Mit diesen Tricks bleibt das iPhone auch bei Minusgraden an

Draußen gehen die Temperaturen runter, allmählich lösen sich die Blätter von ihren Bäumen und wir holen Mütze und Schal aus dem Schrank. Leider heißt das auch: so manches iPhone schaltet sich trotz einiger Prozentpunkte Akkuladung vorzeitig ab. Dieses Phänomen kursiert seit Jahren in der iPhone-Szene und zieht sich durch alle Modelle der Apfel-Smartphones. Seid ihr auch betroffen? Hier erfahrt ihr, mit welchen Tricks das iPhone trotz Minusgraden nicht vorzeitig den Geist aufgibt.

Im Internet häufen sich zum Ende des Jahres seit einigen Jahren die Erfahrungsberichte, was ein vorzeitiges Ausgehen des iPhones betrifft. Dabei spielt es keine Rolle, welche Modellbezeichnung das iPhone trägt, die Probleme scheinen sich seit der vierten iPhone-Generation hartnäckig zu halten. Erste iPhone 7-Besitzer sollen ebenfalls davon betroffen sein, glaubt man Erfahrungsberichten auf der Plattform Reddit.

Doch was ist der Grund für die Kälteempfindlichkeit der Geräte? Feststeht: Das iPhone schaltet sich gerade bei Minusgraden vorzeitig ab. Dabei kann der Akku-Ladestand von fünf bis 30 Prozent reichen. Verantwortlich dafür ist ein drastischer Abfall der Spannung im Inneren des iPhones. Das Abschalten des Geräts fungiert hier als Schutzmaßnahme, um zu vermeiden, dass die Hardware-Komponenten durch den Spannungsabfall Schaden erleiden.

Meine eigene Erfahrung belegt die Erfahrungsberichte tausender iPhone-Besitzer weltweit: Mein iPhone 4s und iPhone 5 litten ebenfalls unter Unterkühlung. Mit meinem iPhone 7 Plus habe ich bisher jedoch keine Probleme dieser Art bemerkt. Bei meinen Vorgängermodellen konnte ich das Problem mit diesen Tricks in den Griff bekommen:

Schutzhülle verwenden

Das iPhone in einer Schutzhülle auszuführen ist eine gute Idee, um drastische Temperaturstürze zu vermeiden. Durch das Aluminium-Gehäuse kühlen die iPhones ab Generation 6 ohnehin sehr schnell aus. Eine gefütterte Handy-Tasche sollte das iPhone deshalb besser vor Minusgraden schützen. Beim Herausholen des Telefons lohnt es zudem, das Gerät auf die Hülle zu legen, um es gegen die beißende Kälte zu schützen.

iPhone am Körper tragen

Bereits in der Steinzeit wussten die Menschen, dass die Körperwärme anderer Lebewesen eine große Rolle beim Überleben spielt. Mit dieser Methode könnt ihr den vorzeitigen Akku-Tod eures iPhones ebenfalls verhindern. Das iPhone sollte deshalb nicht in einer Handtasche oder einem Rucksack aufbewahrt werden, sondern dicht am Körper getragen werden. Eine Brusttasche im Innenfutter der Jacke ist da sicher am besten geeignet. Die gewöhnliche Seitentasche an der Hüfte sollte das Kälte-Problem aber auf jeden Fall wesentlich reduzieren.

Zusatz-Akku im Notfall

Sollte es doch einmal passiert sein, und das iPhone ist trotz vorhandener Restladung einfach ausgegangen, hilft nur das Anschließen an eine Stromquelle. Für gewöhnlich geht das iPhone bereits nach wenigen Sekunden an und zeigt zudem seine ursprüngliche Restladung an. Als Stromquelle eignet sich eine portable Akku-Bank (zum Beispiel diese iPhone-Akkubank), die im Falle des Falles einfach an das iPhone angeschlossen werden kann.

Während Tausende iPhone-Nutzer weltweit mit Tricks gegen das Kälteproblem ankämpfen, hüllt sich Hersteller Apple in Schweigen. Ein Statement zu dem immer-wiederkehrenden Problem gibt es bislang nicht. Tröstlich ist zumindest, dass die Kältestarre des iPhones nicht bei allen Geräten auftritt.

Image by Julia Froolyks

Julia Froolyks

Technikjournalistin und leidenschaftlicher Fan von Marktneuheiten. Hat vieles ausprobiert, ist aber am Ende immer wieder bei Apple-Produkten gelandet. Neben neuen Gadgets testet sie gerne Smartwatches und Kopfhörer.

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