Die FIFA 11 Sportsimulation im Test

Wer Fifa 11 auf dem PC zockt, der weiß, dass man hohe Ansprüche an das Fussballsimulationsspiel auf dem iPhone hat. Doch was leistet die App wirklich?

Fifa 11 ist bekannterweise ein Simulationsspiel im Bereich des Fussballes. Man hat die Wahl zwischen verschiedenen Manschaften in verschiedenen Ligen. Für den Einstieg habe ich die Bundesliga gewählt und mir den BVB ausgesucht. Für alle Fussballfans: Ich bin kein BVB-Fan. Die Wahl war lediglich darauf bezogen, da – wie jeder weiß – Dortmund höchstwahrscheinlich die Meisterschaft gewinnen wird. Mal sehen, was die Dortmunder zu bieten haben…

Der erste Eindruck ist sehr gut. Das Spiel startet flott, ohne Verzögerungen. Als Laie oder auch Kenner erkennt man sofort die ersten Schritte, zur Auswahl des Spielmodies.
Manschaft gewählt, Teamtaktik festgelegt, Aufgaben verteilt. Nur, wo ist der Transfermarkt?
Electronic Arts hat mit viel Mühe versucht, Fifa 11 so zu gestalten wie bei Fifa auf dem PC. Doch leider sind zahlreiche Funktionen nicht vorhanden. Es sollte außerdem an der Teamtaktik gefeilt werden. Als Anfänger denkt man, dass durch Drag & Drop die Spieler getauscht und somit die Aufstellung sich ändern. Halb richtig! Leider merkt man erst später, dass man auf die Zahl klicken muss, damit es funktioniert. (s. unten.)

Auf dem Spielfeld angekommen, hatte man als Kenner von Fifa bereits den Durchblick. Manche Funktionen erscheinen während dem Spielen über den Köpfen der Spieler. Zum Beispiel „Drücke 2x um Spezialfunktion“ um zu aktivieren.

Mein Fazit zur Steuerung: Es ist umgesetzt worden, jedoch sehr mangelhaft. Es ist sehr komisch, normalerweise rennt der Spieler gegen den Gegenspieler, sobald man „Zweikampf“ drückt. Dies tat er, jedoch erst nach dem zweiten Anlauf. Nervig! Besonders in einer Partie gegen den FC Bayern München…
Die App hat gewisse Schwierigkeiten die Spieler zu wechseln. Erst durch zufälliges Drücken merkt man, dass es möglich ist, den Spieler zu wechseln, indem man auf den Bildschirm drückt.
Generell finde ich die Steuerung mittelmäßig. Die Sensibilität fehlt, es ist sehr starr und es fehlt an Dynamik. Wirklich mit Feinmotorik kann man nicht spielen. Mein Spiel wirkte sehr unruhig und unpräzise.
Auch der Abschlag des Keepers sollte demnach mit einem nächsten Update behoben werden. Man sieht den Stärkebalken nicht, was ziemlich nervt, wenn man einen bestimmten Spieler anspielen möchte.

Der Sound und die Grafik vom Stadion sind sehr gut umgesetzt, jedoch ist bei der Grafik bei einigen bzw. fast allen Spielern einiges falsch gelaufen. Ribery sieht aus, wie ein Spieler mit dunklen Haaren – schade!
Vielleicht sind die Ansprüche zu hoch, jedoch kann ich von ca. 800MB schon verlangen, dass a) die Steuerung einwandfrei ist, b) die Spieler „realistisch“ aussehen, c) ein Transfermarkt vorhanden ist.

Besonders nervig: Zum ersten Mal lief eine App auf meinem iPod Touch nicht flüssig. Totale Enttäuschung!

Update: Jetzt ist auch eine Multiplayerfunktion vorhanden!

Name: Fifa 11
Hersteller: Electronic Arts
Preis: 3,99 Euro
Spieldauer: Unbegrenzt
Größe: 853 MB

Spielspaß: 3,5 Unitypoints
Grafik: 3,5 UP’s
Sound: 4,5 UP’s
Spielprinzip: 3,5 UP’s
Schwierigkeit: 4 UP’s
Preis-Leistung: 3 UP’s

Pro:
– Sehr viele Vereine und Spieler
– Spielgrafik, ausgenommen die einzelnen Spieler
– Übersicht/Erklärungen

Contra:

– Spielergrafik
– Steuerung
– Spielspaß fast nicht vorhanden
– Leistung (Spiel)

Fazit: Eine große Enttäuschung. Bisher sind nur gute Spiele aus dem Hause Electronic Arts bekannt – zumindest die PC-Games. Die Steuerung ist verbesserungswürdig, aber nicht schlecht. Der Sound ist soweit sehr gut gelungen, aber vielleicht sollte man eine andere Startmusik verwenden. Dazu noch zu sagen: Fussballapps sind sehr schwer umzusetzen. Ich persönlich habe jedoch schon bessere Fußballsimulationen im App Store getestet.

Für Fussballfans vielleicht eine Beschäftigung. Für alle anderen nicht zu empfehlen!

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Philipp Biel

hat 2008 mit bielsipod den Startschuss für dieses Projekt gegeben und ist im Laufe der Zeit zum Geschäftsführer des Biel Netzwerk, einem Zusammenschluss themenrelevanter Webseiten, geworden. Nebenbei studiert Philipp BWL & Management an der WHU in Vallendar und ist ein leidenschaftlicher Gründer.

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