Ubuntu auf dem Mac Mini installieren – So geht’s

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Wenn zuhause noch ein kleiner Mac Mini herumsteht, der ansonsten kaum noch für irgendwelche Dienste genutzt wird, so kann er jetzt möglicherweise einer neuen Nutzung zugeführt werden. Da aktuellere Mac Mini Modelle alle mit einem Intel Core 2 Prozessor ausgestattet sind, lassen sich dort auch alternative Betriebssysteme aufspielen. Mit wenigen Handgriffen wird so aus einem Mac Mini  in Kombination mit dem offenen Betriebssystem Ubuntu guter Rechner. So könnt ihr euch zum Beispiel die Anschaffung eines seperaten Apple TV sparen.[xyz-ihs snippet=“GoogleAdsense“]

Installation: Die AMD64+Mac Iso ist die Richtige

Im Grunde ist die Installation von Ubuntu auf einem Mac Mini kein Problem. Dank der Intel-Prozessoren können schon seit längerem die alternativen Systeme auf die Macs aufgespielt werden. Lediglich vereinzelte Probleme mit Treibern kann es möglicherweise geben. Damit die Installation gut gelingt empfiehlt sich von der aktuellen Ubuntu-Version 13.04 die Installation des AMD64+Mac Iso’s, welches auf der Internetseite der Distribution gefunden werden kann. Ubuntu lässt sich parallel zu Mac OS auf der Festplatte installieren. Dazu muss allerdings die Hauptpartition mit Mac OS verkleinert werden. Dieser Vorgang kann mit Hilfe der OS-X-System CD oder aber dem Recovery Laufwerk vorgenommen werden. Je nach Alter des Mac-Modells kann die Installations-DVD auf einem optischen Medium oder aber auf einem USB Stick aufgespielt werden. Einfacher funktioniert die Installation mit Hilfe der DVD. Sollte ein USB Stick zur Installation genutzt werden, so muss noch zusätzlich das Tool rEFIt genutzt werden. Damit lassen sich USB Sticks, die nicht mit HFS+ formatiert sind, als Laufwerk zum Booten benutzen. Das Tool wird den Rechner zweimal selbstständig neu starten. Direkt danach muss die [ALT] Taste gedrückt gehalten werden und das passende Betriebssystem ausgewählt werden. Das Tool rEFIt wird lediglich für die Installation benötigt und kann danach wieder entfernt werden.

Damit die Grundinstallation gelingt: [ALT] zum Start drücken

Mit DVD funktioniert die Installation folgendermaßen. Zum Start muss bevor Mac OS bootet die [ALT] Taste gedrückt werden. Diese öffnet das Boot-Menü des Mac Mini. Dort muss das Windows-Medium ausgewählt werden, welches durch die Ubuntu-DVD verkörpert wird. Direkt zum Start der Installation werdet ihr nach der Sprache gefragt. Nach dem Klick auf „Installieren“ kommt der Bereich „Partitionieren“, bei dem ihr den frei gewordenen Speicherplatz auswählen müsst, den ihr bei der Partitionierung geschaffen habt. Nun müsst ihr nur noch den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen. Anschließend wird noch der Boot-Manager installiert. Merkt euch hier am besten, welcher Bereich auf der Festplatte dafür vorgesehen wird. Anschließend wird der Rechner neugestartet. Dabei müsst ihr wieder die [ALT]-Taste drücken. Unter „Windows“ findet ihr die Ubuntu-Installation. Sollte die Grafikkarte nicht funktionieren, so bootet Ubuntu in den Recovery-Modus. Dort müsst ihr die Kommandozeile auswählen und folgende Befehle eingeben: $ sudo apt-get install nvidia-current nvidia-settings. Anschließend muss noch die Datei /etc/modporobe.d/blacklist.conf etwas angepasst werden. Dort muss der Eintrag „blacklist nouveau“ hinzugefügt werden.[xyz-ihs snippet=“InTextRechts“]

Warum Ubuntu auf dem Mac Mini installieren?

Die Nutzung von Ubuntu auf dem Mac Mini lohnt sich speziell für ältere Geräte, die möglicherweise nicht mehr mit Updates für Betriebssysteme durch Apple gepflegt werden. Ansonsten kann so der eigene Mac Mini schön zu einem Media-Center aufgerüstet und im Wohnzimmer genutzt werden. Damit das alte Mac-System weiter genutzt werden kann und falls etwas schief gehen sollte empfiehlt sich die Parallelinstallation des Systems. Ubuntu lässt sich kinderleicht bedienen und ist von der Oberfläche her nicht so viel anders als Mac OS. Dafür ist das System gegen fast alle Angriffe aus dem World Wide Web gerüstet. Hinzu kommt, dass Ubuntu auf Linuxbasis enstanden ist und damit zur Kategorie freie Software gehört. Speziell versierte Nutzer können sich so mit Ubuntu ihr System passend zu ihren Wünschen anpassen. Es lohnt sich also mit Ubuntu ein stabiles System auf den eigenen Mac zu holen.

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