Goldene Smartwatches an Stelle von Workstations

Das selbst Profis mit dem aktuellen Mac Pro noch immer keine 10-Bit-Bilder mit Photoshop darstellen können, ist laut dem c’t und heise- online Redakteur Martin Fischer ein Armutszeugnis für Apple und exemplarisch für die Firmenpolitik des Weltkonzerns. Nach dem Medienwissenschaftler zu urteilen, stellt Apple einfach keine Geräte her, die mit typischen Workstations zu vergleichen sind. Auf diese Weise bleibt manchen Profis nichts anderes übrig, als zu Windows-Rechnern zu wechseln.

Der Witz dabei ist, erklärt Fischer, dass die 10-Bit-Darstellung eine zentrale Funktion von Profi-Grafikkarten ist, wovon zwei im Mac Pro stecken. An jedem Windows-Rechner ist diese Funktion selbst mit günstigen Grafikkarten für um die 100 Euro möglich, sofern das Display und die jeweilige Anwendung das auch unterstützen.

Der Medienwissenschaftler sieht in Apple schon längst keine Firma mehr, die sich um die Wünsche der Pro-Klientel schert. Sogar das Gegenteil ist seiner Meinung nach der Fall. Von Jahr zu Jahr wird die Starrköpfigkeit und Arroganz größer. Fischer sieht bei dem Weltkonzern eine Entwicklung von der einstigen Kreativ-Schmiede, hin zu einer milliardenschweren Möchtegern-Luxusmarke, die lieber überteuerte Smartwatches herstellt anstatt ordentliche Workstations und selbst treue Kunden im Regen stehen lässt.

Image „Apple event sept 12 San Francisco“ (adapted) by Dennis Goedegebuure (CC BY-SA 2.0)

Patrick Kiurina

Patrick Kiurina war 2015 bis Ende 2016 für die Netzpiloten aktiv und studierte vorher Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien. Neben Technik interessiert er sich gleichermaßen auch für Sport und Musik.

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