Warum Apple in der Klemme sitzt

apples-downfallApples Niedergang in den letzten Monaten ist gut dokumentiert, man muss nur einmal auf die Aktienkurse schauen, um zu sehen, dass Apple in den letzten 9 Monaten mehr als ein Drittel seines Wertes verloren hat.

Wenn es nach Unternehmens-Analysten geht, so sollten sich Investoren bei Apple auf einige größere Risikofaktoren bei diesem Unternehmen einrichten, die auf kurz oder lang den Unternehmenswert noch weiter abfallen lassen könnten. Um einmal nicht über Design und Innovationen zu reden:

Der Eingriff in die Privatsphäre

Der ganze Skandal um die NSA und deren Telefonmitschnitte (hauptsächlich in den USA) könnte für Apple-Nutzer sehr entscheidend sein, bei der Wahl des nächsten Telefons. Man bezahlt für Apple durchschnittlich mehr als für andere Geräte – dass man danach trotzdem ausspioniert wird, wird für einige Nutzer möglicherweise nicht hinnehmbar sein. Google und Facebook sind kostenlos – hier ist man daran gewohnt, dass die eigenen Daten frei umhergeworfen werden, bei der hohen Investition in Apple-Produkte wird man dies aber nicht erwarten.

Apples Steuertricks

Mit großem Umsatz, kommt große Veantwortung (frei nach dem Film ‚Spiderman‘). Dies gilt auch für Apple, das durch seine nun ans Tageslicht gekommenen Steuer-Spar-Tricks zu dem größten Steuerbetrüger (nach Geldwert) in der amerikanischen Geschichte geworden ist. Dies hat auch wieder etwas mit dem höheren Preis der Apple-Produkte zu tun. Während man bei billiger Kik-Kleidung nicht überrascht tun sollte, wenn die Produktion gegen etwaige Regeln verstößt, sollte man von einem 1500€-Anzug erwarten können, das dieser von jemanden hergestellt wurde, der mindestens 8 Jahre alt ist.

Die Entwicklungsmärkte

Wir können nur hoffen, dass sich Apple dieser Märkte bewusst ist. Nicht nur im Bereich der iPhones, sondern auch bei der Ausstattung von Klassenräumen. Wenn eine Schule in einem Entwicklungsland die Möglichkeit hat, einen ganzen Klassenraum für 2500€ mit Google-Chromebooks auszustatten (Google-Laptops mit Tablet-Funktionalitäten), oder für das selbe Geld ein oder zwei Apple Computer zu kaufen, fällt die Entscheidung bisweilen nicht schwer.

 

Alexander Stebner

gehört bereits seit Juni 2013 zum Team und verfasst jeden Morgen mindestens zwei der täglichen Hauptschlagzeilen auf appleunity. Alexander reist derzeit um die Welt und befindet sich nach seinem langfristigem Aufenthalt in Seoul nun in der Hauptstadt Malaysias.

More Posts - Website - Google Plus

6 comments

  1. Hi! Danke für den Kommentar!

    Die Spionage-Aktion hat etwas mit Apple und dessen Zuspruch in der Bevölkerung zu tun, das ist natürlich hier in Deutschland weniger stark zu spüren.
    Die Steuertricks sind recht bekannt und können in einem weiteren Bericht hier auf appleunity.de nachgelesen werden!

    Für den Beitrag wurde korrekt recherchiert, ich habe mich nur kurz gefasst, aber wir können uns gerne über die Aussagen unterhalten. ;)
    Ich halte grundsätzlich ein 250-Wort Maximum ein, da kommen manchmal einige Ausführungen zu kurz.

    Gruß,
    Alex

  2. Steuertricks ≠ Steuerbetrug

    Hier wird es so dargestellt, als hätte Apple gegen geltendes Recht verstoßen und das ist nicht der Fall. Sie haben lediglich einen Weg genommen, der es ihnen ermöglicht legal Steuern zu sparen.

  3. Hey Martin,

    ja das stimmt! Steuerbetrug war etwas weit gegriffen. Wenn man es praktisch betrachtet, ist es aber trotzdem ein Betrug. Da es dem amerikanischen Staat rechtmäßige Steuern entzieht. Außerdem gibt es viele Betrügereien auf der Welt, die legal oder halblegal sind.
    Das amerikanische Rechtssystem funktioniert etwas anders als unseres. Dort gibt es kein Gesetzbuch und etwas wird erst dann zu geltendem Recht, wenn es ein Richter so ausspricht und selbst dann kann es wieder umgestoßen werden. Ein Durchschnitts-Amerikaner wäre sicher nicht mit dieser Steuerpolitik durchgekommen, aber durch Apples besondere Stellung in der US-Wirtschaft, haben sich die Richter dagegen entschieden.

    Gruß,

    Alex

  4. Das sie ein anderes Rechtssystem haben ist mir bewusst. Allerdings sind sie ja auch unter anderem in Deutschland tätig und selbst hier hat es keine Konsequenzen für Apple. Ich stimme dir zu, dass es unglücklich für den Staat ist, aber in diesem Fall ist es ein Versäumnis des Staates und nicht das Handeln des Unternehmens, was man kritisieren sollte.

    Niemand zahlt gerne mehr Steuern als er muss, deshalb geht man ja auch in der Regel zum Steuerberater, um über Steuertricks noch Steuern zu sparen. Das gleiche gilt für so ein Unternehmen, solange es nicht verboten ist, ist es höchstens moralisch verwerflich, aber das war’s dann auch wieder ;)

  5. Hallo,
    ich wörde gerne auf den Punkt “Eingriff in die Privatsphäre“ eingehen.
    1. Wo liegen meine Daten
    2. Sind meine Daten sicher
    3. Teures Produkt = mehr Datensicherheit ?

    1. Ob Google, Microsoft, Apple, usw. …. diese Unternehmen haben ihre Serverfarmen in der USA.
    2. Die USA hat leider keine klare oder Gesetzliche Datenrichtlinien, so sind alle Daten nicht wie bei uns ( Deutschland ) gesetzlich gesichert (Telekommunikationsgesetz).
    3.Ich denke nicht, dass Google oder Facebook mit unseren Daten besser umgehen. Ein Samsung Galaxy S4 liegt auch bei 600 -700 €, aber wo liegen deine Daten?

    1.Samsung
    2.Google
    3.Netzanbieter
    4.Apphersteller

    MfG
    A.B.T.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hi! Danke für den Kommentar!

Die Spionage-Aktion hat etwas mit Apple und dessen Zuspruch in der Bevölkerung zu tun, das ist natürlich hier in Deutschland weniger stark zu spüren.
Die Steuertricks sind recht bekannt und können in einem weiteren Bericht hier auf appleunity.de nachgelesen werden!

Für den Beitrag wurde korrekt recherchiert, ich habe mich nur kurz gefasst, aber wir können uns gerne über die Aussagen unterhalten. ;)
Ich halte grundsätzlich ein 250-Wort Maximum ein, da kommen manchmal einige Ausführungen zu kurz.

Gruß,
Alex

  • Steuertricks ≠ Steuerbetrug

    Hier wird es so dargestellt, als hätte Apple gegen geltendes Recht verstoßen und das ist nicht der Fall. Sie haben lediglich einen Weg genommen, der es ihnen ermöglicht legal Steuern zu sparen.

  • Hey Martin,

    ja das stimmt! Steuerbetrug war etwas weit gegriffen. Wenn man es praktisch betrachtet, ist es aber trotzdem ein Betrug. Da es dem amerikanischen Staat rechtmäßige Steuern entzieht. Außerdem gibt es viele Betrügereien auf der Welt, die legal oder halblegal sind.
    Das amerikanische Rechtssystem funktioniert etwas anders als unseres. Dort gibt es kein Gesetzbuch und etwas wird erst dann zu geltendem Recht, wenn es ein Richter so ausspricht und selbst dann kann es wieder umgestoßen werden. Ein Durchschnitts-Amerikaner wäre sicher nicht mit dieser Steuerpolitik durchgekommen, aber durch Apples besondere Stellung in der US-Wirtschaft, haben sich die Richter dagegen entschieden.

    Gruß,

    Alex

  • Das sie ein anderes Rechtssystem haben ist mir bewusst. Allerdings sind sie ja auch unter anderem in Deutschland tätig und selbst hier hat es keine Konsequenzen für Apple. Ich stimme dir zu, dass es unglücklich für den Staat ist, aber in diesem Fall ist es ein Versäumnis des Staates und nicht das Handeln des Unternehmens, was man kritisieren sollte.

    Niemand zahlt gerne mehr Steuern als er muss, deshalb geht man ja auch in der Regel zum Steuerberater, um über Steuertricks noch Steuern zu sparen. Das gleiche gilt für so ein Unternehmen, solange es nicht verboten ist, ist es höchstens moralisch verwerflich, aber das war’s dann auch wieder ;)

  • Hallo,
    ich wörde gerne auf den Punkt “Eingriff in die Privatsphäre“ eingehen.
    1. Wo liegen meine Daten
    2. Sind meine Daten sicher
    3. Teures Produkt = mehr Datensicherheit ?

    1. Ob Google, Microsoft, Apple, usw. …. diese Unternehmen haben ihre Serverfarmen in der USA.
    2. Die USA hat leider keine klare oder Gesetzliche Datenrichtlinien, so sind alle Daten nicht wie bei uns ( Deutschland ) gesetzlich gesichert (Telekommunikationsgesetz).
    3.Ich denke nicht, dass Google oder Facebook mit unseren Daten besser umgehen. Ein Samsung Galaxy S4 liegt auch bei 600 -700 €, aber wo liegen deine Daten?

    1.Samsung
    2.Google
    3.Netzanbieter
    4.Apphersteller

    MfG
    A.B.T.