Bill Gates stellt sich gegen Apple

Der Streit zwischen Apple und dem FBI geht weiter. Während sich die Chefs der Tech-Branche deutlich hinter Apple positionierten, sieht Microsoft-Gründer Bill Gates die Behörden im Recht. Er rät dem Unternehmen aus Cupertino dazu, das iPhone für die Behörden zu entsperren.

Anders als viele der Kollegen aus dem Silicon Valley, steht Microsoft-Gründer Bill Gates bei dem Streit zwischen Apple und dem FBI, auf der Seite der Behörden. Laut ihm handelt es sich dabei nicht um einen Präzedenzfall der die Privatsphäre gefährden würde, wie der Microsoft-Gründer in einem Interview mit der “Financial Times“ verkündete.

Nach Gates zu urteilen, sei die Situation nicht anders als bei einer Telekomfirma oder einer Bank. So argumentiert der 60-Jährige: “Sagen wir mal, die Bank hätte ein Band um die Festplatte gewickelt und gesagt, zwingt mich nicht, dieses Band durchzuschneiden, weil ihr mich dann dazu bringt, es immer wieder zu tun“.

Zwar betonen die US-Behörden, dass das Programm nur auf dem einen iPhone laufen soll und im Anschluss auch gleich wieder gelöscht werden könne, allerdings befürchtet der iPhone-Hersteller, dass die Software in falsche Hände geraten könnte.

Einem Bericht des “Wall Street Journal“ zufolge, erwägen die Behörden auch in anderen Fällen, Apple zum Entperren von sichergestellten iPhones zu drängen. Unter Berufung von Insider, berichtet das „Wall Street Journal“ von etwa einem Dutzend weiteren Fällen. Aufgrund der Sicherheitseinstellungen, können die Daten der sichergestellten iPhones nicht ausgewertet werden.

Details zu den Fällen sind bislang noch nicht bekannt. Für eine Stellungnahme waren bislang weder Apple noch das Ministerium zu erreichen.

Teaser & Image „Bill Gates speaks to staff at DFID“ (adapted) by DFID – UK Department for International Development (CC BY 2.0)

Patrick Kiurina

Patrick Kiurina war 2015 bis Ende 2016 für die Netzpiloten aktiv und studierte vorher Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien. Neben Technik interessiert er sich gleichermaßen auch für Sport und Musik.

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