Neue Software, neues Zubehör: Mit der DXO One frei in der Luft oder unter Wasser fotografieren (Hands-on)

Apple war auf der IFA 2016 nicht vertreten – das ist Tradition. Dank einschlägiger Zubehör-Hersteller gingen jedoch auch Apple-Fans in punkto Neuheiten in Berlin nicht ganz leer aus. Der Aufsteckkamera-Hersteller DXO hat neues Systemzubehör und neue Software-Funktionen für die „Connected Camera“ DXOne vorgestellt. Ich konnte auf den Showstoppers, einem Presseevent am Rande der IFA, einen Blick darauf werfen.

Die DXO One ist eine sehr kompakte, vollwertige Digitalkamera, die über das Display eines iPhones oder iPads gesteuert wird. In ihr steckt ein 20 Megapixel auflösender Sensor mit einem 1 Zoll Diagonale. Damit ist die Fläche um ein Vielfaches größer als die des Sensors in den iOS-Devices. In Zusammenspiel mit der F1.8-Blende des 32-Millimeter-Objektivs verspricht dies weniger Rauschen bei Schwachlicht und erlaubt mehr Spielraum bei der selektiven Schärfe.

Seit dem Marktstart im Herbst 2015 kam die DXO One bei Fachleuten und Anwendern von Beginn an gut weg. Mit regelmäßigen Firmware-Updates wertet der Hersteller die Kamera sogar noch auf. Kein Wunder, dass der stolze Listenpreis von 499 Euro auch im Online-Handel recht stabil geblieben ist und nicht verfällt.

Neue WLAN-Funktion: Aufsteckkamera fotografiert ohne Steckverbindung

Kurz vor der IFA hat DXO jetzt eine generalüberholte Betriebssoftware vorgestellt. Sie wird über die Version 2.0 der DXO One App auf die Kamera gespielt. Ab Mitte September soll diese im Apple App Store kostenlos zur Verfügung stehen.

Wichtigste Neuerung: Mit der kommenden Firmware muss die Zusatzkamera nicht mehr permanent über den Lightning-Steckplatz mit dem iDevice verbunden sein. Stattdessen kommunizieren Smartphone und Kamera dann per Wi-Fi. Das erleichtert Aufnahmen aus der Vogel- oder Froschperspektive: Die Kamera lässt sich in der einen Hand einfach über oder unter Kopfhöhe halten, währen die andere Hand das Smartphone in angenehmer Blickhöhe hält. Per Fernauslösung das Haustier abzulichten, während es sich unbeobachtet fühlt, ist auf diese Weise ebenfalls ein Leichtes. Die Wi-Fi-Verbindung soll einfacher einzurichten und stabiler sein als bei anderen vernetzten Kameras, sagt der Hersteller.

Das Bedienen und Fernauslösen der DXO One mit der neuen Betriebssoftware konnte ich auf der IFA ausprobieren. Es funktionierte wunderbar. Die Software soll aber auch in Sachen Dynamikumfang der Bilder, Batteriemanagement und Autofokus große Fortschritte bringen. Dies konnte ich nicht überprüfen.

Neues Systemzubehör: Standfuß, Filter, Unterwassergehäuse

Zusammen mit der neuen Software stellt DXO seiner Connected Camera auch neues Systemzubehör an die Seite. Dazu zählt ein Standfuß (24,99 Euro), der die DXO One stabilisiert, wenn sie für eine Fernaufnahme platziert werden soll. Er funktioniert eigenständig, kann aber auch an Einbein- und Dreibeinstativen befestigt werden.

DXO One Filteradapter

Per Filteradapter (24,99 Euro) mit 30,5 Millimeter Standardgewinde und verschiedenem Schraubzubehör können Anwender die DXO One für Spezialansätze aufrüsten. Zur Auswahl stehen eine Gegenlichtblende (17,90 Euro), zwei Neutraldichte-Filter (je 44,90 Euro) und ein Polfilter (61,90 Euro). Die Neutraldichte-Filter vereinfachen Langzeitbelichtungen am helllichten Tag, der Pol-Filter beseitigt störende Reflexionen auf Wasser oder Glasflächen. Für Taucher liefert DXO ein Unterwassergehäuse in sieben Farbvarianten. Es hält das Wasser bis zu einer Tiefe von 45 Meter draußen.

DXO One Systemzubehör

Das Systemzubehör machte auf mich einen erstklassigen Eindruck. Die Montage war leichtgängig, alles saß fest, knarzte nicht. Die Haptik war hochwertig. Insbesondere die Qualität der Filter müsste aber ein separater Praxistest ermitteln. Nur das Unterwassergehäuse werde ich wohl nie prüfen können. Meine übliche Tauchtiefe liegt bei 30 Zentimetern unter dem Badewasserspiegel.

Die DXO One sowie das Zubehör sind im Hersteller-Shop oder bei diversen Online-Händlern erhältlich.

Teaser by DXO Labs

Images by Berti Kolbow-Lehradt

Berti Kolbow-Lehradt

ist Freier Technikjournalist. Für die Netzpiloten sowie unsere Geschwisterseiten Netzpiloten Apple und Netzpiloten Android befasst er sich mit vielen Aspekten rund ums Digitale. Dazu gehören das Smart Home, die Fotografie, Smartphones, die Apple-Welt sowie weitere Bereiche der Consumer Electronics und IT. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

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