Retina MacBook Pro bringt Grafikchip an sein Limit

Mit dem Retina MacBook Pro hat Apple ein Gerät mit einem extrem hochauflösenden Bildschirm an den Start gebracht. Das Gerät bringt eine unglaubliche Power mit, die aber zumindest im Bezug auf die GPU nicht ausreichend ist, so wie ein Test von AnandTech zeigt. Speziell bei Zooming oder auch der Benutzung performancelastiger Internetseiten kommt der Chip an seine Grenzen.

Teilweise unter 30 Frames per Second

Die Tester stellten fest, dass selbst bei Nicht Retina Auflösungen die Grafikkarten erheblich mehr ausgelastet sind als bei den baugleichen Modellen auf dem Desktop Rechner. Bei einer Auflösung von 2880 x 1800 ließen sich die meisten Standardanwendungen jedoch flüssig bei einer Framerate von 30 Frames per Second nutzen. Bei höheren Auflösungen kann es jedoch selbst bei der Benutzeroberfläche zu Rucklern kommen. Hier kann durch den Nutzer allerdings nichts unternommen werden als die Auflösung herunterzustellen. Derzeit stellt kein Hardwarehersteller solche Ansprüche an Grafikkarten und Co wie es Apple tut. Dementsprechend ist es nicht weiter verwunderlich, dass es hier zu Problemen kommen kann. Das zeigt sich besonders auch beim Scrolling im Browser. Während das MacBook Pro von 2011 bei der Nutzung von Facebook eine Performance von 50 Frames per Second erreicht, kommt das neue Retina MacBook Pro lediglich auf 20 Frames per Second.


Eine kleine Verbesserung kommt mit Mountain Lion

Ein kleines bisschen besser dürfte die Performance unter der neuen Version Mac OS 10.8 sein, da hier eine Technologie namens Core Animation zum Einsatz kommt. AnandTech konnte hier zwar eine kleine Verbesserung in der Entwicklerversion feststellen, jedoch lagen die Werte immer noch bei lediglich 20 bis 30 Bildern pro Sekunde. Hier müssen wohl erst die Hardwarehersteller sich auf die neuen hochauflösenden Bildschirme mit passenden Technologien einrichten.