Fit in den Frühling: Was kann der Fitnesstracker Fitbit Charge 2?

Vor einigen Wochen habe ich angefangen, mich mit dem Thema Fitnesstracker auseinanderzusetzen. Dafür habe ich den Huawei Band 2 Pro getestet, der mir wirklich sehr gut gefallen hat. Bevor ich mich jedoch für einen endgültigen Kauf entscheiden wollte, brauchte ich einen Vergleich. Da ich diesen noch nicht hatte, wollte ich unbedingt noch den Fitbit Charge 2 testen.

Ausgepackt und dann?

Vom Design des Fitbit Charge 2 war ich von Anfang an begeistert. Der Fitbit Charge 2 sieht nicht nur super aus, er sitzt auch sehr bequem, was ich Anfangs beim Huawei Band 2 Pro zu bemängeln hatte. Er wirkt mit seiner Breite von gerade mal 21,45 mm entgegen meinen Erwartungen überhaupt nicht klobig, sonbdenr ist sehr unauffällig und anschmiegsam. Passend zu seinem schlanken Design kann man noch viele weitere Armbänder erstehen. Dabei gibt es die Fitbit in verschiedenen Größen passend für jedes Handgelenk. Außerdem ist der Fitbit Charge 2 schweiß-, spritzwasser- und regendicht. Allerdings sollte man den Tracker unter der Dusche oder beim Schwimmen nicht tragen.

Los geht’s!

Das Einrichten hat sich etwas in die Länge gezogen. Das Aktualisieren brach immer wieder ab, sodass ich einige Male neu starten musste. Das kann allerdings auch an meinem Smartphone liegen, da dieses nicht offiziell von Fitbit unterstützt wird und die Bluetooth-Verbindung immer wieder abbricht. Nachdem das Gerät es dann zehn Minuten geschafft hat, die Aktualisierung durchzuziehen, ging es endlich los.

Zunächst benötigt man die App, die man sich im Google Play Store oder im Apple Store kostenlos herunterladen kann. Die dazugehörige App für den Fitbit Charge 2 hat mir in ihrer Aufmachung sehr gut gefallen. Sie ist sehr übersichtlich gestaltet und bietet viele Möglichkeiten, seine Fitness und täglichen Daten zu überblicken. Wer das Ganze lieber am großen Bildschirm tun möchte, kann das auch in der Fitbit-Browserversion erledigen.

Fitbit Dashboard Browser
Sowohl in der App als auch in der Browser-Version kann man alles genau überblicken. Screenshot by Jennifer Eilitz

Wie funktioniert die Fitbit?

Das OLED-Display zeigt die Uhr im gewünschten Design an. Hierbei kann man sich für verschiedene Anzeigeoptionen entscheiden. Die Bedienung ist sehr einfach. Am seitlichen Knopf drücken, um das Display einzuschalten oder einfach den Arm anheben, so als würde man auf die Uhr schauen, dann schaltet sich das Gerät automatisch an. Sobald der Arm wieder eine andere Position einnimmt, geht dieser wieder aus. Auf der Uhr kann man nun hin- und herswitchen, entweder anhand des Knopfes oder indem man oberhalb des Bildschirms tippt. Laut Hersteller soll die Akkulaufzeit des Trackers etwa fünf Tage betragen, was ich gut bestätigen kann. Das Aufladen geht ebenfalls sehr einfach und nimmt lediglich ein bis zwei Stunden in Anspruch.

Ein Alleskönner

Die App verfügt über viele Funktionen die die tägliche Nutzung sinnvoll einteilen.

Tagesziele: In der App erhält man einen Überblick über die gelaufenen Schritte. Klickt man direkt auf das Symbol, zeigt sie zudem eine ausführliche Statistik mit den wöchentlichen Zielen. Ich versuche täglich auf mindestens 6.000 Schritte zu kommen. Daneben zeigt sie noch die Anzahl an Etagen, da das Gerät mit einem Höhenmesser ausgestattet ist. Somit können deine gelaufenen Etagen, die gelaufenen Kilometer, die verbrannten Kalorien und die aktiven Minuten aufgezeichnet werden.

Aktive Stunden: Die Fitbit möchte, dass man sich auch innerhalb der einzelnen Stunden genügend bewegs und fordert den Nutzer daher einmal in der Stunde auf, etwa 250 Schritte zu gehen. Hat man das Ziel erreicht, bekommt man einen pinken Punkt angezeigt, der sagt, ob man das Ziel erreicht hat oder nicht.

Die Anzahl an aktiven Stunden bestimmt man bei den Einstellungen. Meine aktiven Stunden befinden sich in einer Zeit zwischen sechs Uhr am Morgen und 18 Uhr am Abend. In dieser Zeit bin ich den Tag über unterwegs und kann anschließend schauen, wie viele Stunden ich dann auch tatsächlich geschafft habe.

Freunde: Wer nicht alleine trainieren möchte, muss das auch nicht tun. Man kann seine Freunde einladen, mit denen man Wettkämpfe austragen will. Man kann seine Freunde allerdings auch motivieren oder spaßeshalber necken, wenn man mit deren Leistungen nicht zufrieden ist.

Neben den Einstellungen gibt es natürlich eine ganze Reihe Möglichkeiten, sich selbst zu kontrollieren. Du kannst beispielsweise das wöchentliche Training festlegen und einstellen, an wie vielen Tagen man unter der Woche trainieren will. Oder man überwacht die eigenen Schlafgewohnheiten.

Höre auf das, was dein Herz dir sagt

Mit dem Fitbit Charge 2 hat man seine Herzfrequenz immer im Auge. Sowohl der Tracker als auch die App zeigen auf Abruf die Herzfrequenz an. Man kann herausfinden, wie viele Schläge pro Minute das eigene Herz braucht, oder wann es sich in der Ruhefrequenz befindet. Zudem kann man seine Sporteinheiten, Fettverbrennung und Cardiofitness besser kontrollieren.

Essen, Kalorien, Trinken: Zu einem sportlichen und gesunden Alltag gehört natürlich auch eine gesunde Ernährung. Auf der Fitbit Charge 2-App kann man alles eintragen, was du am Tag zu dir genommen und wie viel du getrunken hast. Die App zeigt an, wie viele Kalorien mn bereits zu sich genommen hat. Die Mglichkeiten sind erstaunlich weitreichend. Man kann fast alles eintragen und die App weiß sofort Bescheid. Sie wusste sogar die Angaben zu meinem Salat, den ich mir morgens auf meinem Weg am Bahnhof gekauft habe. Diese Funktion gefällt mir mitunter am besten, da ich endlich sehe, wie viel ich am Tag eigentlich zu mir nehme, ohne mühsam Kalorien zählen zu müssen.

Gemeinsam geht’s besser: Gamification deluxe

Ist der Sportsgeist so richtig entfacht, kann man mit dem Fitbit Charge 2 mehrere Tage an virtuellen Wettrennen teilnehmen – und das an allen Orten der Welt. Wenn dabei ein bestimmtes Zwischenziel erreicht wird, erhält man Panoramafotos von dem Ort, an dem man das Rennen austrägt. Wenn man aber lieber alleine auf Reise gehen möchte, kann man auch an einem Solorennen teilnehmen und zum Beispiel gemütlich durch New York spazieren.

Anleitungen: Wer sich mit Training und sportlichen Übungen schwertut, kann sich ganz einfach Anleitungen auf der App ansehen, die einem genügend Inspiration liefert, um sein eigenes Training in den eigenen vier Wänden zu starten. Wenn nan dabei auch noch die Leistungen seiner Freunde checken möchte, kann man sich mit ihnen vernetzen und schauen, welche Ziele und Fortschritte sie machen. Man kann sie unterwegs motivieren, necken und ihnen Nachrichten senden.

Stell dich auf was ein!

Das Menü beim Fitbit Charge 2 ist variierbar, dafür gibt es deutliche Pluspunkte. Ich habe mich für meine Schritte, meine Herzfrequenz, Stoppuhr, Relaxen und für Laufen, bzw. verschiedene Trainingsarten entschieden. Wenn ich mit dem Sport beginne, lasse ich den Sportmodus laufen, der mir durchgehend meine Herzfrequenz und die Zeit anzeigt. So kann ich genau sehen, ob mein Training effektiv ist und ich mich zumindest im Fettverbrennungsmodus befinde.

Eine für mich persönlich schöne Nebensache ist das Empfangen von Nachrichten auf dem Fitbit Charge 2. Hier kann man zwischen herkömmlichen SMS, Kalenderbenachrichtigungen, Anrufen und WhatsApp-Nachrichten auswählen. Manch einer mag sich durch das Vibrieren am Handgelenk vielleicht gestört fühlen, ich hingegen finde diese Funktion sehr praktisch. So schaue ich tatsächlich weniger auf mein Smartphone. Schade finde ich allerdings, dass ich, anders als beim Huawei Band 2 Pro, meine Emails nicht auf dem Tracker anzeigen lassen kann.

Fazit: Fitbit Charge 2 gewinnt durch Punktsieg

Nachdem ich endlich einen Vergleich hatte muss ich sagen, dass mir der Fitbit Charge 2 noch besser gefällt als der Huawei Band 2 Pro. Das liegt aber weniger an den Funktionen, sondern vielmehr an der vielseitigen Fitbit-App. Hier hat der Nutzer tatsächlich viele Möglichkeiten, sich selbst und seine sportlichen Aktivitäten zu überwachen. Auch das schlanke Design des Trackers und der App hat mich überzeugen können.

Leider kann ich persönlich die Verbindung zwischen Smartphone und Fitnesstracker nicht vollkommen auskosten, da mein Smartphone leider nicht von Fitbit unterstützt wird. Immer wieder kommt es zu fehlgeschlagenen Synchronisierungen und auch das Empfangen der Nachrichten auf dem Tracker wird ständig unterbrochen. Das nervt wirklich enorm. Vor dem Kauf sollte man also unbedingt darauf achten, ob das eigene Smartphone kompatibel mit dem Gerät ist.

Unabhängig davon bin ich sowohl mit der App als auch mit dem Fitnesstracker recht zufrieden. Ich nutze den Fitbit Charge 2 mittlerweile tatsächlich jeden Tag, um meine Schritte zu kontrollieren. Abends oder auch mal zwischendurch schaue ich in die App, um meine Mahlzeiten und mein Trinkverhalten dort einzutragen.

Wer sich selbst und seine sportlichen Fortschritte genau überprüfen möchte, gerät mit der Fitbit Charge 2 an einen wirklich guten Fitnesstracker. Die dazugehörige App bietet mehr als genügend Möglichkeiten und Hilfestellungen, um die eigene Fitness im Alltag ganz einfach auszubauen.

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Dieser Artikel erschien zuerst auf Netzpiloten.de.


Images and Screenshots by Jennifer Eilitz

Adam Birkett – via unsplash.com

Jennifer Eilitz

kommt aus der Lüneburger Heide und studiert Bibliotheks- und Informationsmanagement an der HAW in Hamburg. Derzeit macht sie ein Praktikum bei den Netzpiloten und ist auch nebenbei als Bloggerin unterwegs.

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