Apple setzt verstärkt auf eigene Rechenzentren

Bereits seit langer Zeit nutzt Apple den Service von Akami, um digitale Inhalte schnell an seine Kunden zu bringen. Wie es scheint, arbeitet Apple nun jedoch verstärkt an einem eigenen Content Deliver Network (CDN).

Um seine Inhalte zu verteilen, setzt Apple auf Content Delivery Networks von verschiedenen Anbietern. Sobald man also Inhalte von Apple wie beispielsweise Apple Music streamt oder ein Update herunterlädt wird dieser Content oftmals durch ein CDN ausgeliefert. Auf diese Weise können Inhalte von nahegelegenen Servern geladen werden, was höhere Download-Geschwindigkeiten ermöglicht.

Apple scheint seine Infrastruktur weiter auszubauen und setzt verstärkt auf eigene Rechenzentren.
In der vergangenen Woche hatte bereits Amazon darauf hingedeutet, Apple als Kunden für seine Amazon Web Services zu verlieren. Jetzt spricht auch Akamai davon, dass ein Großkunde bald für weniger Umsatz sorgen werde.

Der CEO von Akamei Tom Leighton sagte bei der Präsentation der jüngsten Bilanz des Unternehmens, in den letzten zwei Jahren die beiden größten Akamai-Kunden für 13 Prozent des Umsatzes verantwortlich waren. Diese Unternehmen sollen auch für 2016 die größten Kunden des Unternehmens sein, allerdings soll der Umsatz dieser Unternehmen auf nur noch 6 Prozent sinken. Apple ist als der größte Akamai-Kunde bekannt, auf Platz zwei dürften Facebook oder Microsoft sein. Für Akamai hat das enorme Folgen, das Unternehmen will sich restrukturieren und im Zuge dessen Aktien im Wert von einer Milliarde US-Dollar zurückkaufen.

Scheinbar möchte Apple einen größeren Einfluss auf die Serverstruktur haben. Eventuell könnte es sich um Vorboten für einen TV-Streaming-Dienst handeln. In den nächsten zwei Jahres wird Apple mindestens drei neue Datenzentren eröffnen. Sollte Apple tatsächlich einen Streaming-Dienst vorbereiten, kommt es auf ein leistungsstarkes CDN an.

Teaser & Image „Upper West Side Apple Store“ (adapted) by matt buchanan (CC BY 2.0)

Patrick Kiurina

Patrick Kiurina war 2015 bis Ende 2016 für die Netzpiloten aktiv und studierte vorher Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien. Neben Technik interessiert er sich gleichermaßen auch für Sport und Musik.

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