iCloud Schlüsselbund: Sicher mit dem Mac und iOS durch das Netz

Wer kennt es nicht: Man hat gefühlt 100 Accounts auf verschiedensten Plattformen. Und dann soll man auch noch für jedes Konto ein eigenes Passwort erstellen und merken. Schließlich lautet eine Grundregel, nicht das gleiche Passwort für zwei verschiedene Zwecke zu nutzen. In der Realität gelingt diese Disziplin und Merkfähigkeit aber kaum jemanden. Damit der Klick auf den „Passwort vergessen“-Button der Vergangenheit angehört, gibt es zentrale und verschlüsselte Passwortdatenbanken. Wo Windows-Nutzer noch nachrüsten müssen, können Mac-User direkt loslegen. Der iCloud Schlüsselbund funktioniert geräteübergreifend und merkt sich auf alle euren Apple-Geräten eure Passwörter. Und nicht nur das: Er hilft auch bei der Findung eines sicheren Passwortes.

Den iCloud Schlüsselbund einrichten: So wird er aktiviert

Um den iCloud Schlüsselbund zu nutzen, musst Du unter macOS mindestens die Version OS X Mavericks 10.9. installiert haben. Bei iOS funktioniert der Schlüsselbund ab Version 7.0.3. Viele von euch dürften den Schlüsselbund also bereits mit dem Start ihres Macs, iPhones oder iPads eingerichtet haben. Falls dies jedoch nicht der Fall ist könnt ihr das natürlich nachholen. Zunächst solltet ihr sicherstellen, dass euer Gerät mit eurer Apple-ID verbunden ist. Auf dem Mac findet ihr dann unter den Systemeinstellungen den Menüeintrag „iCloud“ und dort die Option „Schlüsselbund“.

iCloud Schlüsselbund Mac
Den iCloud Schlüsselbund aktiviert ihr in den Mac-Systemeinstellungen. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Einmal aktiviert, speichert der iCloud Schlüsselbund nicht nur Passwörter des Safari-Browsers sondern auch Kreditkartendaten und WLAN-Netzwerkdaten. So erleichtert er euch auch noch das Online-Shopping. Zudem müsst ihr lange WLAN-Passwörter in lediglich eines eurer Apple Geräte eintippen, um alle mit der iCloud verknüpften Geräte mit dem jeweiligen WLAN zu verbinden. Bevor der Schlüsselbund Informationen wie Passwörter abspeichert, fragt der Dienst jedes Mal gesondert nach. Eure weiteren Apple-Dienste wie Mail, Kontakte, Kalender und Nachrichten werden vom iCloud Schlüsselbund ebenfalls verwaltet.

Unterstützung bei der Passwortfindung

Registriert ihr euch neu auf einer Website, generiert der iCloud Schlüsselbund jedes Mal automatisch ein mögliches Passwort. Selbstverständlich müsst ihr diese Option nicht nutzen, jedoch sind diese generierten Passwörter in der Regel sehr sicher, da sie lang und willkürlich sind.

Profi-Tipp: Nutzt grundsätzlich für Plattformen wie beispielsweise Amazon oder Netflix lieber Passwörter, die ihr euch merken könnt. Gerade Streaming-Dienste sind gut über Smart TVs, Konsolen oder Receiver nutzbar. Hier kann euch der iCloud Schlüsselbund dann leider nicht mehr aushelfen, da es sich nicht um ein iCloud-fähiges Gerät handelt.

Die Zentrale des iCloud Schlüsselbundes: Die Schlüsselbundverwaltung

Wollt ihr einen Blick hinter die Kulissen werfen, wendet ihr euch an die Zentrale eures Schlüsselbunds. Diese findet ihr nämlich unter den Dienstprogrammen eures Macs. Die „Schlüsselbundverwaltung“ gibt euch einen genauen Einblick, für welche Funktionen, Websites und Programme eure Passwörter verwaltet werden. Hier ist es mit eurem Masterpasswort, in der Regel dem eures Macs, sogar möglich, euch einzelne Passwörter anzeigen zu lassen.

iCloud Schlüsselbundverwaltung
Die iCloud Schlüsselbundverwaltung ist auf dem Mac unter den Dienstprogrammen zu finden. Image by Jessica Julia Mrzik

Schutz durch End-to-End-Verschlüsslung

Der iCloud Schlüsselbund benutzt eine End-to-End-Verschlüsselung, um Unbefugten den Zugang zu euren Daten zu verwehren. Generell gilt die iCloud als sehr gut geschützt. Ein Grundvertrauen, eure Daten einem Cloud-Dienst zu überlassen, müsst ihr aber natürlich schon mitbringen, wenn ihr den iCloud Schlüsselbund nutzen wollt. Weitere Infos zum Thema Datensicherheit in der iCloud bietet Apple hier.


Image by Luma / stock.adobe.com;

Jessica Julia Mrzik

Jessica ist Technikjournalistin und befasst sich leidenschaftlich mit dem Thema Nachhaltigkeit und Umwelt. Wenn sie nicht gerade erklären muss, was eine Technikjournalistin macht, bloggt sie über die neuesten plastikfreien Alternativen. Außerdem befasst sie sich gern mit Tech-Neuheiten und lustigen Gadgets rund ums iPhone und Co. Als Digital Native interessiert sie sich für alles, was mit Medien zu tun hat und probiert alles aus, was sie in die Finger bekommt.

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