Foxconn: Menschenwürde sieht anders aus

foxconn_workersAuch die Arbeitsbedingungen bei Foxconn müssen einmal mehr diskutiert werden. So wie es aussieht hat sich in dem Punkt nämlich nicht so viel verändert, wie es scheint. Zwei Mitarbeiter des französischen Fernsehsenders France 2 haben sich mit versteckter Kamera bei Foxconn eingeschlichen und Bilder aus den Schlafsälen des Unternehmens veröffentlicht. In den neuen Schlafsälen, die extra für die neuen Mitarbeiter gebaut wurden, die am iPhone 5 arbeiten, ist weder Elektrizität noch fließendes Wasser vorhanden. Außerdem sind die Säle auch noch nicht fertig gebaut.

Fabriken haben Vorrang beim Bau

Foxconn selbst begründet die noch unfertigen Schlafsäle damit, dass die Fabriken zur Fertigung des iPhone 5 noch Vorrang besitzen und diese erste später fertiggestellt würden. Auch die von Apple und Foxconn versprochene Lohnerhöhung ist wohl eher eine Alibiversprechung gewesen, denn die 290 US Dollar Lohnerhöhung wird zum Teil für Unterkunft, Versicherung und andere Ausgaben von Foxconn zurückgefordert. Ebenso fertigt Foxconn jetzt psychologische Gutachten der Mitarbeiter ab, um Selbstmorden vorzubeugen. Auch diese Maßnahme muss von den Mitarbeitern mit 7 Dollar bezahlt werden. Zuvor hatten sich bereits 13 Mitarbeiter das Leben genommen und vier haben es versucht. Auch über die iPhone 5 Fertigung generell wird in dem Bericht gesprochen. So wurden zahlreiche Studenten aus den Universitäten abgezogen um die fehlenden Arbeitskräfte für die Produktion nachzurüsten. Den Studenten wurde in dem Zuge damit gedroht, dass sie ihren Abschluss nicht bekämen, wenn sie nicht für Foxconn arbeiten.[xyz-ihs snippet=“GoogleAdsense“]

1,4 Millionen Menschen sind bei Foxconn beschäftigt

Jetzt wird Apple immer in einem Atemzug mit Foxconn genannt. Tatsächlich arbeiten aber noch einige weitere bekannte Elektronikunternehmen mit Foxconn zusammen. Andere Unternehmen die von Foxconn beliefert werden sind zum Beispiel Samsung, Dell oder Sony. Die Arbeitsbedingungen für das iPhone 5 wurden von den Mitarbeitern schon öffentlichkeitswirksam durch Demonstrationen zur Schau gestellt.

Hier ist das Video zu dem Bericht:

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