Die Apple Watch und ihre Möglichkeiten im Vertrieb

Apple Watch

Apple hat mit der Vorstellung der Apple Watch viel Aufsehen erregt. Ob die vermeintlich smarte Uhr ein großer Erfolg wird und ob sie mit ihren großen Geschwistern, dem MacBook, dem iPad und dem iPhone, mithalten kann, wird sich noch zeigen. Aber es ist schon jetzt abzusehen, dass der Einsatz einer Smartwatch in einem Vertriebsunternehmen für Vorteile sorgen kann.

Daten an der Hand

Wahrscheinlich wird sich nicht gleich jeder Verkaufsangestellte eine eigene Apple Watch zulegen, aber der Einsatz der Uhr in einem Betrieb kann durchaus interessant sein. Schon jetzt benutzen Fitness-Apps wie Runkeeper, Lifesum oder Nike+ ein System aus Mitteilungen, Zielen, Errungenschaften und sozialer Präsenz. Ähnliche Systeme können auch benutzt werden, um für produktivere Arbeitsverhältnisse zu sorgen. Es gibt schon Möglichkeiten, um so eine Arbeitsweise zu ermöglichen, beispielsweise mit dem Programm Sparta. Eine Smartwatch erweitert nun solche Möglichkeiten, da man mit ihrer Hilfe immer erreichbar ist.

Ist die Apple Watch aber deshalb gleich ein unnötiges Gerät?

Kritiker bemängeln an der Apple Watch, dass sie „cool aussieht, aber keinen wirklichen Nutzen für Verkäufer habe„. Niemand würde mit ihr wichtige Entscheidungen treffen oder Geschäfte machen. Dafür ist die Uhr nicht designt, da man mehr Rechenpower und vor allem mehr Eingaben benötigt.

Verwendung im Handel

Trotz der Nachteile der Apple Watch ergeben sich mit ihr ein paar interessante Anwednungsszenarien. Vielleicht kann sie sogar Vertriebsmanagement, Vertriebsgamifizierung und Vertriebsmotivation revolutionieren:

  1. Mithilfe von tragbaren Geräten können zu jeder Zeit Feedback, Ergebnisse, Lob und Anerkennung vergeben werden. Diese werden vom Mitarbeiter sofort bemerkt und man weiß, dass die Nachricht sofort ankommt.

  2. Tragbare Geräte machen die Bedienung von arbeitsbasierten Apps einfacher. Zwar kann man wahrscheinlich keine ganzen Projekte planen, aber Meetings und Konferenzen lassen sich genauso effektiv planen wie Mahlzeiten und Läufe in Fitness-Apps.

  3. Tragbare Geräte können für eine höhere Zuständigkeit und Transparenz sorgen. Mit so einem Gerät kann man direkt mit einer bestimmten Person in Kontakt treten und eine schnellere Antwort erwarten.

Unternehmen wie Salesforce kümmern sich schon jetzt um Applikationen für Smartwatches. Diese zeichnen sich vor allem durch eine simple und schnelle Bedienung aus. Mit nur einem Druck kann ein Manager beispielsweise einen Preisnachlass bewilligen, ohne von anderen, wichtigeren Aufgaben, länger als nötig, abgelenkt zu werden.

Wahrscheinlich werden sich schon bald auch andere Unternehmen an Apps für eine Apple Watch versuchen. Viele der Apps könnte zwar zu Beginn noch scheitern, aber mit der Zeit sollten sich Unternehmen an den Umgang mit Smartwatches gewöhnen und gute Programme entwickeln. Vielleicht wird sich sogar die Arbeit durch tragbare Geräte komplett verändern.

Image by Apple, Inc.

Adrian Wulfram

Adrian Wulfram hat sein Abitur 2014 absolviert und sucht seitdem nach einem Einstieg in die Welt der Medien. Er ist seit März in der Redaktion von Netzpiloten.de tätig.

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