Sinkender Umsatz durch sinkenden iPhone-Absatz

Seit 2003 konnte Apple den Umsatz jedes Quartal steigern. Der 13 Jahre andauernde Rekordlauf des Kultkonzern, hat im vergangenen Quartal jedoch ein Ende gefunden. Mit dem ersten Rückgang der iPhone-Verkaufszahlen, brach Apples Siegesserie nun ab.

Erstmals seit der Markteinführung in 2007 kam es bei Apple zu sinkenden iPhone-Verkaufszahlen. Im zweiten Quartal diesen Jahres, verkaufte das Unternehmen aus Cupertino nach eigenen Angaben 51,2 Millionen iPhones. Im Vergleich zum Vorjahresquartal, ist das ein Rückgang von 16 Prozent. Der Umsatz des Unternehmens ging ebenfalls um 13 Prozent zurück auf 50,56 Millionen Dollar, so teilte Apple am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Analysten hatte einen Abfall bereits erwartet, allerdings war der Wert dann doch deutlich schwächer als erwartet.

Das iPhone ist seit der Markteinführung in 2007 das mit Abstand wichtigste Produkt des Konzerns. So generiert es etwa zwei Drittel der Umsätze von Apple. Sachlich betrachtet sind die Verkaufszahlen mit knapp 51 Millionen verkauften iPhones immer noch beachtlich. Dennoch sind es 16 Prozent weniger als noch im Vorjahr.

Als Grund für den Rückgang nannte Apple die schwache Konjunktur in vielen Regionen, sowie unter anderem in China. Zwar nimmt die Revolution des Smartphones in Entwicklungs- und Schwellenländer immer mehr zu, allerdings sind dort zunächst günstigere Geräte gefragt. Der iPhone-Hersteller verzichtet allerdings auf eine Anpassung durch Modelle der unteren Preisklasse. Stattdessen wartet Apple darauf, dass die Menschen in den neuen Märkten genügend Geld haben, um sich schließlich ein iPhone zu kaufen. Eine Vorgehensweise die in China bislang erfolgreich war. Das sorgt zum einen für hohe Gewinne im Milliarden-Bereich, drückt zugleich aber auch den Marktanteil. Das iPhone SE, welches Apple in seiner diesjährigen Frühjahrs-Keynote präsentiert hatte, soll mit einem kleineren Format und günstigerem Preis dem Ganzen entgegenwirken.

Große Hoffnungen setze das Unternehmen derzeit auf Indien. Im Jahresvergleich sei der iPhone-Verkauf dort um 56 Prozent gestiegen.

Die so genannte „Wachstumspause“, von der Apple-CEO Tim Cook in Bezug auf das letzte Quartal sprach, werde laut eigenen Aussagen wieder wachsen. So versprach der Chef des Kultkonzerns: „Die Zukunft von Apple sieht strahlend aus.“

Um die Verkäufe der übrigen Produkte sieht es allerdings auch nicht allzu rosig aus. So gehen die Absätze von iPads und Macs weiter zurück und auch die Apple Watch bleibt weiterhin hinter den Erwartungen. Laut Cook habe allerdings der Musikstreaming-Dienst AppleMusic inzwischen 13 Millionen Abonnenten zu verzeichnen.

Ein wirklicher Hoffnungsträger der die Weichen für Apple wieder auf Erfolg stellt, scheint bislang nicht in Sicht. Bleibt abzuwarten wie sich die Zukunft von Apple in nächster Zeit weiter gestalten wird.

Image „The Apple Store“ (adapted) by Steve Parker (CC BY 2.0)

Patrick Kiurina

Patrick Kiurina war 2015 bis Ende 2016 für die Netzpiloten aktiv und studierte vorher Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien. Neben Technik interessiert er sich gleichermaßen auch für Sport und Musik.

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