Pokémon Go: Verdient Apple an der iOS-App mehr als Nintendo?

Das Apple nicht unbedingt wenig an den Apps im App Store verdient, ist keine große Überraschung. Bezüglich der kürzlich erschienenen App Pokémon Go, erreicht das Ganze allerdings neue Dimensionen. Während sich die Pokémon Fans hierzulande noch etwas gedulden müssen, sprengt die App derweil diverse Rekorde. Und Apple verdient dabei ordentlich mit. Einem Analysten zufolge eventuell sogar mehr als Nintendo selbst.

Klar dürfte bereits schon jetzt sein, dass Nintendo und Entwickler Niantic mit Pokémon Go auf eine Goldader gestoßen sind. Das Augmented-Reality-Spiel wurde ersten Prognosen nach alleine in den USA seit letzter Woche 7,5 Millionen Mal für iOS und Android heruntergeladen. Zwar ist das Spiel gratis, allerdings gibt es Mikro-Transaktionen via In-App-Käufe. Alleine in den USA werden täglich mit Pokémon Go schätzungsweise 1,6 Millionen US-Dollar Umsatz erzielt. Apple soll dabei 30 Prozent Beteiligung erhalten.

Der Startschuss für Europa wurde zunächst verzögert und auch in Japan wurde das Spiel noch nicht veröffentlicht. Bislang können lediglich Spieler aus Neuseeland, Australien und den USA auf Pokémon-Jagd gehen. Mit dem riesigen Erfolg zum Start der App, haben scheinbar selbst die Entwickler nicht wirklich mit gerechnet. Daher stehen nicht genug Ressourcen zur Verfügung, um gleich zu Beginn weitere Spieler zu versorgen.

Was die iOS-App angeht, so soll Nintendo nach Angaben von Börsenanalyst David Gibson von Macquarie Capital Securities, scheinbar erstaunlich wenig vom Kuchen abbekommen. Das durch die In-App-Käufe generierte Geld, teilt sich nach Gibson zufolge so auf: neben Apple erhalten Entwickler Niantic, sowie die Pokémon Company jeweils 30 Prozent, während Publisher Nintendo lediglich 10 Prozent erhält.

Ob die Zahlen tatsächlich so Stimmen ist noch unklar. Bislang gab es diesbezüglich noch keinen Kommentar von offizieller Seite.

Image „WILD PIKACHU APPEARS!“ (adapted) by Sadie Hernandez (CC BY 2.0)

Patrick Kiurina

Patrick Kiurina war 2015 bis Ende 2016 für die Netzpiloten aktiv und studierte vorher Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien. Neben Technik interessiert er sich gleichermaßen auch für Sport und Musik.

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