#Zuko11 Kolumne: Urheberrecht und Informationsfreiheit

Von Philipp Biel.

Medien-, Netzpolitik & Urheberrecht

Nur wenige Minuten ist es her, als der zweite und letzte Workshop der Zukunftskonferenz sein Ende fand. Die Thematik des Urheberrechts und die der Informationsfreiheit stellte sich als eine sehr Pikante dar.

Reinher Karl, Anwalt für UrheberInnen- und Medienrecht, Jan Engelmann, Bereichsleiter Politik und Gesellschaft bei Wikimedia und Pit Budde, Musiker, zeigten die Eigentums- und Bürgerrechte der Musiker und Produzenten auf.

Das Problem des virtuellen Diebstahls ist allgegenwärtig und beschert der gesamten Industrie unglaubliche Einbußen. Das größte Leid trifft dabei die Musiker selbst, zumal viele Kleine mit ihrer Musik sowie bereits am Existenzminimum leben. Die größeren Künstler weisen verhältnismäßig höhere Verluste auf, spüren diese jedoch nicht so stark. Doch dieser Gruppe gehören lediglich eine Hand voll Musiker an. Die große Mehrheit ist jedoch auf jeden Auftrag, jeden Werbevertrag und auch unentgeltliche Promoauftritte angewiesen.

Der kreative Akt, die Freischaffenheit wird dem Commerce untergeordnet. Doch um von seinen Werken zu Leben muss man sich anpassen, dass gilt sowohl für Musiker, als auch für Journalisten. Die privaten Interessen werden denen der Mehrheit untergeordnet, man wird gezwungen sich dem Willen der Gesellschaft zu beugen. Und auch ich muss gestehen: Leser sind Zahlen, Zahlen in einer Statistik die uns am Leben erhält.

Trotzdem versuchen wir den Lesern, und damit spreche ich sicher nicht für alle Seiten im Netz, möglichst nahe zu sein. Aktionen wie Gewinnspiele, das Berichten über Messen wie die CeBIT und GamesCom, welche lediglich auf eine Nicht-Remonitarisierung hinauslaufen.

Fazit: Der Antrieb kultureller Arbeit im musikalischen und journalistischen Bereich ist kein Ersatz für eine geldliche Entlohnung, bereitet aber begeisterten Künstlern eine Motivationsplattform an. Das (Über)Leben mit solchen Projekten ist durchaus schwer, aber nicht unmöglich. So benötigen Musiker das Einkommen ihrer legal verkauften Musik, sowie Redakteure eine hohe Statistik an Werbeeinblendungen. So rufen die Grünen und auch wir euch auf: Investiert in eure Musik und bietet Seiten wie uns die Möglichkeit der Refinanzierungen, indem ihr auf Add-ons wie AdBlocker verzichtet.

Philipp Biel

hat 2008 mit bielsipod den Startschuss für dieses Projekt gegeben und ist im Laufe der Zeit zum Geschäftsführer des Biel Netzwerk, einem Zusammenschluss themenrelevanter Webseiten, geworden. Nebenbei studiert Philipp BWL & Management an der WHU in Vallendar und ist ein leidenschaftlicher Gründer.

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