dem Bildschirm übereinstimmen. Jede Aufgabe ist etwas schwerer als die vorhergehende.
  • Words: Dieses Ratespiel erinnert etwas an das beliebte Spiel Hangman. Man benutzt die mitgelieferten Buchstaben, um auf dem „Playing Ground“ ein Wort zu legen, das auf den Hinweisen beruht, die auf dem iPad angezeigt werden. Es gibt auch einen Zwei-Spieler-Modus.

Osmo überzeugt vor allem durch seine Einfachheit. Es lehrt Kinder Probleme zu lösen und ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Außerdem bekommen sie beim Spielen und Tüfteln ein Gefühl für die digitale und die analoge Welt. Es ist zudem gut möglich, dass sich die Eltern irgendwann dabei erwischen, wie sie selbst über einer etwas komplizierteren Knobelaufgabe brüten.

Image „Having a play with Osmo“ by Jason Graham (CC BY 2.0)

Daniel Peter

Daniel Peter ist redaktioneller Praktikant bei den Netzpiloten. Er hat bereits Erfahrung in der Öffentlichkeitsarbeit gesammelt und versucht nun seine ersten Schritte in der Welt der Medien. Seine Themenschwerpunkte sind Politik, Umweltschutz, Fußball und Computerspiele.

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