Gefährliches Spiel: Apple iPhone Spionage-Software

Eine neue Sicherheitslücke tut sich in der iPhone-Welt auf. Frei erhältliche Spionagesoftware bedroht alle Besitzer moderner Smartphones. Jeder ist gefährdet!


Nutzung beim Militär, den Geheimdiensten und der Polizei

Durch Forensik-Software, genutzt beim Militär, Geheimdiensten und der Polizei, können ältere Geräte und auch moderne Smartphones schon seit längerem ausgelesen werden. So lässt sich zum Beispiel zurückverfolgen, wo sich ein Verdächtiger zur Tatzeit aufgehalten, mit wem er gesimst oder telefoniert hat. Solange man sich nichts zu Schulden kommen lässt, ist dies für den Otto Normalverbraucher eher ungefährlich.

Spionage-Software nun frei zugänglich

Gefährlich wird es erst wenn auch Zivilisten an die voll funktionsfähige Testversion der Spionagesoftware kommen. So kann ein unbeaufsichtigtes Mobiltelefon schnell zur Fundgrube vieler lieb gewonnener Daten werden. Auch scheinbar gelöschte Daten können mit der Forensik-Software problemlos wiederhergestellt werden, so Computerbild.

Mehrere zehntausend Leute sollen bereits die kostenlose Testversion der Forensik-Software Oxygen Forensic Suite 2011 von der Herstellerseite oder öffentlichen Download-Portalen heruntergeladen haben. Das gleiche Programm nutzen auch BKA und Landeskriminalämter in einer erweiterten Version, um die Daten von Apple-Geräten wie iPhone, iPod touch und iPad auszulesen. Darunter zählen auch alle SMS, MMS und Emails, sowie Kontaktadressen, Kalendereinträge und Bilder.

Die Timeline-Funktion ermöglicht ein unproblematisches Auslesen der Internetdaten, sowie der Anrufliste. Selbst die Codesperre lässt sich mit dem Password Breaker durch Brute-Force (Schnelles automatisches Ausprobieren aller Möglichkeiten) umgehen.

Wie man sich schützen kann!

Die Testversion von Oxygen Forensic Suite 2011 ermöglicht zwar lediglich das Auslesen aller Apple-Geräte, mit der 500€ teuren Vollversion sind aber auch Android-Handys kein Problem. Doch sollte man sich nun nicht zu früh freuen: Die Software ist zwar legal, das Ausspähen privater Handydaten jedoch strengstens untersagt. Experten warnen: „Wer als Privatperson eine Forensik-Software nutzt, kann sich strafbar machen.“

Um sich beim Verkauf vor einem Datenklau zu schützen, sollte man unbedingt persönliche Informationen durch mehrfaches Überschreiben und Wiederherstellen löschen. Dazu sollte das Gerät im Menüpunkt „Einstellungen“ erst auf Werkszustand zurückgesetzt werden, um dann den gesamten Speicher mit Dateien wie MP3-Musikstücken zu füllen. Dieser Vorgang sollte noch ein zweites Mal wiederholt werden.

Philipp Biel

hat 2008 mit bielsipod den Startschuss für dieses Projekt gegeben und ist im Laufe der Zeit zum Geschäftsführer des Biel Netzwerk, einem Zusammenschluss themenrelevanter Webseiten, geworden. Nebenbei studiert Philipp BWL & Management an der WHU in Vallendar und ist ein leidenschaftlicher Gründer.

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