Nanoleaf Canvas: Smartes Licht per Berührung dirigieren

Zu jeder Zeit die eigenen vier Wände in stimmungsvolles Licht zu tauchen, ist im Smart Home viel einfacher geworden. WLAN-Leuchten, Smartphone-Apps und Sprachassistenten sei Dank. Nanoleaf, Spezialist für smartes Licht, will die Bedienung jetzt noch einfacher gestalten. Um die Lichtfarbe der Stimmungsleuchten namens Nanoleaf Canvas zu wechseln, ist zumindest im Alltag kein Handy und kein Sprachbefehl notwendig. Die quadratischen Wandpanele reagieren nämlich auf die direkte Berührung mit der Hand. Die Vierecke lassen sich zudem zu Dutzenden kombinieren, um große Flächen den eigenen Vorlieben entsprechend zu illuminieren. Nanoleaf Canvas soll im Winter im deutschen Handel erhältlich sein. Ein Starterkit erscheint für 200 Euro. Der kanadische Hersteller zeigt sie jetzt erstmals auf der IFA 2018.

Lichteffekte von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang

Lichtszenen und Farbanimationen für Nanoleaf Canvas richten Nutzer nur einmalig in der App für Smartphones und Tablets ein. Anschließend lassen die hinterlegten Einstellungen sich über einen Druck mit der Fingerspitze oder einer Wischgeste direkt auf der dünnen Kunststoffplatte an der Wand wechseln. Sowohl konstantes als auch dynamisch wechselndes Licht ist möglich. Dabei bietet Nanoleaf Canvas auch die Möglichkeit, im Rhythmus von Musik zu leuchten. Auf diese Weise lässt sich mit einer Berührung passendes Licht für die Party, einen romantischen Abend oder die Gute-Nacht-Geschichte auswählen.

Beispielsweise kann Nanoleaf Canvas Nutzer durch den Tag begleiten. Zur Weckzeit mit einem Sonnenaufgang startend, können Nutzer auf dem Weg ins Bad mit der Hand die Wand entlang fahren und dafür sorgen, dass ein Kräuseln durch den orange-gelben Farbverlauf der Canvas-Lichtquadrate verläuft. Während draußen die Sonne aufgeht, erwacht sinnbildlich auch das Zimmer zum Leben.

Sind mehrere Module von Nanoleaf Canvas zusammengesteckt, wirkt sich der visuelle Effekt auf die ganze Installation aus. Mit einer einzelnen Steuereinheit können Nutzer hunderte Lichtquadrate kontrollieren. Dabei lassen sich die Effekte von jedem Licht-Baustein aus initiieren.

Ist Nanoleaf Canvas zu weit weg für die Handsteuerung, lassen sich die Leuchtmittel auch auf anderen Wegen bedienen. Neben einer klassischen Zeitschaltuhr oder einer App kommen dafür ebenso Sprachanweisungen an Alexa, Google Assistant oder Siri infrage.

Nanoleaf Light Panels: Vorgänger von Nanoleaf Canvas ausprobiert

Die Canvas-Bausteine sind eine Weiterentwicklung der Nanoleaf Light Panels (ehemals Aurora). Sie sind das Pilotprodukt von Nanoleaf. In den vergangenen Wochen konnten wir sie testen.

Unser Eindruck in Kürze: Die Nanoleaf Light Panels lassen sich leicht über Steckverbindungen montieren und mit Klebestreifen an der Wand befestigen. Dort sehen sie im ausgeschalteten Zustand unauffällig aus. Nur das Stromkabel stört, wenn es sich nicht verstecken lässt. Ein Netzteil genügt, um die neun Dreiecke unseres Light-Panels-Starterkits mit Energie zu versorgen.

Nanoleaf Light Panels
Die dreieckigen LED-Module Nanoleaf Light Panels (ehemals Aurora) lassen sich smart bedienen und sorgen für Lichtstimmung im Smart Home. Image by Nanoleaf

Nanoleaf Light Panels sind nicht berührungsempfindlich. Wir bedienen die voreingestellten oder selbst designten Lichteffekte per App oder Siri-Sprachbefehl. Voraussetzung ist, dass wir sie in unser HomeKit-System einfügen. Das war umständlicher als gedacht. Die WLAN-Verbindung herzustellen war mit nicht nachvollziehbaren Fehlern behaftet. Auch zwischendurch brach ab und an die Verbindung weg. Nach einigen Software-Updates hat Nanoleaf das aber gut in den Griff gekriegt. Bei Nanoleaf Canvas gehen wir daher von einem ausgereiften Produkt aus.

Neben den Nanoleaf Light Panels ist auch eine Variante namens Nanoleaf Light Panels & Rhythm erhältlich. Dieses Modell kommt dann inklusive eines Adapters, der Musik in Echtzeit in Lichteffekte verwandelt. In Nanoleaf Canvas ist dieses Verfahren bereits integriert. Alle Lichtbausteine von Nanoleaf lassen sich zusätzlich durch eine originelle Fernbedienung steuern. Dabei handelt es sich um einen zwölf-seitigen Würfel in Form eines Dodekaeders namens Nanoleaf Remote.

Preise und Verfügbarkeit

Nanoleaf Remot kostet etwa 60 Euro, das Rhythm-Starterkit 250 Euro und das Einsteigerset für die Light Panels etwa 200 Euro. Alle drei Produkte sind bereits erhältlich. Für Nanoleaf Canvas wird ein Starterkit mit neun Modulen für 199 Euro auf den Markt kommen, aber erst zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt im Winter 2018. Ein Erweiterungsset mit vier Modulen kommt ebenfalls. Der Preis dafür steht noch nicht fest.

Nanoleaf bei Amazon (Provisions-Link)

Berti Kolbow-Lehradt

Berti ist ein pragmatischer Tech-Nerd, der gern Dinge testet, die das Leben komfortabler gestalten und vor allem Spaß bereiten. Er liebt smarte Unterhaltungstechnik sowie digitale Fotografie – und gibt gern Ratschläge dazu. Daher auch der Spitzname „RatgeBerti“. Wäre er nicht Technik-Journalist geworden, dann in einem anderen Leben vielleicht Superheld mit Technik-Overkill (Batman?) oder menschlicher Side-Kick bei den Transformers.

More Posts - Twitter - Facebook

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.