Zubehör-Check: Mit diesen Accessoires holt ihr mehr aus eurem iPhone 7 heraus

Das iPhone 7 Plus hat den Kollegen Lars Rehm im Test überzeugt. Dennoch hat Apple mit seiner aktuellen Smartphone-Generation auch für Aufregung gesorgt. „Keine Kopfhörerbuchse? WTF!“, mag mancher denken. Der im Lieferumfang enthaltene Adapter ermöglicht zwar das Verbinden von Kopfhörern mit Klinkenstecker, aber wie leicht vergisst man ihn?

Auf der Suche nach einer komfortableren Lösung bin ich nicht nur auf eine praktische Hülle gestoßen. Ich habe auch weiteres cooles Zubehör entdeckt. Mit diesen vier Accessoires holt ihr noch mehr Funktionalität aus eurem iPhone 7 heraus.

Das Fuze Case bringt die Kopfhörerbüchse zurück

fuze-caseVergeigt Apple ein Feature, springt zum Glück gleich der Zubehörmarkt in die Bresche. So haben sich zwei Entwickler des fehlenden Klinkensteckers angenommen und über eine Crowdfunding-Kampagne eine Hüllen-Lösung für das iPhone 7 entwickelt.

Das Fuze Case gibt es für beide Varianten des iPhone 7. Es macht das Smartphone nur fünf Millimeter dicker, obwohl es recht viel zu bieten hat. Es fügt dem Smartphone nicht nur die verloren gegangene Klinkenbuchse hinzu, sondern beinhaltet auch einen Akku (2.400 mAh beim iPhone 7, 3.600 mAh beim iPhone 7 Plus). Das Fuze Case ermöglicht somit gleichzeitiges Aufladen des iPhone 7 und Musikhören.

Die Hülle wird in fünf Farben angeboten: Weiß, Schwarz, Gold, Roségold und Blau. Ihr Funding-Ziel von 50.000 US-Dollar haben die beiden Erfinder zum heutigen Stand bereits zu 270 Prozent erreicht. Das Fuze Case scheint also einen Nerv getroffen zu haben. Erhältlich sein soll die iPhone-7-Hülle ab Dezember 2016. Momentan kann das Fuze Case für 69 US-Dollar plus Versand bei Indigogo vorbestellt werden.

Dieser Flachmann tankt Strom per Lightning-Anschluss

Nicht jeder möchte seinem iPhone 7 ein dickes Batterie-Case verpassen, um zwischendurch den Akku des Smartphones entspannt nachladen zu können. Für diese Zielgruppe hat der Zubehörhersteller Equinux unter seiner Marke Tizi eine praktische, aber nicht ganz günstige Lösung vorgestellt: Den Tizi Flachmann Ultra. Ich konnte das brandneue Produkt bereits in einem Kurztest unter die Lupe nehmen.

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Rein optisch macht der Energiespeicher richtig was her. Die Oberfläche fühlt sich in meiner Hand kühl und wertig an. Der Flachmann ist leicht (100 Gramm) und mit 6,7 Millimetern extrem schlank. Der Formfaktor ist mit dem des iPhone 7 nahezu identisch. Das iPhone 7 Plus ist daher etwas größer als der Flachmann.

Der Vorteil des Flachmann Ultra liegt ganz klar im integrierten Lightning-Kabel. So müsst ihr beim täglichen Verlassen des Hauses nicht mehr an Akku-Pack und Kabel denken. Mit einem Handgriff kann ich den kurzen Stecker aus dem Gehäuse entnehmen und genauso schnell wieder verstauen. Außerdem ist das Produkt von Apple MFi-zertifiziert, sodass es auch nach iOS-Updates kompatibel bleibt.

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Klare Punktabzüge gibt es für die vergleichsweise sehr geringe Ladekapazität von 3.200 mAh, die der Flachmann fasst. Beim iPhone 7 sind das knapp 1,5 Ladungen und beim iPhone 7 Plus nur wenig mehr Energie, als der Smartphone-Akku selbst speichert. Dabei ist der Flachmann mit 39,99 Euro nicht ganz billig. Die absolute Ladekapazität rechtfertigt den hohen Preis jedenfalls nicht. Da bieten andere Produkte ein besseres Verhältnis.

Allerdings bezogen auf das Volumen passt die Kapazität dann wieder. Beim Flachmann sind es 51 mAh pro Kubikzentimeter. Das ist vergleichsweise viel.

Wer sich also einen sehr schlanken, stylischen Akku-Pack mit integriertem Lightning-Kabel wünscht, der auch noch hochwertig verarbeitet ist, kann getrost zuschlagen. Weil der Flachmann – seinem Namen getreu – eben auch schön schlank ist, beult er zudem nicht die Hemd- oder Hosentasche aus. Da gibt es Akku-Packs, die deutlich dicker auftragen. iPhone-Besitzer, die mehr Power benötigen, müssen sich jedoch nach Alternativen umsehen.

Mit der Insta360 Nano hat das iPhone 7 rundum alles im Blick

Ebenfalls kein Zubehör aus dem Niedrigpreis-Segment ist die Insta360 Nano von hrdwerk. Sie wird auf das Gehäuse des iPhone 7 gesteckt und nimmt mit zwei Objektiven ein 360-Grad-Bild auf. Übertragen werden die Aufnahmen per Lightning-Anschluss. Um die Kamera in Betrieb zu nehmen, muss die zugehörige App kostenlos aus dem App Store geladen werden, dann kann es auch schon losgehen.

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Die Insta360 Nano kann sowohl Fotos als auch Videos aufzeichnen. Anwender können zwischen verschiedenen Modi wie „Planet“, „Fisheye“ oder „Perspektive“ wählen – alle drei Alternativen haben ihre Vor- und Nachteile und eignen sich für unterschiedliche Situationen.

Videos nimmt die Insta360 Nano in 3K-Auflösung (3.040 x 1.520 Pixel) bei 30 Bildern pro Sekunde auf. Der integrierte Akku mit 800 mAh muss über das mitgelieferte Ladekabel aufgeladen werden, bevor die Insta360 Nano betriebsbereit ist.

Mit knapp 240 Euro ist die 360-Grad-Kamera ein recht teures iPhone 7-Zubehör. Eigenständige 360-Grad-Kameras kosten aber zum Teil doppelt so viel. Experimentierfreudige und Foto-Liebhaber werden mit der Insta360 Nano ihren Spaß haben. Hier geht es zu meinem ausführlichen Test der Kamera.

SanDisk Connect Wireless: USB-Stick als Mitnehm-Cloud

Der Connect WirelessStick von SanDisk kommt wie ein gewöhnlicher USB-Stick daher. Dabei steckt in ihm viel mehr. Nämlich ein WLAN-Modul, das den Speicherstift in ein drahtloses Medienlaufwerk verwandelt. Der Wireless Stick kann auf diese Weise in das eigene Funk-Netzwerk integriert werden und für iPhone, iPad und Co. als OTA-Speicher verwendet werden.

Sobald der Stick eingeschaltet ist, kann über PC oder App für Smartphone und Tablet auf wahlweise 16, 32, 64 oder 128 GB Flashspeicher zugegriffen werden. Ich hatte die Version mit 64 GB im Einsatz. Wie viel Kapazität der integrierte Akku bietet, verrät SanDisk nicht. Zwei Stunden dauert es, bis er voll aufgeladen ist.

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Zur Medienübertragung benötigt der Stick die kostenlose App Connect. Mit ihr können Daten von mobilen Geräten hoch- und runtergeladen oder Filme und Musik gestreamt werden. Der drahtlose Speicher fungiert also wie eine eigene kleine Mitnehm-Cloud. Interessant wird es, wenn auf dem USB-Stick Filme oder Videos gespeichert sind. Diese können auf mehreren Geräten gleichzeitig gestreamt werden.

Bei der Geschwindigkeit der Datenübertragung hinkt der Wireless Connect dem Puls der Zeit allerdings etwas hinterher. Als WLAN-Standard kommt die nicht mehr aktuelle Version 802.11n zum Einsatz. Per Steckverbindung nutzt er die veraltete USB 2.0-Technologie. Daher dauerte das Down- wie Uploaden von Daten zwischen Rechner und Stick in meinem Test relativ lange. Im Durchschnitt schaffte er auf beiden Wegen etwa 2,5 MB/s.

Um zu Hause seine iPhone-Fotos oder Daten auf einem externen Gerät zu speichern, ohne mit iTunes oder iCloud hantieren zu müssen, eignet sich der Stick jedoch allemal. SanDisk bietet das drahtlose Medienlaufwerk ab 36 Euro (16 GB) an.

Was ist euer Lieblings-Accessoire fürs iPhone? Schreibt mir eure Tipps in den Kommentarbereich.


Images by Julia Froolyks


 

Julia Froolyks

Technikjournalistin und leidenschaftlicher Fan von Marktneuheiten. Hat vieles ausprobiert, ist aber am Ende immer wieder bei Apple-Produkten gelandet - damit können Medienschaffende einfach am besten arbeiten. Neben Mobilfunk und Smartphones hegt sie eine innige Beziehungen zu Datenschutz und Cyber Security.

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