iTunes: Wie wahrscheinlich ist ein Ende in absehbarer Zukunft?

Ein Bericht des Fachblattes “Digital Music News“ , sorgt derzeit bei Apple-Anhängern für Aufregung. Demnach plane der Kultkonzern, den Download von Musik über iTunes innerhalb der nächsten zwei Jahre gänzlich einzustellen und in Zukunft nur noch auf Streaming zu setzen. Aktuell verdient Apple mehr Geld mit gekauften Songs bei iTunes als mit Apple Music. Wird sich das bald ändern? Apple hat sich nun zu Wort gemeldet und auf die Gerüchte reagiert.

Für gewöhnlich bleiben Gerüchte bei Apple unkommentiert. Zum angeblichen Ende von iTunes, meldete sich allerdings Pressesprecher Tom Neumayr zu Wort. Eine detaillierte Aussage gab es aber nicht, so hieß es auf Seiten Apples lediglich, dass das Gerücht schlichtweg “nicht wahr“ sei.

Hintergrund der Behauptung sind die seit 2012 von Jahr zu Jahr sinkenden Downloadzahlen, während der Streaming-Markt boomt. Schätzungen zufolge, soll der Download von Songs über iTunes von 3,9 Milliarden US-Dollar in 2012, auf gerade mal 600 Millionen Dollar im Jahr 2019 sinken. Während im letzten Jahr ein Rückgang von 16 Prozent verbucht wurde, sollen die Umsatzzahlen in diesem Jahr um bis zu 30 Prozent zurückgehen. So schrumpft der Download-Markt immer weiter, während Streaming-Angebote als Zukunftsmodell gelten.

Das der Bericht von Apple zurückgewiesen wird, ist keine große Überraschung. Allerdings sind die Spekulationen nicht gänzlich unplausibel. Die Downloadzahlen sinken seit vier Jahren immer mehr ab und mit mehreren Musik-Diensten im Angebot, könnte sich der Konzern selbst ins Bein schießen und bei Nutzern für Verwirrung sorgen.

Vorerst scheinen Downloads über iTunes erhalten zu bleiben, allerdings ist ein Ende von iTunes in absehbarer Zukunft weitaus wahrscheinlicher, als es auf den ersten Blick vermuten lässt.

Image „iTunes“ (adapted) by Mike Mozart (CC BY 2.0)

Patrick Kiurina

Patrick Kiurina war 2015 bis Ende 2016 für die Netzpiloten aktiv und studierte vorher Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien. Neben Technik interessiert er sich gleichermaßen auch für Sport und Musik.

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