Das smarte Maßband Bagel

Trotz des fortgeschrittenen digitalen Wandels, gibt es Bereiche die zum Teil noch verhältnismäßig altmodisch sind. Ein Beispiel dafür sind Werkzeuge. Allerdings nicht mehr lange. So hat sich das Kickstarter-Gadget Bagel zur Aufgabe gemacht, dass modernste und smarteste Maßband der Welt zu sein. Somit soll das komplizierte Feststellen von Längen und das umständliche Notieren dieser Längen, entgültig der Vergangenheit angehören.

Bagel verfügt über drei integrierte Modi und kombiniert diese innerhalb eines kompakten Geräts. Zollstöcke oder Papiermaßbänder sollen somit für immer in der Schublade verschwinden. Bagel ist nicht nur in der Lage gerade Flächen zu messen, sondern kann auch den Bauchumfang, sowie weit entfernte Flächen per Laser messen. Bei den drei Messmethoden handelt es sich um den sogenannten String Mode (Messen per herausziehbarer Schnur), den Wheelmode (Messen durch Abrollen per Rad) und den Remote Mode (Messen per Sensor).

Der String Mode ist nicht mehr als ein klassisches Maßband, welches bis zu drei Meter ausgezogen werden kann und den gemessenen Wert im Anschluss auf dem OLED-Bildschirm von Bagel anzeigt. Der Wheel Mode hingegen ist optimal dazu geeignet gekrümmte Oberflächen zu messen. Dazu wird Bagel wir ein Rad gerollt und ist in der Lage Distanzen bis zu 10 Meter zu messen. Besonders interessant gestalet sich der Remote Mode. Hier lassen sich mit Hilfe von Laser-Technik auch Abstände zu Objekten messen, die ansonsten nur schwer oder gar nicht zu erreichen sind. Mit dieser Technik lassen sich bis zu fünf Meter messen. All diese Modi sind in Bagel integriert und verfügen über verschiedene Messbereiche und Genauigkeiten.

Was das Maßband aber erst so richtig smart macht, ist die Synchronisation mit dem iPhone oder einem Android-Smartphone. Die zugehörige App wird kostenlos zur Verfügung stehen und zeigt dem Nutzer alle gemessenen Werte, die per Sprachnachricht beschrieben wurden, in einer Liste an. Auf diese Weise können Sie sicher gehen, dass kein Messergebnis verloren geht. Das südkoreanische Startup verspricht außerdem eine maximale Fehlertoleranz von 0,5 Prozent unter normalen Raumtemperaturen. An einer noch niedrigeren Quote werde bereits gearbeitet.

Der ursprüngliche Betrag von 30.000 US-Dollar wurde auf Kickstarter bereits deutlich überschritten. Insgesamt sind weit mehr als 100.000 US-Dollar zusammengekommen. Der endgültige Verkaufspreis soll bei etwa 90 US-Dollar liegen. Eine Auslieferung ist für November geplant.

Patrick Kiurina

Patrick Kiurina war 2015 bis Ende 2016 für die Netzpiloten aktiv und studierte vorher Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien. Neben Technik interessiert er sich gleichermaßen auch für Sport und Musik.

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