Schrei vor Glück: Die Zalando-Shopping App im Test

„Schrei vor Glück“ ist auch einer dieser prägnanten Werbeslogans samt passendem Spot, der vielen im Kopf geblieben ist. 2008 startete das Unternehmen noch als Schuhversandhandel, hat seitdem aber enorm aufgestockt und ist mittlerweile Anlaufstelle für zahlreiche Mode-Marken. Der Händler zählt du den beliebtesten Versandhäusern Deutschlands und konnte 2015 einen Jahresumsatz von rund 2,96 Milliarden Euro verbuchen. Den Online-Handel auf dem Browser haben sie für sich quasi optimiert, wer aber mit dem Zahn der Zeit gehen will muss sein Angebot Smartphone-optimieren. Zalando hat seine Shopping App deswegen nochmal generalüberholt. Wir haben uns das mal angesehen!

Online-Shopping boomt!

Glaubt man den Zahlen, weiß man, dass der Online-Handel boomt und vor allem Shopping-Apps werden im Vergleich zu den Browser-Pendants immer beliebter. Laut einer Studie des Instituts für Handelsforschung (IFH) liegt die Prognose des Jahresumsatzes für 2016 bei 52,3 Milliarden Euro, was einen Marktanteil von zehn Prozent bedeutet und eine Steigerung von über fünf Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Eine Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) unter rund 1.000 Deutschen ergab zudem, dass im Bereich „Kleidung und Schuhe“ mittlerweile etwa 43 Prozent der Kunden online einkaufen. Gerade in der Vorweihnachtszeit ist es für viele Shopper ein Graus, an die überfüllten Einkaufsstraßen und die Schlangen vor den Kassen zu denken. Shopping-Apps sind da weitaus bequemer und sollten deswegen auch entsprechend nutzerfreundlich gestaltet und für die Endgeräte optimiert sein.

Erhältlich ist „Zalando – Fashion & Shopping“ für Apple, Android und Windows und kann mittlerweile rund 60 Prozent der Zalando-Shopper zu sich ziehen. Die Handhabung der App ist relativ einfach und gestaltet sich recht flüssig. Öffnet man die App wählt man zunächst zwischen den klassischen Kategorien Damen-, Herren- und Kinder-Mode. Als nächstes findet man den Zalando-Feed vor, der erst eher an einen Fashion-Blog, als an eine Shopping-App erinnert. Nutzerfreundlichkeit und Unterhaltung sind Nuzhat Naweed, dem Head of Mobile Product & Engineering bei Zalando, besonders wichtig beim Relaunch der App, weswegen auch redaktionelle Inhalte zum Thema Mode und Lifestyle vermehrt Einzug halten sollen. Nur noch Shoppen reicht oft eben nicht mehr.

Redaktionelle Inhalte in der App

Besondere Features

Gibt man einen Suchbegriff ein, listen sich die Kleidungsstücke auch üblicherweise auf. Das Layout ist sauber, minimalistisch und geradlinig, man wird nicht durch Werbung, Bauchbinden oder Pop-ups abgelenkt. Einfaches Handling auf dem Smartphone und ein simples und benutzerfreundliches Design sind ausschlaggebend für den Erfolg einer Shopping-App. Die Zalando-App punktet hier vor allem in der Navigation durch das Swipe-System – wählt man einen Artikel aus den Suchergebnissen aus, kann man nach unten swipen, um mehr von ihm zu sehen oder nach links oder rechts, um zu einem anderen Artikel überzugehen. Einen Artikel zu favorisieren oder über etliche Social-Media-Optionen zu teilen ist ebenfalls möglich.

Ein besonderes Feature findet sich unter dem Reiter „Mein Profil“. Hier kann man seinen Artikel-Feed durch „Marken, die ich mag“ und „Marken, die ich nicht mag“ beeinflussen. Das ist vor allem für Kunden vorteilig, die Wert auf Markenethik legen – oder bestimmtes einfach nur hässlich finden.

Marken-Präferenzen

Der Barcode-Scanner ist ein weiteres hilfreiches Feature und schlägt die Brücke vom analogen zum digitalen Shoppen. Sieht man ein Kleidungsstück, das einem gefällt und so auch von Zalando vertrieben wird, kann man den Barcode scannen. Das ist vor allem für Sparfüchse von Vorteil, das Unternehmen kann oft günstigere Preise des gleichen Artikels anbieten.

Der Barcode-Scanner

Schließlich sticht noch die Möglichkeit heraus, Kleidungsstücke zu fotografieren und dann nach ähnlichen Artikeln suchen zu können. Fotografiert man ein Kleidungsstück soll die App Farben und Muster erkennen, hatte aber beispielweise Probleme, das Karo-Muster eines Schals zu erkennen und hat sich dort nur auf eine Farbe konzentriert. Bei einfarbigen Modellen gestaltet sich der Prozess da deutlich leichter, was aber auch von der Kamera-Qualität des Smartphones abhängt, da Farben auch gerne mal verfälscht wiedergegeben werden können. Ein spannendes Feature mit viel Potential, das aber auch seine Probleme hat.

Der Kleidungs-Scanner ist innovativ, aber funktioniert nicht immer perfekt.

Fazit

Zalando zeigt mit ihrem App-Relaunch, wie leicht zu navigierendes und benutzerfreundliches Online-Shopping auszusehen hat. Wie die Grenzen zwischen Lifestyle-Blogosphäre und e-Commerce erfolgreich miteinander verbunden werden können zeigen sie ebenfalls auf. In diesem Sinne: Happy Shopping!

Hier gibt es die App zum Download:


Image iPhone by JESHOOTS (CC0 Public Domain)

Image altered by Nils Hansen

Screenshots/Images by Lisa Kneidl/Zalando


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