Jahresrückblick 2010: Viele Neuerscheinungen, viele Fehler

Was war das nur für ein Applejahr. Laut dem Aktiengang ein mehr als gutes: Apple eröffnete das Jahr 2010 mit einem Wert von knapp 200 USD und ist am heutigen Tage bei knapp 322 USD angekommen.

Ein deutlicher Anstieg der sich durch die Massenproduktion neuer Geräte und Programme erklären lässt: iPad, iPhone 4, iPod nano, Mac mini, MacBook Air, iLife 11, …um nur einige von ihnen zu nennen. Doch war der Weg der Entwicklungen und Erscheinungen oft ein steiniger, nehmen wir mal das iPhone 4 – Zurückgelassen und vergessen in einer Bar. Es steht noch immer offen ob es eine geplante Marketingkampagne seitens Apple war, oder einfach ein schussliger Entwickler der den Prototypen einfach nur zu unwichtig fand.

Dann das Wort des Jahres aus der Applewelt: Antennagate – keiner hielt es für möglich, doch der perfekte Empfang wurde durch das Halten des iPhone 4 gestört. Das Schluchzen war groß und tausende User und Entwickler beschwerten sich, bis Steve Jobs eine Pressekonferenz anordnete. Kostenlose „Bumper“ für alle, diese dämpften nicht nur die Stöße beim Fall, sondern auch die Empfangsstörungen und die Hilferufe der Community.

Ein weiterer Höhepunkt war der Release des iPads – Ein Gerät von dem keiner dachte, dass er es mal brauchen würde. Ein großer iPod touch, MacBook ohne Mac und Tastatur wurde es geschimpft – Im Nachhinein einer der größten Kassenschlager die Apple je gemacht hat. Heute drängen sich eine Hand voll weitere Geräte auf den Markt, doch Apple hat mal wieder seinen Sinn für Marktlücken bewiesen.

Doch nicht genug vom iPad, Apple behandelte es immer wie das fünfte Rad am Wagen. iOS 4.2 ließ auf sich warten und zögerte sich immer weiter heraus. Und dann kam es endlich: Multitasking, Ordner und eine Vielzahl neuer Funktionen – kurze Zeit später auch der Jailbreak.

Die Software machte bei Apple dieses Jahr generell etwas Probleme: iLife 11 kam unausgereift auf den Markt und bescherte den freudigen Käufern mehr Probleme als Erleichterungen. Abstürze und Fehlfunktionen standen an der Tagesordnung, wurden aber mit einpaar Hotfix-Updates beglichen und brachte die erhoffte Erleichterung.

Auf einmal machte es „Ping“ und dann wurde es wieder leise um den neuen Service von Apple. Eine Facebook-Intergration zur Steigerung der Verkäufe in iTunes sollte es werden. Nix da! Facebook stellte hohe Forderungen und Apple lehnte ab. So wurde auch die Integration in iTunes nun freiwillig und das Spammen fand ein Ende.

Fazit: 2010 war für Apple ein gutes Jahr. Die Aktie stieg auf 322 US-Dollar und die Produkte wurden von den Käufern aufgenommen wie ein Steak im Tigerkäfig. Flash wurde mal eben abgesetzt und die Beatles fanden endlich ihren Weg in den iTunes-Store, wenn auch ein bisschen laut. Wir wünschen Apple auf jeden Fall einen konstanten Anstieg der Aktie und ein erfolgreiches Jahr 2011.

An dieser Stelle möchte auch ich mich bei den treuen Lesern von Appleunity bedanken. Was mit gerade mal 20.000 Anhängern im Mai 2010 anfing, ist heute zu einer Community von über 70.000 regelmäßigen Lesern geworden.

In dem Sinne: Dankeschön und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2011!

Philipp Biel

hat 2008 mit bielsipod den Startschuss für dieses Projekt gegeben und ist im Laufe der Zeit zum Geschäftsführer des Biel Netzwerk, einem Zusammenschluss themenrelevanter Webseiten, geworden. Nebenbei studiert Philipp BWL & Management an der WHU in Vallendar und ist ein leidenschaftlicher Gründer.

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