MacBook Pro: Ärger über den Adapter-Wahnsinn

Nach der Präsentation der neuen Modelle des MacBook Pro, musste der Konzern viel Ärger der Apple-Nutzer über sich ergehen lassen. So schimpften die Nutzer in den Sozialen Medien über das neue MacBook Pro, weil Apple auf bestimmte Schnittstellen verzichtet und stattdessen Adapter als teures Zubehör anbietet.

Kein SD-Kartenleser beim MacBook Pro mehr

Grund für den Ärger ist Apples Abkehr vom Alten. Wieder mal wichtige Standards wie der SD-Kartenleser wurden gestrichen. So benötigt man nun einen externen Kartenleser oder muss ein Kabeladapter anschließen. Beim neuen MacBook Pro sind aber gleich mehrere Anschlüsse weggefallen. Lediglich Thunderbolt-3-Ports sind in dem Gerät verbaut, während neben dem SD-Kartenleser auch der eigene HDMI-Anschluss und andere USB-Anschlüsse nicht mehr vorhanden sind.

Selbst der kultige Startsound der mittlerweile ein Warenzeichen Apples ist musste weichen, sowie der patentierte MagSafe-Connector. Eine geniale Erfindung die wohl weltweit bereits diversen MacBooks das Leben gerettet hat. Dadurch das sich der Stromstecker per Magnet am Platz hielt, löste sich der Stecker zuverlässig. Auch wenn man versehentlich über das Kabel stolperte, landete das MacBook somit nicht gleich auf dem Boden. Im Gegensatz zum nun verwendeten USB-C-Kabel konnte man am MagSafe-Kabel außerdem anhand zweier LEDs sofort feststellen, wie es um den Ladestatus des Akkus steht. Zu allem Überfluss verschwand nun sogar das beleuchtete Apple-Logo von der Rückseite des Bildschirms.

Apple ist seiner Zeit voraus

Für einige mag das vielleicht nach Nebensächlichkeiten klingen, allerdings sind es eben genau diese kleinen genialen Dinge, die ein eingeschworener Apple-Nutzer schätzt und durch die sich das eigene Gerät auch von dem anderen Einheitsbrei unterscheidet.

Ob die eigene Kundschaft mit einer unüberschaubaren Zahl von lästigen und dazu noch teuren Adaptern zu nötigen, eine gute Strategie von Apple ist, darf bezweifelt werden. Wer bereits über 1699 Euro für ein neues MacBook Pro ausgibt, dürfte eher weniger dazu bereit sein obendrauf noch Adapter kaufen zu müssen, damit auch wirklich alles funktioniert.


Image by Apple

Patrick Kiurina

Patrick Kiurina war 2015 bis Ende 2016 für die Netzpiloten aktiv und studierte vorher Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien. Neben Technik interessiert er sich gleichermaßen auch für Sport und Musik.

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