iPad-Kaufberatung: Welches iPad eignet sich für welchen Nutzer?

iPad, iPad Air, iPad mini und iPad Pro – Apples Tablet gibt es mittlerweile in vier verschiedenen Ausführungen, die sich mehr oder weniger stark voneinander unterscheiden. Sich dabei für eines der Geräte zu entscheiden, kann mitunter schwierig sein. Aus diesem Grund haben wir für euch zusammengetragen, für welchen Anwender welches iPad am besten geeignet ist. Erwartet dabei aber bitte kein ausführliches technisches Review. In unserer iPad-Kaufberatung soll es vielmehr um die Arten der Nutzung gehen, für die das jeweilige iPad sinnvoll sein kann.

iPad 2018

Beginnen wir mit dem Klassiker. In seiner ersten Version wurde das Tablet 2010 vorgestellt. Letztes Jahr hat Apple die 6. Generation des iPads veröffentlicht. Erhältlich ist es mit einer Speicherkapazität von 32 oder 128 GB. In seiner kleineren Version kostet das iPad 349 Euro und stellt damit den günstigsten Vertreter der iPad-Familie dar. Dabei ist es für jeden Standardnutzer eine gute Wahl. Der geringe Preis macht es besonders für Anwender attraktiv, die das Tablet nur in ihrer Freizeit nutzen wollen und das ist vermutlich auch der beste Grund, sich ein normales iPad anzuschaffen.

Mit seinem 9,7 Zoll Retina Display eignet es sich hervorragend zum Surfen oder Schauen von Filmen, Serien und Videos. Da das iPad mittlerweile auch den Apple Pencil unterstützt, taugt das Gerät außerdem, um sich Notizen zu machen oder gelegentlich Präsentationen zu erstellen. Auch Apps wie Procreate können zum Zeichnen genutzt werden. Allerdings empfehlen wir Nutzern, die das Tablet professionell nutzen wollen, die teureren Modelle. Das iPad ist mit seinem A10 Fusion Chip zwar nach wie vor recht flott, kommt bei wirklich professioneller Anwendung aber am ehesten an seine Grenzen. Auch Apples Smart Keyboard ist mit dem iPad nicht kombinierbar. Bluetooth-Tastaturen schaffen da zwar Abhilfe, wer jedoch ein wirklich vollwertiges Gerät für die Arbeit sucht, der wird hier nicht fündig.

Wir haben das neuste iPad kurz nach Veröffentlichung ausführlich getestet.

Unsere iPad-Kaufberatung: Das iPad eignet sich für Freizeit-Nutzer, kann aber auch für Schüler noch eine gute Produktiv-Lösung darstellen.

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iPad Air 2019

Das iPad Air lässt sich am ehesten als ein flotteres und größeres iPad beschreiben. Es gibt ein hervorragendes Entertainment-Gerät ab und lässt sich wunderbar für den privaten Gebrauch nutzen. Mit seinem 10,5 Zoll großen True Tone Retina Display und dem etwas schnelleren A12 Bionic Chip mit Neural Engine, stellt es aber ebenso ein komfortables Gerät für die Arbeit dar. Zwar ersetzt es einen Laptop für Dauernutzer eher nicht, gerade Illustratoren und Grafiker bekommen mit dem iPad Air jedoch ein leistungsstarkes Grafiktablet. Dank Apple Pencil und Apps wie Procreate lassen sich auf dem iPad Air professionelle Illustrationen anfertigen. Die bis zu 256 GB sollten dabei ausreichen, um auch größere Projekte auf dem Gerät zu speichern. Ansonsten besteht die Möglichkeit, Grafiken und Bilder ebenso in die iCloud auszulagern.

Studenten könnten mit dem iPad Air ebenfalls gut beraten sein. Die Kompatibilität mit dem Apple Pencil und Apples Smart Keyboard macht aus dem iPad Air einen geeigneten Studienbegleiter für Mitschriften, Präsentationen, Notizen, Skizzen und Hausarbeiten. Mit seinen 456 Gramm und den Maßen 250,6 x 174,1 x 6,1 Millimeter passt es außerdem in jeden Rucksack und jede Tasche und lässt sich notfalls auch mal unter den Arm klemmen. Auch wer sonst einen digitalen Begleiter für unterwegs sucht, könnte gerade aus preislicher Sicht mit dem iPad Air zufrieden sein. Als gelegentliches Office-Gerät lässt es sich für unterwegs ebenso gebrauchen und kann für etwa 100 Euro mehr in der Wi-Fi + Cellular Variante mit einer SIM-Karte ausgestattet werden.

Unsere iPad-Kaufberatung: Das iPad Air eignet sich für Freizeit-Nutzer, Studenten, Illustratoren und Grafiker sowie für gelegentliche Office-Anwender. Als alleiniges Gerät für die Arbeit reicht es jedoch nicht aus.

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iPad mini 2019

Was das Innenleben angeht, unterscheidet sich das iPad mini nicht großartig von seinem großen Bruder, dem iPad Air. Allerdings sagt der Namenszusatz „mini“ schon, dass sich Nutzer hier mit einem 7,9 Zoll großen Display zufriedengeben müssen. Außerdem entfällt die Kompatibilität zum Smart Keyboard, wodurch das Schreiben nur über das Tablet selber oder eine extra Bluetooth-Tastatur möglich ist. Eigentlich gibt es in meinen Augen nur zwei wirklich sinnvolle Verwendungen für das iPad mini. Es stellt sowohl ein hervorragendes Entertainment-Gerät für Zuhause, als auch auf Reisen dar. Dabei ist es mit seinen 449 Euro in der kleinsten Variante 100 Euro günstiger, als das iPad Air und lässt sich aufgrund der geringen Größe besser transportieren.

Zum anderen funktioniert es auch als produktives Gerät, ist dabei aber ganz klar eine Ergänzung zu einer richtigen Workstation und lässt sich aus Arbeits-Perspektive mit einem Notizbuch vergleichen. Notizen, Skizzen, Präsentationen oder Mails lassen sich von überall aus mit dem iPad mini erstellen. Ideen können digital und handschriftlich festgehalten werden und direkt auf einen PC oder Mac übertragen werden. Aufgrund seiner Größe und der fehlenden Tastatur ersetzt das iPad mini zwar keinen vernünftigen Rechner, ist aber die mobilste Variante. Wer es wirklich als mobilen Begleiter für seine Arbeit nutzen möchte, sollte außerdem darüber nachdenken, sich das Gerät in der WiFi + Cellular Variante zuzulegen. Über eine SIM-Karte habt ihr so auch unterwegs Zugriff auf die iCloud oder eure Mails.

Sowohl die Neuauflage des iPad Air, als auch die des iPad mini wurden erst vor kurzem von Apple veröffentlicht.

Unsere iPad-Kaufberatung: Das iPad mini eignet sich für Freizeit-Nutzer sowie professionelle Nutzer. Es kann aber immer nur ergänzen und dient eher dazu, mobil kreativ werden zu können. Ein vollwertiges Gerät für produktive Zwecke stellt es nicht dar.

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iPad Pro 2018

Das iPad Pro ist in unserer iPad-Kaufberatung das einzige iPad, das unter Umständen ein vollwertiges Gerät für produktive Zwecke abgibt. Im Gegensatz zu seinen Geschwistern ist es aber eher nicht für Entertainment-Nutzer gedacht. Zwar bietet es dieselben Funktionen, sein stolzer Preis von 879 Euro für die 11 Zoll Variante mit gerade mal 64 GB macht es für eine rein freizeitliche Nutzung aber viel zu teuer.

Ebenso wie das iPad Air, eignet sich das iPad Pro als Grafiktablet für Illustratoren und Grafiker, kann dafür aber auch gleich in einer 12 Zoll Variante erworben werden. Hier kann allerdings als einziges der neuere Apple Pencil der 2. Generation genutzt werden, der mit kabellosem Laden und ein paar extra Funktionen aufwartet. Die Möglichkeit, doppelt auf den Apple Pencil zu tippen, um zwischen Funktionen in Apps zu wechseln, gehört zu den Funktionen, die die 2. Generation des Stifts für professionelle Nutzer reizvoll macht. Das 12 Zoll Liquid Retina Display mit ProMotion Technologie bietet professionellen Anwendern außerdem eine erhöhte Bildrate von 120 Hz. Diese sorgt für flüssigeres Scrollen und gerade in Kombination mit dem Apple Pencil für ein flüssigeres Zeichnen.

Mit bis zu 1 TB Speicherplatz, bietet das iPad Pro außerdem den größten Speicher unter den iPads. Wer das Gerät fürs Office benutzen muss, kann auch hier dank des Smart Keyboards Microsofts Office-Produkte nutzen. Somit kann es sowohl stationär, als auch mobil für Notizen, Präsentationen und diverse andere Aufgaben genutzt werden. Der verbaute A12X Bionic Chip sorgt mit Neural Engine außerdem für die meiste Power unter den iPads.

Wie sich das erste iPad Pro aus 2015 für Journalisten gegenüber dem Surface Book schlägt, haben wir getestet.

Unsere iPad-Kaufberatung: Das iPad Pro eignet sich für Studenten, Illustratoren, Grafiker, Kreative und als Hauptgerät für Office-Anwender. Es ist das einzige iPad, das sich auch als alleiniges Gerät sinnvoll nutzen lässt.

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Image by niekverlaan via pixabay.com

Moritz Stoll

studiert Medieninformatik an der HAW und schreibt für die Netzpiloten. Nebenbei betreibt er einen Comedy-Podcast, und arbeitet als freiberuflicher Programmierer. Die Digitale Welt ist für ihn ein Ort voller Möglichkeiten und spannender Technologien, um damit Neues zu erschaffen und ganz viel auszuprobieren.

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