Apple und Google wollen gemeinsam Kodak Patente kaufen

Das mit den Patenten ist immer so eine Sache. Sehr schnell gibt es eine Klage, wenn ein Patent missachtet wird und schon müssen Lizenzzahlungen in Millionen oder, wie im Fall von Samsung sogar Milliardenhöhe erbracht werden. Doch dass es auch anders geht zeigen Google und Apple. Beide Unternehmen haben nämlich zusammengelegt, um die Patente des Bankrott gegangenen Unternehmen Eastman Kodak zu kaufen. Das berichtet das Businessportal Bloomberg. Insgesamt 500 Millionen US Dollar wollen beide Unternehmen für 1100 Patente aus dem Bilderbereich bezahlen.

Ein Bieterkampf sollte verhindert werden

Eine solche Zusammenarbeit ist im Bereich der Patente sonst eher ungewöhnlich. Immerhin sind beide Unternehmen erbitterte Konkurrenten im mobilen Markt und so nehmen sich beide Unternehmen das Recht auf eine Klage wegen Patentverletzungen. Verschiedene Quellen berichten, dass der Deal eigentlich mit Microsoft eingefädelt werden sollte. Mit ihrer Zusammenarbeit wollten Google und Apple einen Bieterkrieg verhindern, der zu einer extremen Steigerung der Kosten für die Lizenzen hätte führen können. Kodaks Pleite sorgt dafür, dass die Patente für einen Preis von mindestens 500 Millionen verkauft werden müssen. Apple und Kodak haben eine interessante Geschichte hinter sich. So entwickelten beide Unternehmen in den 90ern zusammen die QuickTake Digitalkamera. Das Projekt endete mit einem Streit, nachdem Apple Kodak vorwarf, dass sie nicht die rechtmäßigen Eigentümer der damit verbundenen Patente sind.[xyz-ihs snippet=“GoogleAdsense“]

Google und Apple: Konflikte lösen wie Erwachsene

Mit der Zusammenarbeit in diesem Bereich könnte das wahr gemacht werden, was einer der führenden Google Manager, nämlich Eric Schmidt, bereits angekündigt hatte. Er wolle die Patentkonflikte mit Apple lösen wie Erwachsene. Auch HTC hatte sich bereits mit Apple über wichtige Patentfragen geeinigt.

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