iPhone-Akku im Auto laden: Mit tizi Turbo Black Premium Edition auf die Überholspur

Viele Autofahrer kennen das. Der iPhone-Akku ist im roten Bereich, also bloß schnell ran an den USB-Adapter und per Zigarettenanzünder wieder aufladen. Doch anstatt, dass sich der Ladebalken füllt, passiert entweder nichts oder der Akku entlädt sich gar weiter! Ich habe das schon mehr als einmal während einer Autofahrt in den Urlaub erlebt. Besonders ärgerlich war dies dann, wenn ich auf die Navi-Software auf iPhone angewiesen war. Mit dem KfZ-Ladegerät tizi Turbo Black Premium Edition soll das kein Thema sein.

Der Name ist Programm. Die Ladegeräte der „tizi Turbo“-Reihe schalten ein paar Gänge höher und können mehrere Mobilgeräte gleichzeitig per USB-Kabel mit frischer Energie betanken. Dabei bieten sie laut dem Münchener Hersteller Equinux an jedem USB-Port bis zu 2,4A kontinuierliche Leistung. Das ist praktisch, wenn ihr neben dem iPhone parallel noch ein stromhungriges iPad Pro oder eure AirPods laden wollt.

Mit dem 3-fach-Ladegerät tizi Turbo Black Premium Edition habe ich das derzeitige Flaggschiff aus dem Turbolader-Sortiment von Equinux ausprobiert. Es kann insgesamt bis zu 7,2A Leistung bringen und versteht sich sowohl mit der Bordspannung in Kfz (12V) als auch mit der in Yachten und Trucks (24V).

Stylischer Schwarzfahrer

tizi Turbo Black Premium Edition
Image by Equinux

Wer hätte gedacht, dass ein profaner Ladeadapter so ansehnlich aussehen kann. Für den vergleichsweisen hohen Preis von derzeit rund 40 Euro erhalten Käufer des tizi Turbo Black Premium Edition ein edel gestaltetes Designobjekt. Der glatte Metallbody kommt in mattschwarzer Lackierung mit filigranen Schliffkanten auf der Oberseite.

Die hohe Materialqualität bietet aber nicht nur was fürs Auge, sondern hat auch eine technische Funktion. So soll das vollständig aus Aluminium gefertigte Gehäuse jegliche Abwärme überall im Gerät schnell ableiten können. Dies führt zu einer geringeren Temperaturbelastung als bei Produkten aus Kunststoff und erhöht somit die Lebensdauer des tizi Turbo Black Premium Edition.

Hightech unter der Haube

Auch unter der Haube setzt Equinux eigenen Angaben zufolge auf hochwertige Komponenten. Demnach verwendet der Hersteller für den Arretier-Mechanismus an den Gehäuseflanken besonders langlebig konstruierte Schnellverschluss-Wippen. Sie sind freischwingend gelagert, um gleichmäßigen Druck auf großer Fläche ausüben zu können. Das soll nicht nur für einen festen Halt sorgen, sondern auch Fahrvibrationen leichter auffangen, um die Technik zu schützen. Gleichzeitig sollt ihr damit das Ladegerät leichter im Zigarettenanzünder ein- und auszustecken können als mit herkömmlichen Wippen.

tizi Turbo Black Premium Edition
Image by Equinux

Außerdem legt Equinux bei diesem Modell Wert auf einen extra großen Massefederkontakt an der Spitze des Ladegeräts. Die damit einhergehende große Kontaktfläche soll im Zigarettenanzünder für einen konstant guten Stromfluss sorgen und Stromabbrüche bei holpriger Fahrt vermeiden. Ferner soll eine spezielle Führung des Massefederkontakts verhindern, dass der Federweg im Gehäuse verschwindet und das Ladegerät dadurch nutzlos wird. Verblüffend, wie viele Gedanken man sich bei der Konstruktion eines Ladegeräts machen kann!

Laden? Läuft.

Es ist zwar schön und gut, wenn der tizi Turbo Produktdesigner und Ingenieure entzückt. Aber als Anwender frage ich mich natürlich: Erfüllt das Gadget seinen Job als Akku-Tankstelle vernünftig?

Im Feldtest gelang dem tizi Turbo dies tadellos. Obwohl auf dem iPhone Navi-Software und GPS liefen, per Bluetooth Musik an die Bordanlage transferiert wurde und das Display mit maximaler Leuchtkraft strahlte, füllte sich der Ladebalken unaufhaltsam mit neuer Energie.

Für ein kontrolliertes Test-Setup habe ich den tizi Turbo Black Premium Edition zuhause an mit einem leistungsstarken Stromwandler der Marke RoyPow verknüpft. Anschließend habe ich dem tizi Turbo ein iPhone 7 plus, ein iPad Air und eine Apple Watch mit originalen Ladekabeln 30 Minuten lang zum Auftanken überlassen. Als Vergleich diente ein seit sieben Jahre von mir verwendeter Einzel-Kfz-Adapter, der heute noch für 3,50 Euro bei Amazon erhältlich ist. Auch er hatte eine halbe Stunde Zeit, das iPhone 7 Plus aufzuladen. Alle Geräte befanden sich während des Ladens im Flugmodus.

iPhone 7 PlusiPad AirApple Watch 2 Sport (38mm)
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In diesem Test-Setup versorgte der tizi Turbo Black Premium Edition alle drei Geräte zuverlässig mit Strom. Während der kurzen Zeitspanne, die der Pendeldauer vieler Berufstätigen ähnelt, verschaffte das Ladegerät dem Trio die paar Prozentpunkte Power, die am Ende des Tages zwischen Smartphone-Spaß und Akku-Frust entscheiden können. Zudem ließ sich das Edel-Gadget vom No-Name-Konkurrent nicht die Butter vom Brot nehmen und lud den Akku des iPhone 7 mit höherer Leistung.

Test-Fazit tizi Turbo Black Premium Edition

Luxuriös gestaltet und leistungsstark in seiner Kernkompetenz: Das Kfz-Ladegerät tizi Turbo Black Premium Edition von Equinux lädt bis zu drei Geräte per USB-Kabel mit hoher Leistung auf und sieht dabei auch noch richtig gut aus. Dafür verlangt Hersteller Equinux zwar auch saftige 40 Euro auf der Herstellerseite bzw. bei Amazon. Aber als Apple-Nutzer weiß ich, dass Gutes kostet.

Tizi Turbo
Image by Equinux

Wer nicht so viel ausgeben möchte, kann für 10 Euro weniger zum verwandten Modell tizi Turbolader Mega mit drei USB-Ports greifen. Bei diesem in Rot oder Rosa erhältlichen Ladegerät besteht nur der Kopf aus Aluminium, der Rest aus Hartplastik. Zudem ist die geringere Bordspannung von bis zu 18V für Standard-Kfz ausgelegt, nicht für Trucks. Die weiteren Spezifikationen sind mit denen der Black Premium Edition identisch. Die tizi-Ladegeräte sind zudem in weiteren Ausführungen mit unterschiedlicher Anzahl von USB-Ports und abweichender Leistung erhältlich.


Images by Equinux


Berti Kolbow-Lehradt

Berti ist ein pragmatischer Tech-Nerd, der gern Dinge testet, die das Leben komfortabler gestalten und vor allem Spaß bereiten. Er liebt smarte Unterhaltungstechnik sowie digitale Fotografie – und gibt gern Ratschläge dazu. Daher auch der Spitzname „RatgeBerti“. Wäre er nicht Technik-Journalist geworden, dann in einem anderen Leben vielleicht Superheld mit Technik-Overkill (Batman?) oder menschlicher Side-Kick bei den Transformers.

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