6 iPhone-X-Hüllen von Moshi, Speck und UAG im Test

Das iPhone X hat nicht nur Kollegin Julia im Test überzeugt, es gefällt auch mir von Tag zu Tag besser. Wer mehr aus seinem iPhone X herausholen möchte, findet eine große Auswahl an Zubehör. Das erste Accessoire, das ihr euch für euer neues Apple-Telefon zulegen solltet, ist jedoch definitiv eine Hülle. Schließlich ist das iPhone X wegen seiner kompletten Deckschicht aus Glas sehr empfindlich. Da die Maße von denen des iPhone 7 Plus und iPhone 8 Plus abweichen, könnt ihr vorhandene Hüllen nicht auftragen. Daher stelle ich euch sechs hochwertige iPhone-X-Hüllen vor, die das Edel-Smartphone schützen und im besten Fall auch dessen Glamour-Faktor unterstreichen.

UAG Monarch: Königliche Leibwache für vollen Körpereinsatz

Das Modell Monarch von Urban Armor Gear (UAG) ist der Prellbock unter den iPhone-X-Hüllen. Sein fünflagiger Verbundstoff aus Leder, Karbonfaser, Polycarbonat, legiertem Metall und schlagfestem Gummi steht für beinharte Nehmerqualitäten. Das Design ist sehr „ehrlich“, denn UAG versucht erst gar nicht, diesen Hüllen-Rambo mit feinen Zwirn salonfähig zu machen. Vielmehr versprüht die Hülle den rustikalen Charm einer futuristischen Panzerung, die so auch vom Set eines Sci-Fi-Films stammen könnte.

Die sportlich-spacige Hülle trägt dick auf, ist aber ein handliches Fliegengewicht. Sie schlüpft leichtgängig über mein iPhone X und sitzt bombenfest. Fingerabdrücke haften der Hülle selbst nach ausgiebigem Handgemenge nicht an. Der Rahmen überragt den Bildschirm um wenige Millimeter, sodass genügend Pufferzone bleibt, falls das Gerät einmal direkt auf das kostbare Display fallen sollte.

Rückseite und Ränder bedeckt die Modell UAG Monarch fast vollständig, von Aussparungen für die Kamera, die Stummtaste, die Lautsprecher und den Lightning-Anschluss abgesehen. Dank einer breiten Öffnung ist die Stummtaste gut zu erreichen. Die Lautstärke-Wippe und die Sperrtaste werden zwar von Kunststoff verdeckt, lassen sich dank einer flexiblen Wandung an diesen Stellen aber präzise bedienen.

UAG Monarch iPhone X
Die Hülle UAG Monarch ist sehr robust und setzt auf einen spacigen Look.

Ein Lightning-Kabel durch die Hülle hinweg mit dem iPhone X zu verbinden, ist kein Problem. Auch der freistehende Connector des Apple Lightning Dock passt einwandfrei durch die Öffnung der Hülle. Bei anderen Ladestationen ist die Funktion nicht auf Anhieb gewährleistet. Mit den Modellen Twelve South HiRise und Belkin Valet verstand sich die UAG Monarch erst nach einer Justierung der Connector-Position. Kabellosem Aufladen steht die Hülle nicht im Weg.

Mit einem Preis von rund 50 Euro greift ihr definitiv bereits ins teurere Regal. Den überwältigenden Amazon-Rezensionen zufolge ist die iPhone-X-Hülle UAG Monarch jedoch eine Anschaffung, die auch nach langer Nutzungsdauer nicht enttäuscht. Die Hülle gibt es in Schwarz, Schwarz-Silber sowie in Schwarz-Rot.

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Moshi Vesta: Alle Augen auf den Apfel

Mit einem gleichzeitig klassischen und modernen Look gefällt die iPhone-X-Hülle Vesta von Moshi.  Insbesondere die Rückseite meines silbergrauen Testexemplars wirkt sehr stylisch. Das Fischgräten-Muster der Stoff-Oberfläche und der Querstreifen, der nach gebürstetem Metall anmutet, machen was her. Hingegen der recht breite und relativ dick auftragende Rahmen in Metalloptik ist optisch nicht ganz auf dem gleichen hochwertigen Niveau. Er tut dem insgesamt edlen Look aber keinen Abbruch.

Fingerabdrücke oder Schlieren sind nahezu kein Thema. „Nahezu“ deshalb, weil die Rückseite mit einer Öffnung in der Größe einer 1-Euro-Münze freien Blick und Zugriff auf das Apfel-Logo bietet. Das bietet leider keinen Augenschmaus, weil die Glasfläche innerhalb eines Wimpernschlags voller Schlieren ist und zudem einen unansehnlichen Schmutzring aufweist, wenn ich die leicht zu montierende Hülle entferne.

Moshi Vesta iPhone X
Die iPhone-X-Hülle Moshi Vesta ist sehr schick. Schade, dass sie den Apfel nicht schützt.

Was den Rest des Gerätes betrifft, wird die iPhone-X-Hülle Moshi Vesta ihrer Schutzfunktion gerecht. Ein erhöhter Rand bieten einen Fallschutz für das Display. Gummierte Bedienelemente bedecken die seitlichen Tasten, ohne deren Funktion zu beeinträchtigen. Die Öffnungen für die Stummtaste und den Lightning-Anschluss sind jedoch zu klein geraten und münden in Fummelei. Wer sein iPhone X kabellos auflädt, hat kein Problem. Denn das gewährleistet das Modell Moshi Vesta tadellos.

Trotz kleinerer funktionaler und ästhetischer Mankos gehen die rund 40 Euro für die iPhone-X-Hülle Moshi Vesta in Ordnung, weil sie insgesamt wirklich ein außergewöhnlich stylischer Augenschmeichler unter den iPhone-X-Hüllen ist. Sollte silbergrau nicht euer Ding sein, gibt es die Moshi Vesta auch in Pink und Schwarz.

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Moshi Overture: Klappe zu, iPhone X sicher

Wer das brillante Display des iPhone X nicht durch die Bläschen und Eselsohren einer Schutzfolie verunglimpfen will, greift zu einer Folio-Hülle wie die Moshi Overture. Die Brieftaschen-Hülle umschließt neben dem iPhone X auch bis zu drei Plastikkarten und ein paar schmale Kassenbons.

Obwohl sich die wasserdichte Außenhülle sehr geschmeidig anfühlt, musste zum Glück kein Tier dafür seine Haut lassen. Schließlich handelt es sich um „veganes“ Kunstleder. Das weiche Innenfutter besteht aus haptisch angenehmer Mikrofaser, wobei das Fach für das iPhone X durch einen Polycarbonat-Rahmen verstärkt ist. Dieser ist passgenau gefertigt. Alle Bedienelemente an den Rändern des iPhone X lassen sich mühelos bedienen. Auch die Aussparungen für die Lautsprecher und den Lightning-Anschluss sind makellos präzise. Auf alle Ladestationen passt die Hülle jedoch nicht.

Wegen des Folio-Konzepts ist das iPhone X rundherum geschützt. Selbst die Hauptkamera ist durch dich millimeterdicke Laibung der Hülle vor direkten Bodenkontakt sicher. Die Kehrseite ist ein sperriges Gesamtpaket, das die Grenzen der Hosentaschentauglichkeit ausreizt. Und das umso mehr, wenn die Hülle mit Plastikkarten befüllt ist. Die Leitfähigkeit des drahtlosen Ladens beeinträchtigt die Hülle zum Glück nicht. Die rund 45 Euro teure Moshi Overture ist in Braun, Schwarz oder Zartrosa erhältlich.

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Moshi iGlaze: das Model unter den iPhone-X-Hüllen

Im Vergleich zu den Modellen Vesta und Overture zählt die Moshi iGlaze zu den schmaleren iPhone-X-Hüllen. Weil sie nicht so dick aufträgt, unterstreicht sie die schlanken Proportionen des iPhone X sehr gut. Wie bei den anderen hier vorgestellten iPhone-X-Hüllen, überragt der Rahmen das Display und umschließt das Gerät mit Ausnahme der Kamera komplett. Kratzer hält die dünne Kunststoffwand somit wirksam fern, bietet aber kaum Knautschzone, um die Energie von Stößen abzufangen.

Die Moshi iGlaze ist der schicke und filigrane Gegenentwurf zu den outdoor-orientierten iPhone-X-Hüllen wie der UAG Monarch oder der Speck Presidio Ultra. Mein schwarzes Testexemplar aus Polycarbonat sieht auf den ersten Blick sehr edel aus und trägt damit dem Premium-Charakter des iPhone X Rechnung. Die glatte Rückseite mit ihrer dezenten Streifen-Maserung harmoniert gut mit der mit kupfergoldenen Farbe des Rahmens. Dass ihr schon nach kurzem Gebrauch sichtbar Fingerabdrücke anhaften, lässt den makellosen Eindruck aber schnell verfliegen. Zudem sieht der kupfergoldene Rahmen besser aus als sich der matt-glänzende Kunststoff anfühlt.

Moshi iGlaze iPhone X
Die iPhone-X-Hülle Moshi iGlaze sieht schicker aus als sie sich anfühlt. Image by Berti Kolbow-Lehradt

Die Verarbeitungsqualität zeigt Licht und Schatten. So sind zwar die Öffnungen für die Stummtaste und die Lautsprecher passgenau ausgespart. Aber die beweglichen Elemente, die die seitlichen Tasten überdecken, erweisen sich als schwergängig und schwammig. Zudem ist die Öffnung für den Lightning-Stecker relativ klein, sodass die Zusammenarbeit nicht mit jeder Ladestation einwandfrei gelingt. Zusammengefasst wirkt die in Schwarz-Gold, Pink-Gold und Weiß erhältliche iPhone-X-Hülle Moshi iGlaze wie das günstige Modeschmuck-Imitat eines kostbaren Haut-Couture-Accessoires. Angesichts dessen ist der aufgerufene Preis von 35 Euro eher ambitioniert.

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Speck Presidio Ultra: iPhone-X-Hülle fürs Survival-Training

Dank des Lieferumfangs der iPhone-X-Hülle Speck Presidio Ultra bist du für toughe Outdoor-Einsätze ebenso gewappnet wie für den urbanen Alltag. Denn im Karton befinden sich gleich drei Komponenten: eine Backcover-Hülle, ein voluminöser Bumper und eine Halterung für Gürtel und Tisch.

Die Backcover-Hülle wäre an sich schon einen Kauf wert. Sie besticht durch einen schlichten Look in mattiertem Schwarz. Die Oberfläche ist erfreulich unempfindlich gegenüber Gebrauchspuren. Die flexiblen Elemente über der Standby-Taste und Lautstärke-Wippe sind präzise und leicht zu bedienen. Die Öffnung für die Stummtaste ist groß genug. Das Display ist dank des überstehenden Rands vor Schäden durch Bodenkontakt geschützt. Der Rand ist höher als bei anderen iPhone-X-Hüllen, was dem Look aber nicht schadet. Zwar ist die Öffnung für den Lightning-Anschluss sehr breit, aber aufgrund der Hüllenstärke ist die Kombination dennoch nicht auf allen Ladestationen verwendbar.

Der Bumper verschließt weitere Öffnungen. So wird die Stummtaste von einem Drehknopf bedeckt, mit dem sich der Kippschalter des iPhone X überraschend gut betätigen lässt. Außerdem befindet sich über dem Lightning-Slot eine Gummilasche, die vor Eindringen von Schmutz schützt. Der Bumper ragt einen halben Zentimeter über das Display hinaus und lindert somit auch in unebenen Gelände Fallschäden.

Die Halterung verwendet ihr, wenn ihr das iPhone X am Gürtel befestigen oder auf dem Tisch aufstellen wollt. Sind alle drei Komponenten angebracht, ist das Ensemble weder schick noch handlich. Stattdessen liegt der Schwerpunkt dann auf der Transport- und Standfunktion. Weil die Halterung einen sehr robusten Eindruck macht, würde ich ihr mein iPhone X anvertrauen. Es rastet satt ein und wackelt nicht. Für dieses hochwertige Gesamtpaket ruft Speck angemessene 60 Euro auf.

Presidio Clear: Lieber nicht so genau hinschauen

Das Modell Speck Presidio Clear ist die transparente Alternative zur schwarzen Slim-Hülle im Presidio-Ultra-Paket. Sie bietet den gleichen Formfaktor und damit auch eine vergleichbare Bedienung und Schutzleistung. Weil der Kunststoff durchsichtig ist, kommt das iPhone X darunter gut zur Geltung. Allerdings nur solange, bis ich Smartphone und Hülle in die Hand nehme. Denn die Presidio Clear ist sehr anfällig für Fingertapser und weist schon nach kurzem Gebrauch unansehnliche Schlieren auf. Dadurch wird der freie Blick auf das iPhone X schnell getrübt.

Speck Presidio Clear iPhone X
Die iPhone-X-Hülle Speck Presidio Clear ist transparent und lässt daher freien Blick auf die Smartphone-Rückseite.

Darüber hinaus fühlt sich die Hülle sehr glatt und glitschig an, weshalb ich nie die latente Angst loswerde, dass mir das iPhone X aus der Hand rutschen könnte. Dass die Hülle bei Berührung knarzt und quietscht, ist ebenfalls nervig. Insgesamt ist die Presidio Clear damit kein optischer und haptischer Genuss. Der vom Hersteller empfohlene Preis ist mit 35 Euro aus meiner Sicht zu hoch angesetzt. Im Online-Handel ist sie schon für weniger als die Hälfte zu haben. Auf diesem Preisniveau kann man über die Nachteile hinwegsehen.

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Was ist euer Favorit unter den vielen erhältlichen iPhone-X-Hüllen? Sagt es mir in den Kommentaren oder bei Facebook und Twitter.


Images by Berti Kolbow-Lehradt


Berti Kolbow-Lehradt

Berti ist ein pragmatischer Tech-Nerd, der gern Dinge testet, die das Leben komfortabler gestalten und vor allem Spaß bereiten. Er liebt smarte Unterhaltungstechnik sowie digitale Fotografie – und gibt gern Ratschläge dazu. Daher auch der Spitzname „RatgeBerti“. Wäre er nicht Technik-Journalist geworden, dann in einem anderen Leben vielleicht Superheld mit Technik-Overkill (Batman?) oder menschlicher Side-Kick bei den Transformers.

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