Samsung Galaxy Tab S3

Samsung Galaxy Tab S3 im Kurztest: Highend-Alternative zum iPad Pro

Sein neues Smartphone-Flaggschiff hat Samsung auf dem wichtigen Mobile World Congress (MWC) in Barcelona noch nicht präsentiert. Stattdessen stellte der koreanische Player unter anderem das Galaxy Tab S3 vor. Es soll dem Apple iPad Pro im Segment der HighEnd-Tablets Marktanteile abjagen. Ich hatte Gelegenheit, das Tab S3 auf der Messe unter Augenschein zu nehmen.

Samsung Galaxy Tab S3
Image by Lars Rehm

Design: Eine Schönheit mit Vorliebe für Fingerabdrücke

Schon mit seinem äußeren Erscheinungsbild macht das Samsung Tablet klar, daß es in der obersten Liga mitspielen will. Es ist nur sechs Millimeter schlank und die Rückseite ist komplett mit Glas bedeckt. Das sieht zwar sehr schick aus, zieht aber Fingerabdrücke geradezu magisch an. Das Standpersonal auf dem MWC war auf jeden Fall sehr damit beschäftigt, die ausgestellten Exemplare des Galaxy Tab S3 sauber zu halten. Trotz der Premium-Materialien fühlt sich das Samsung Tablet sehr leicht an, ist also auch längere Zeit bequem zu halten.

Fantastisches Display, Top-Hardware

Die Frontpartie wird vom 9,7 Zoll großen sAMOLED-Display mit einer Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixeln dominiert. Das Bild ist sehr scharf, hell und bietet AMOLED-typisch kräftige Farben. Auch Filme und Serien im HDR-Standard werden schon unterstützt. Die Zukunftssicherheit für Film-Liebhaber ist also gegeben.

Im Inneren des Gehäuses kommt ein Chipset des Typs Snapdragon 820 mit einer Taktrate von 2,15 GHz zum Einsatz. Das ist zwar noch Prozessortechnologie vom vergangenen Jahr, ermöglicht in Kombination mit 4 GB Arbeitsspeicher aber eine flüssige und schnelle Bedienung. An eingebautem Speicher stehen 32 GB zur Verfügung, die mittels microSD-Karte erweitert werden können.

Samsung Galaxy Tab S3
Image by Lars Rehm

Wer unbedingt mit einem Tablet fotografieren möchte, wird versorgt. Vervollständigt wird die Ausstattung des Samsung Galaxy Tab S3 durch eine Hauptkamera mit 13-Megapixel-Sensor und eine 5 Megapixel auflösende Frontkamera.

Digitalstift: Der neue S Pen liegt gut in der Hand

Im Lieferumfang enthalten ist ein neuer Stylus, der etwas größer als die bisherigen Modelle des S Pen ist und daher besser in der Hand liegt. Mit dem Stift kann ich handschriftliche Eingaben und Notizen machen oder in Bildbearbeitungsapps zeichnen. Das geht flüssig von der Hand und fühlt sich natürlich an.

Tastatur-Cover gut zum Tippen, fühlt sich billig an

Optional gibt es ein Tastatur-Cover, das mittels Magnethalterung und Federstiften, auch Pogo-Pins genannt, sehr einfach an- und abgenommen werden kann. Die Hülle macht das Gerät zu einem kleinen Convertible.

Leider ist der Aufklappwinkel aber nicht regulierbar und auch das Plastik der Tastatur fühlt sich im Kontrast zum schön verarbeiteten Tablet etwas billig an. Der Druckpunkt der Tasten ist hingegen gut definiert, so daß auch längere Texte problemlos auf den Bildschirm gebracht werden können.

Wer das Galaxy Tab S3 zwischen dem 9. und dem 23. März 2017 bei teilnehmenden Händlern vorbestellt, erhält kostenlos ein Tastatur-Cover zur Vorbestellung dazu. Das Galaxy Tab S3 wird ab dem 24. März 2017 in Deutschland erhältlich sein.

Fazit Galaxy Tab S3: Tolle Technik, falsche Plattform für Kreative

Das Galaxy Tab S3 ist ein gut durchdachtes Tablet, das Premium-Materialien und tolle Technik bietet. Es hat aber auch einen ganz offensichtlichen Nachteil: Seinen Preis. Mit 680 Euro für die WLAN-Version und 770 Euro für das Modell mit LTE-Modem liegt der auf sehr ähnlichem Niveau wie die 9,7-Zoll-Variante von Apples iPad Pro. Letzteres hat zwar bezüglich Verarbeitung, Features und Spezifikationen nicht mehr zu bieten als das Galaxy Tab S3. Doch Apples iOS-Betriebssystem hat sich unter anderem dank toller App-Auswahl unter Kreativen seit langem als Standard-Plattform etabliert. Ob Samsung diese wichtige Zielgruppe mit dem Tab S3 von der Galaxy-Serie und Android überzeugen kann, wird sich zeigen müssen.

Zu den weiteren Tablet-Highlights des MWC geht es hier.


Images by Lars Rehm


Dieser Text erschien zuerst bei unseren Androidpiloten.

Lars Rehm

Lars Rehm ist freiberuflicher Journalist und schreibt für US-, britische und deutsche Medien über Fotografie, Kameras und Technologie im Allgemeinen. Seit 2007 hat er für Dpreview.com unzählige Digitalkameras, Objektive und Zubehör getestet aber nimmt heutzutage einen großen Teil seiner Bilder auch mit dem Smartphone auf. Er ist fasziniert von der hohen Innovationsrate im Mobilsektor und den kreativen Möglichkeiten, die durch Konnektivität und mobile Rechenpower geboten werden.

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